Homepage der Familie Dörscheln

05. Die Säulen Salo­mos

Son­ntag, 30. März 1980. Der let­zte Tag in Elat ist fast vor­bei. Heute Mor­gen haben wir gefrüh­stückt, den Rest vom Brot, den wir noch hat­ten und den Saft. Recht spar­tanisch. Franko und Bar­bara sind zum Strand und wir gin­gen Rich­tung Egged Sta­tion um einen Bus in Rich­tung Salo­mo Pil­lars zu bekom­men. Aber daraus wurde nichts. Nur organ­isierte Reisen am frühen Mor­gen, und der nor­male Bus hält dort nicht. Aber wir soll­ten noch erfahren, warum nicht.

So beschlossen wir zu tram­p­en. Aber so ein­fach war das gar nicht. Nach etwa ein­er Stunde hat­ten wir die Nase voll. Die Hitze war unerträglich. Kein Auto hielt. Da kam mir die Idee, selb­st ein Auto zu mieten. Warum hat­ten wir nicht eher dran gedacht? Also los zum Stadtzen­trum, wo es Ver­mit­tlun­gen genug gab. Die erste hat­te schon kein Auto mehr, aber bei der zweit­en hat­ten wir Glück, das let­zte Auto für uns! Nach den For­mal­itäten (und viel Teetrinken und Reden) gings dann los, Rich­tung Salomon Pil­lars, wo Wolf­gang ja unbe­d­ingt hin­musste – auch wegen der Elat-Steine und der Kupfer­mi­nen. Das Auto haben wir übri­gens für 3 Tage gemietet. Mittwochmit­tag müssen wir es in Tel-Aviv am Ben Guri­on Air­port abliefern. Da woll­ten wir sowieso hin, die Klei­der wech­seln. (Von der Bushal­testelle hät­ten wir noch bes­timmt 10 Km bis zu den Säulen laufen müssen, und das bei sen­gen­der Hitze. Gut, dass es nicht geklappt hat).

Die Säulen von Salo­mo sind sehr beein­druck­end. Über­haupt die Berge, grün – von Kupfer. Nur zu den Kupfer­mi­nen darf man nicht hin. Es wird immer noch abge­baut und die Schlacke auf Halden geschüt­tet. Ein Stück weit­er weg von den Säulen, haben wir eine Halde gefun­den. Dort waren auch Elat-Steine, die wir natür­lich als Sou­venir für unsere Söhne mitgenom­men haben. Wolf­gang ist nochmal zum Wass­er, ein biss­chen schwim­men. Wir haben einen ganz schö­nen Son­nen­brand von gestern. Zum Glück kon­nten wir heute in der Stadt reines Olivenöl in ein­er Apotheke bekom­men. Das hil­ft ganz gut. Mor­gen geht es nach Beer She­ba.