Die beiden vorliegenden Stammübersichten zur Familie Dörseln weisen einen bemerkenswerten genealogischen Befund auf. Sowohl im westfälischen Raum um Rönsahl als auch im sächsischen Schönborn erscheint der seltene Familienname Dörseln nahezu gleichzeitig in den schriftlichen Quellen des späten 16. Jahrhunderts. Für Schönborn in Sachsen ist bereits Bastian Dörseln im Jahre 1585 nachgewiesen. Es folgen Peter Dörseln (1618), Johannes Dörscheln, Richter zu Schönborn (1659), sowie weitere Angehörige der Familie bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Im westfälischen Kirchspiel Rönsahl beginnt die überlieferte Stammreihe mit Johannes zu Dörseln genannt Kleinjohann, geboren um 1590, der als Landschöffe ein angesehenes Amt bekleidete. Ihm folgen mehrere […]
Ernst-Wilhelm Dörscheln
Die Gründung des Klosters Die Anfänge Werdens liegen in der Zeit der Wende vom 8. zum 9. Jahrhundert und sind mit der Person des Heiligen und Missionars Liudger († 809) verbunden. Wie seine Vorgänger Winfried Bonifatius und Gregor von Utrecht wirkte der um 742 bei Utrecht geborene Liudger zunächst in Friesland, dann nach der Unterwerfung der Sachsen durch Karl den Großen in Westfalen von Münster aus. Das Kloster Werden (lateinisch Monasterium Werdena vel Abbatia (imperialis) Werdenensis u. ä.), auf alten Karten Werthina, war eine Abtei der Benediktiner in Werden an der Ruhr, heute Essen-Werden. Sie entstand Ende des 8. Jahrhunderts und geht auf den Missionar und Heiligen Liudger zurück, der zugleich Bischof von Münster war. Ab etwa 875 hatte Kloster Werden den Rang eines Königsklosters und ab dem Hochmittelalter den eines Reichsklosters. Um 1100 umfassten die Güter […]
Familiengeschichte und Verbindung mit der Familie Dörscheln Die Familie Klüppelberg gehört zu den alteingesessenen Bauernfamilien des Oberbergischen Landes. Ihr Name ist seit dem 16. Jahrhundert in den Kirchspielen Klüppelberg und Klaswipper sowie in Grimeringhausen urkundlich nachweisbar. Der Familienname ist ein alter deutscher Herkunftsname und leitet sich vom historischen Ort und Kirchspiel Klüppelberg bei Ohle und Rönsahl ab. Solche Herkunftsnamen entstanden im Mittelalter, indem Menschen nach ihrem Herkunftsort benannt wurden; aus dieser Bezeichnung entwickelte sich später der Familienname. Bereits seit dem 13. Jahrhundert erscheint der Name von Klüppelberg (auch von Cluppelberg, Cluppelberch oder Klüppelberg) in zahlreichen Urkunden des Herzogtums Berg. Die […]
Ein neuer Quellenbeleg zur Geschichte der Familie Dörseln/Dörscheln Einleitung Die Erforschung der frühen Geschichte der Familie Dörseln bzw. Dörscheln wird durch einen bemerkenswerten Quellenfund wesentlich bereichert. Eine im Herzoglich-Westfälischen Landesarchiv überlieferte Lehnsurkunde vom 21. Februar 1480 nennt erstmals einen Deipmar van Dorslen als Lehnsmann des Erzstifts Köln. Damit liegt ein bedeutender Originalbeleg vor, der die Geschichte des Namens Dorslen im märkisch-sauerländischen Raum um eine wichtige Station erweitert. Bereits im 13. und 14. Jahrhundert begegnen Angehörige der Familie unter den Schreibweisen de Dorslon, de Dorselen, van Dorslen oder Dorsle in zahlreichen Urkunden des Herzogtums Westfalen und des Hochstifts Paderborn. Genannt werden […]
Ein Beitrag zur Wirtschafts‑, Technik- und Industriegeschichte des märkischen Sauerlandes Einleitung Die Geschichte des märkischen Sauerlandes ist eng mit der Entwicklung seiner frühen Gewerbe- und Industriebetriebe verbunden. Während Eisenverarbeitung, Drahtzieherei und Hammerwerke seit langem Gegenstand der regionalgeschichtlichen Forschung sind, ist die Geschichte der Pulverherstellung heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Dabei entwickelte sich bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts im Raum Dörscheln und Rönsahl eines der bedeutendsten Zentren der Schwarzpulverherstellung im märkischen Sauerland. Die natürlichen Voraussetzungen waren hierfür besonders günstig. Wasserreiche Bäche lieferten die Antriebskraft für die Pulvermühlen, die ausgedehnten Wälder das Holz zur Herstellung hochwertiger Holzkohle. Salpeter und Schwefel wurden […]
Interdisziplinäre Untersuchungen zur Erdgeschichte, Siedlungsentwicklung und regionalen Überlieferung Teil I Die historische Entwicklung des Hofes DörschelnVon den natürlichen Grundlagen der Besiedlung bis in die Gegenwart Teil IIDevonischer Vulkanismus und das Vorkommen von Keratophyr im Raum DörschelnGeologische Grundlagen der Landschaftsentstehung Teil IIIEine fast vergessene Quelle mit Heilkraft von Dörscheln (Kierspe)Hydrogeologische Besonderheiten, Überlieferungen und ihre kulturgeschichtliche Bedeutung Die historische Entwicklung des Hofes DörschelnVon den natürlichen Grundlagen der Besiedlung bis in die Gegenwart Der Hof Dörscheln bei Rönsahl gehört zu den ältesten nachweisbaren Hofschaften der Region und stellt ein bedeutendes Zeugnis der westfälischen Siedlungs- und Familiengeschichte dar. Bereits historische Grundbücher aus der Zeit um […]
Die zusammengestellten Angaben lassen sich bereits recht gut zu einer genealogisch-historischen Übersicht der Familie de Dorsle (14.–15. Jahrhundert) ordnen. Dabei treten zwei Linien deutlich hervor: Vereinfachte Stammübersicht Spätere Verwandtschaft (wahrscheinlich nächste Generation) Genealogische Bedeutung Mitglieder der Familie Dorsle in den USA
Gesamtergebnis Die bisher bekannten Urkunden, die Arbeiten von Häberlin, Kindlinger, Schrader und Seibertz sowie die Grabungen von Sonja Herzig ergeben zusammen ein bemerkenswert geschlossenes Bild:
Anmerkung Um 1360 und 1373 finden sich in der Linie einiger Knappen Hinweise, wo sich der Name in de Dorslen und de Dorsele schon schrittweise umgewandelt hat. Im Falle der Alheid gnt. de Dorslen wird aber der Familienname de Dorslon trotz alledem noch beibehalten. Hier wird auch Florin de Dorslon aus einer Knappenfamilie stammend als Priester, späterer Propst und Lehnsherr zu Marsberg (Montis Martis), genannt. Folgende Beurkundungen geben Auskunft über den Werdegang des Florin de Dorslon gnt. Dorselen. Maße in den Traditiones Corbeienses Maß Lateinischer Begriff Relation zu anderen Maßen Relation zu Hektar (Westfalen /Sachsen) Mansus /Hufe mansus ~ 30–40 […]