Ein Ministeriale (Plural: die Ministerialen) ist ein im (ursprünglich antiken kaiserlichen) Dienst stehender Beamter. Im Frühmittelalter waren sie zunächst auf lokaler Ebene als unfreie Verwalter für Königsgüter, aber auch für den überregionalen Adel und für Klöster tätig. Im Hochmittelalter bildete sich aus dieser Schicht der Stand des Dienst- bzw. Ministerialadels heraus. (Quelle: heraldik-wiki.de) b.m. — bonum ministeriale — Gutsbeamter. b.f. — bona fide — auf Treu und Glauben.
Ernst-Wilhelm Dörscheln
Stammsitz der Familie Gut Dorslon /Duvelshof bei Marsberg (heute Wüstung „Wohlbedacht“) Wanderbewegung der Familie Dorslen Westfalen→ Märkisches Land→ Niederrhein→ Hertfordshire (England)→ Oregon (USA)→ Kentucky (USA)
Vorwort Die Geschichte einer Familie ist wie ein Baum, dessen Wurzeln tief in vergangene Zeiten reichen. Jede Generation trägt dazu bei, dass neue Zweige entstehen und die Erinnerung an die Vorfahren weiterlebt. Der vorliegende Stammbaum der Familie Derx führt uns zurück bis in das ausgehende 16. Jahrhundert. Mit Werner Derx, geboren um 1589 in Lohne bei Fritzlar, beginnt die überlieferte Linie dieser Familie. Von dort aus führt der Weg über mehrere Generationen durch den nordhessischen Raum – über Orte wie Elben, Naumburg und Altenstädt – bis schließlich im späten 19. Jahrhundert einige Familienmitglieder nach Lüdenscheid zogen. Die Zusammenstellung dieses Stammbaums ist […]
Vorwort über die verschiedenen Orte, wo der Name Dorsel entstand Wieso entstand Die folgenden vier Ortsnamen zeigen trotz unterschiedlicher historischer Schreibweisen eine auffällige Gemeinsamkeit: Im Verlauf ihrer sprachlichen Entwicklung erscheint am Ende jeweils eine Form, die zu „Dorsel“ oder einer nah verwandten Variante führt. Diese Übereinstimmung lässt sich durch typische Prozesse der historischen Laut- und Namensentwicklung erklären. Da es im Mittelalter keine feste Rechtschreibung gab, wurden Ortsnamen meist nach regionaler Aussprache niedergeschrieben. Dadurch entstanden im Laufe der Zeit verschiedene Schreibformen. Häufig wurden unbetonte Endungen verkürzt, Laute angepasst oder durch dialektale Einflüsse verändert. Die hier betrachteten Beispiele zeigen solche Entwicklungen besonders […]
1367 — 1426Propst Florin de Dorslon gnt. Dorselen Zwei übersetzte Auszüge geben Auskunft darüber, welcher Anlaß zur Beurkundung vorlag. Im Jahre 1381, Propst Florin von Dorselen und der gesamte Konvent des Klosters Marsberg (Benediktinerorden der Paderborner Diözese) stiften aus Verehrung des Erlösers Jesu Christi und zur Vermehrung des Gottesdienstes zwei Messen, und zwar eine im Hospitel zum Heiligen Geist und eine zweite am Johannisaltar in der St.Nikolaus-Kapelle in Marsberg. Der Propst und der Konvent kündigen ihre Siegel an. Im Jahre 1426 wird für das Seelenheil des verstorbenen Propstes Florin de Dorselen, der zu Lebzeiten eine Stiftung eingerichtet hatte, im Gebet […]
Vom Edelfreien Ministerialen in den Ritterstand NF aus früheren Aufzeichnungen der Lit. Angaben Erläuterungen Villiam = bm /bona ministerialia (*) siegelnde Knappen (–) vero et ministeriale ecclesie Milites Ritter Famuli Knappen Ministeriale- u. Ritterzeit 1129 — 1349 = 120 Jahre Knappenzeit 1235 — 1434 = 199 Jahre Zusammen 1129 — 1434 = 319 Jahre Marsberger Bürger = 9 Pers. Das Wappen unserer Vorfahren Abbildungen der Siegel Einige Angaben aus der Literatur über Dorslon Die Hof- und Landbesitzer in Dorslon siehe: Beiträge zur Familienforschung — NF — Band 1 — 3.Jahrgang 1999 — Heft Nr.9 — Teil 1 Andreas von Dorslon der edle […]
Ein früher Vertreter der Familie Dorslon im Dienst der päpstlichen Kurie Nachrichten aus der Vatikanischen Kurie und dem Stift Essen Überarbeitet aus dem Band 1 — 1. Jahrgang 2016 — Heft Nr.1 Einleitung Die Geschichte der Familie Dorslon ist bisher vor allem durch regionale Quellen aus dem Raum Obermarsberg überliefert.1 Wenige Mitglieder der Familie treten jedoch über die lokalen Zusammenhänge hinaus in überregionale Strukturen des Mittelalters hinein. Einer dieser frühen Vertreter ist Arnoldus de Dorslon, der zwischen 1311 und 1318 als Magister clericus et procurator an der päpstlichen Kurie in Avignon nachweisbar ist.2 Dieser Bericht widmet sich dem Leben und […]
Vorwort Diese Chronik erzählt die Geschichte unserer Familie Dörseln/Dörscheln über fast 1.100 Jahre, von 876 bis 1969. Sie zeigt, wie unsere Vorfahren über viele Generationen hinweg in verschiedenen Rollen aktiv waren – als Besitzträger, Ritter, Geistliche, Landschöffen oder Meister in der Industrie. Die Aufzeichnungen stammen aus historischen Quellen wie Kirchenakten, Urkunden und Besitznachweisen. Sie geben uns einen besonderen Einblick in das Leben unserer Familie und in die Regionen, in denen unsere Vorfahren lebten: Dörscheln, Rönsahl, Moers und Umgebung. Dieses Werk möchte vor allem die Kontinuität unserer Familie sichtbar machen und das Bewusstsein für die langen Wurzeln, die wir in der […]
Schulzeit, Naturwissenschaft, berufliche Laufbahn und Familienforschung(1944–1997, Einleitung 2025) Teil 1 – Schulzeit (1944–1952) Kriegserlebnisse in der Kindheit Seit dem 1. September 1939 befand sich Deutschland im Krieg. Die Kriegshandlungen erreichten auch unser Dorf. Nachts war am Horizont oft ein heller Schein zu erkennen, und Fliegeralarme wurden immer häufiger. Auf dem Heimweg von Peddensiepen nach Horringhausen bei Lüdenscheid wurden wir bei Tieffliegerangriffen gezwungen, uns in Sträucher am Waldrand zu werfen. Die Tiefflieger schossen auf alles, was sich bewegte, hatten aber offensichtlich die Kleinbahn (KAE) im Visier, da sie Soldaten oder Waffentransporte vermuteten. In der Schule begann jede Stunde mit dem Aufstehen, […]