09. Völkermord in der Omaheke

12.10.2013 Wolfgang Dörscheln 0

Die Flucht der geschlagenen Herero wird in die wasserlose Omaheke-Wüste, einem Ausläufer der Kalahari, gelenkt, was einem Todesurteil für die Besiegten gleichkam. Dies ist heute als erster deutscher Völkermord historisch anerkannt. Augenzeugenbericht von Hendrik Fraser (Bastard) aus Keetmanshoop: „Im März 1905 wurde ich nach Karibib gesandt und begleitete die Truppen […]

10. Deutsche Helden !?

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Der militärische Sieg über die Herero 1904 und Nama 1907/08 wurde mit einer Vielzahl von Ehrungen und Auszeichnungen für Soldaten und Siedler bedacht. Im November 1905 erhielten General von Trotha, Major Meister und Hauptmann Francke für ihre „Verdienste gegen die Herero“ die höchste kaiserliche Auszeichnung, den Ordnen „Pour le Mérite“. […]

11. Konzentrationslager und Zwangsarbeit

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Im Dezember 1905 ordnete Reichskanzler von Bülow die Einrichtung von Konzentrationslager für die Kriegsgefangenen und Überlebenden der Omaheke an. Mit der „hygienischen“ Betreuung der Gefangenen wurden die Missionare der Rheinischen Missionsgesellschaft betraut. Im Konzentrationslager von Swakopmund war dies Missionar Vedder, während Missionar Kuhlmann in Omaruru ein Sammellager leitete. Nach den […]

12. Mandats- und Apartheidszeit

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1914 drangen die Engländer von Südafrika nach Deutsch-Südwestafrika vor und eroberten die Kolonie. Sie protokollierten im „Blue Book“ die eidesstattlichen Aussagen der Herero und Nama über den Völkermord und andere inhumane Vorgehensweisen der Deutschen. Dies Buch war Grundlage für den Entzug der Kolonien durch den Völkerbund 1919, wurde von deutscher […]

13. Bewältigung einer traumatischen Vergangenheit

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In der „Otruppe“ und dem „Herero-Tag“ im August jeden Jahres fanden die Hereros wieder zur Reorganisation ihrer Gemeinschaft und geben der Bewältigung ihrer traumatischen Vergangenheit Ausdruck. Nach dem 2. Weltkrieg fand eine zunehmend kritische Auseinandersetzung mit Mission innerhalb der Kirchen statt. 1990 bekundete die Vereinige Evangelische Mission ihre Schuld, 2004 […]

Infos zur Ausstellung

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Eröffnungsprogramm Grußworte Lieselore Curländer, Landrätin Christian Manz, Bürgermeister der Stadt Spenge und Vorsitzender des Vereins der Förderer und Freunde des St. Martins-Stiftes Spenge Pfarrer Gerhard Etzien, Superintendent des Kirchenkreises Herford Die Autoren der Ausstellung Frigga Tiletschke Walter Moritz Wolfgang Dörscheln zum Motto: Gerechtigkeit, Versöhnung, Frieden Gäste Israel Kaunatjike, Herero „Nii […]

01. Ravensberger Erweckungsbewegung und Heidenmission

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Innere und Äußere Mission war das Ziel der Erweckungsbewegung im 19. Jahrhundert. Während die innere Mission eine Reihe von sozialen Einrichtungen schuf, richtete sich die Äußere Mission auf die „Errettung der armen Heiden“ in Amerika, Asien, Australien und Afrika. Die bekanntesten Erweckungsprediger waren Volkening in Jöllenbeck und Schmalenbach in Mennighüffen. […]

02. Die Kolonialdiskussion und die Rolle der Mission

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Friedrich Fabri, der Direktor der Rheinischen Missionsgesellschaft setzte 1879 mit seiner Broschüre „Bedarf Deutschland der Kolonien“ die breite gesellschaftliche Diskussion in Gang. Kolonialgegner waren vor allem die Sozialdemokraten und liberale Kräfte, die Kolonialisierung für anachronistisch hielten. Ein wichtiger Aspekt der Kolonialbefürworter waren die Missionare, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts […]

03. Menschen in Afrika – Zerstörung ihrer Lebensformen

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Mit ihren eurozentrierten-christlichen Weltbild trafen die Missionare auf eine völlig andere Lebens- und Erfahrungswelt, welche als „heidnisch“, „barbarisch“, „steinzeitlich“ und „unzivilisiert“ wahrgenommen wurde. Hier setzten die Missionare ihre „Kulturarbeit“ an, mit der Beseitigung nomadischer Lebensformen durch Sesshaftmachung in Missionsgemeinden, der Zerstörung traditioneller polygamer Lebensformen durch Einführung der monogamen christlichen Ehe, […]

04. Afrikanische Identität

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„Ich bin, weil wir sind“ – afrikanische Identität bedeutet Teilhabe an einer kollektiven Identität in Gemeinschaft in lebendiger Gemeinschaft mit den Ahnen. Land und Boden war Gemeinschaftseigentum der Stämme und damit unveräußerlich, da es nicht nur den Lebenden sondern auch den Ahnen gehörte. Jedoch kannten die Afrikanischen Völker die Vergabe […]