Herkunft – Namensentwicklung – Migration – Familiengeschichte in den Vereinigten Staaten Ein wissenschaftlicher Forschungsbericht von Ernst Wilhelm Dörscheln Vorwort Die Erforschung der Familie Voswinkel Dorselen führt in den preußisch-niederländischen Grenzraum des frühen 19. Jahrhunderts und weiter bis in die Vereinigten Staaten von Amerika. Erst durch die Zusammenführung niederländischer Personenstandsregister, amtlicher Urkunden, genealogischer Übersichten, Friedhofsregister und originaler Grabsteinaufnahmen lässt sich die Geschichte dieses Familienzweiges umfassend rekonstruieren. Die hier ausgewerteten Quellen dokumentieren die Herkunft der Familie, den Übergang vom Namen Voswinkel zum amtlich genehmigten Doppelnamen Voswinkel Dorselen, die Auswanderung nach Nordamerika sowie die Entwicklung der amerikanischen Linie bis in die zweite Hälfte […]
Der Landbote
Mit dem Tod von Karl August Dörscheln (27. Mai 1933 – 16. März 2018) endete ein bedeutendes Kapitel der Orts- und Familiengeschichte von Dörscheln bei Rönsahl. Er war der letzte Landwirt mit dem Familiennamen Dörscheln, der den traditionsreichen Stammhof seiner Vorfahren bewirtschaftete. Damit ging eine über Jahrhunderte bestehende Verbindung von Familienname, Hof und Heimat zu Ende. Der Hof selbst besitzt eine lange Geschichte. Bereits um 1550 wird er in historischen Grundbüchern unter den Schreibweisen „Dörseln“ beziehungsweise „Doerseln“ erwähnt. Auf den alten Grundmauern ließ Johann Friedrich Dörscheln (*7. August 1833), Wagenschmied und Landwirt, den heutigen Hof um 1879 neu errichten. Wenig […]
Das Infanterie-Regiment „Landgraf Friedrich I. von Hessen-Cassel“ (1. Kurhessisches) Nr. 81 war ein Infanterieverband der Preußischen Armee. Am 27. September 1866 wurde der Verband mit Wirkung zum 30. Oktober 1866 als „Infanterie-Regiment Nr. 81“ durch Abgaben aufgestellt: Dazu kamen 21 Offiziere und 520 Mannschaften ehemaliger kurhessischer Soldaten. Ab dem 27. November 1867 führte der Verband die Bezeichnung „1. Hessisches Infanterie-Regiment Nr. 81“. Nach den überlieferten Einsatzplänen des Infanterie-Regiments befand es sich im September 1915 noch in den Stellungskämpfen vor Roye und Andechy in der Picardie (Frankreich). Erst im Oktober wurde es aus der Front herausgezogen und auf die späteren Kämpfe bei Verdun vorbereitet. Am 16. […]
Die Geschichte der Familiennamen Dorssell, Dorßel und Dorsell ist nicht nur durch Urkunden über Besitz, Herkunft und Verwandtschaft überliefert, sondern auch durch Gerichtsakten. Drei Quellen aus dem 16. Jahrhundert dokumentieren unterschiedliche Straf- und Gerichtsverfahren, in denen Träger dieser Namen genannt werden. Sie gehören zu den wichtigsten zeitgenössischen Zeugnissen und vermitteln zugleich ein eindrucksvolles Bild der Rechtspflege, der gesellschaftlichen Ordnung und der Lebensverhältnisse im Münsterland während der frühen Neuzeit. Obwohl die Namen Dorssell, Dorßel und Dorsell in allen drei Quellen erscheinen, handelt es sich um völlig verschiedene Personen und voneinander unabhängige Ereignisse. Aus wissenschaftlicher Sicht dürfen diese Fälle deshalb weder miteinander […]
Geschichtlicher Überblick Die Stadt Altena entstand unterhalb der gleichnamigen, im 12. Jahrhundert gebauten Burg, die von einer Seitenlinie der Grafen von Berg errichtet wurde, die sich dann Grafen von Altena und später Grafen von der Mark nannten. Die Namensherkunft der Burg ist bis heute nicht geklärt. Eine Theorie besagt, dass die Benennung auf einen vorgermanischen Flussnamen zurückgeht, wonach der Name vom Fluss und der Landschaft „Altena“ in Brabant stamme. Allerdings könnte der Begriff Altena auch aus dem mittelniederdeutschen Ausdruck „all te na“ gebildet worden sein, weil die Grafen von Arnsberg die Lage der Burg als „all zu nah“ ansahen. Graf Engelbert III. von der […]
Die beiden vorliegenden Stammübersichten zur Familie Dörseln weisen einen bemerkenswerten genealogischen Befund auf. Sowohl im westfälischen Raum um Rönsahl als auch im sächsischen Schönborn erscheint der seltene Familienname Dörseln nahezu gleichzeitig in den schriftlichen Quellen des späten 16. Jahrhunderts. Für Schönborn in Sachsen ist bereits Bastian Dörseln im Jahre 1585 nachgewiesen. Es folgen Peter Dörseln (1618), Johannes Dörscheln, Richter zu Schönborn (1659), sowie weitere Angehörige der Familie bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Im westfälischen Kirchspiel Rönsahl beginnt die überlieferte Stammreihe mit Johannes zu Dörseln genannt Kleinjohann, geboren um 1590, der als Landschöffe ein angesehenes Amt bekleidete. Ihm folgen mehrere […]
Die Gründung des Klosters Die Anfänge Werdens liegen in der Zeit der Wende vom 8. zum 9. Jahrhundert und sind mit der Person des Heiligen und Missionars Liudger († 809) verbunden. Wie seine Vorgänger Winfried Bonifatius und Gregor von Utrecht wirkte der um 742 bei Utrecht geborene Liudger zunächst in Friesland, dann nach der Unterwerfung der Sachsen durch Karl den Großen in Westfalen von Münster aus. Das Kloster Werden (lateinisch Monasterium Werdena vel Abbatia (imperialis) Werdenensis u. ä.), auf alten Karten Werthina, war eine Abtei der Benediktiner in Werden an der Ruhr, heute Essen-Werden. Sie entstand Ende des 8. Jahrhunderts und geht auf den Missionar und Heiligen Liudger zurück, der zugleich Bischof von Münster war. Ab etwa 875 hatte Kloster Werden den Rang eines Königsklosters und ab dem Hochmittelalter den eines Reichsklosters. Um 1100 umfassten die Güter […]
Familiengeschichte und Verbindung mit der Familie Dörscheln Die Familie Klüppelberg gehört zu den alteingesessenen Bauernfamilien des Oberbergischen Landes. Ihr Name ist seit dem 16. Jahrhundert in den Kirchspielen Klüppelberg und Klaswipper sowie in Grimeringhausen urkundlich nachweisbar. Der Familienname ist ein alter deutscher Herkunftsname und leitet sich vom historischen Ort und Kirchspiel Klüppelberg bei Ohle und Rönsahl ab. Solche Herkunftsnamen entstanden im Mittelalter, indem Menschen nach ihrem Herkunftsort benannt wurden; aus dieser Bezeichnung entwickelte sich später der Familienname. Bereits seit dem 13. Jahrhundert erscheint der Name von Klüppelberg (auch von Cluppelberg, Cluppelberch oder Klüppelberg) in zahlreichen Urkunden des Herzogtums Berg. Die […]
Ein neuer Quellenbeleg zur Geschichte der Familie Dörseln/Dörscheln Einleitung Die Erforschung der frühen Geschichte der Familie Dörseln bzw. Dörscheln wird durch einen bemerkenswerten Quellenfund wesentlich bereichert. Eine im Herzoglich-Westfälischen Landesarchiv überlieferte Lehnsurkunde vom 21. Februar 1480 nennt erstmals einen Deipmar van Dorslen als Lehnsmann des Erzstifts Köln. Damit liegt ein bedeutender Originalbeleg vor, der die Geschichte des Namens Dorslen im märkisch-sauerländischen Raum um eine wichtige Station erweitert. Bereits im 13. und 14. Jahrhundert begegnen Angehörige der Familie unter den Schreibweisen de Dorslon, de Dorselen, van Dorslen oder Dorsle in zahlreichen Urkunden des Herzogtums Westfalen und des Hochstifts Paderborn. Genannt werden […]
Ein Beitrag zur Wirtschafts‑, Technik- und Industriegeschichte des märkischen Sauerlandes Einleitung Die Geschichte des märkischen Sauerlandes ist eng mit der Entwicklung seiner frühen Gewerbe- und Industriebetriebe verbunden. Während Eisenverarbeitung, Drahtzieherei und Hammerwerke seit langem Gegenstand der regionalgeschichtlichen Forschung sind, ist die Geschichte der Pulverherstellung heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Dabei entwickelte sich bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts im Raum Dörscheln und Rönsahl eines der bedeutendsten Zentren der Schwarzpulverherstellung im märkischen Sauerland. Die natürlichen Voraussetzungen waren hierfür besonders günstig. Wasserreiche Bäche lieferten die Antriebskraft für die Pulvermühlen, die ausgedehnten Wälder das Holz zur Herstellung hochwertiger Holzkohle. Salpeter und Schwefel wurden […]