Ein neuer Quellenbeleg zur Geschichte der Familie Dörseln/Dörscheln Einleitung Die Erforschung der frühen Geschichte der Familie Dörseln bzw. Dörscheln wird durch einen bemerkenswerten Quellenfund wesentlich bereichert. Eine im Herzoglich-Westfälischen Landesarchiv überlieferte Lehnsurkunde vom 21. Februar 1480 nennt erstmals einen Deipmar van Dorslen als Lehnsmann des Erzstifts Köln. Damit liegt ein bedeutender Originalbeleg vor, der die Geschichte des Namens Dorslen im märkisch-sauerländischen Raum um eine wichtige Station erweitert. Bereits im 13. und 14. Jahrhundert begegnen Angehörige der Familie unter den Schreibweisen de Dorslon, de Dorselen, van Dorslen oder Dorsle in zahlreichen Urkunden des Herzogtums Westfalen und des Hochstifts Paderborn. Genannt werden […]
Dorsloner Nachrichten
Die zusammengestellten Angaben lassen sich bereits recht gut zu einer genealogisch-historischen Übersicht der Familie de Dorsle (14.–15. Jahrhundert) ordnen. Dabei treten zwei Linien deutlich hervor: Vereinfachte Stammübersicht Spätere Verwandtschaft (wahrscheinlich nächste Generation) Genealogische Bedeutung Mitglieder der Familie Dorsle in den USA
Gesamtergebnis Die bisher bekannten Urkunden, die Arbeiten von Häberlin, Kindlinger, Schrader und Seibertz sowie die Grabungen von Sonja Herzig ergeben zusammen ein bemerkenswert geschlossenes Bild:
Anmerkung Um 1360 und 1373 finden sich in der Linie einiger Knappen Hinweise, wo sich der Name in de Dorslen und de Dorsele schon schrittweise umgewandelt hat. Im Falle der Alheid gnt. de Dorslen wird aber der Familienname de Dorslon trotz alledem noch beibehalten. Hier wird auch Florin de Dorslon aus einer Knappenfamilie stammend als Priester, späterer Propst und Lehnsherr zu Marsberg (Montis Martis), genannt. Folgende Beurkundungen geben Auskunft über den Werdegang des Florin de Dorslon gnt. Dorselen. Maße in den Traditiones Corbeienses Maß Lateinischer Begriff Relation zu anderen Maßen Relation zu Hektar (Westfalen /Sachsen) Mansus /Hufe mansus ~ 30–40 […]
mit erweiterten Quellen– und Dokumentenangaben Die Wüstung Dorslon liegt am Rande eines Waldstücks auf dem Sintfeld, auf dem heutigen Gebiet des zu Bad Wünnenberg gehörenden Gutes Wohlbedacht, etwa auf halber Strecke südöstlich von Fürstenberg in Richtung Essentho. Eine kleine Quelle liefert bis heute Wasser, das die Menschen schon früher für sich nutzten. Geschichte Der mittelalterliche Ort wurde im 9. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Aus Funden von Scherben wurde geschlossen, dass bereits im 8. Jahrhundert Menschen in Dorslon lebten. Dorslon war ein Kirchort, wobei Kirche und Friedhof ca. 2 Kilometer nördlich des Ortes lagen. Im Ort hatten das Kloster Corvey, das Kloster Holthausen sowie […]
Ein Ministeriale (Plural: die Ministerialen) ist ein im (ursprünglich antiken kaiserlichen) Dienst stehender Beamter. Im Frühmittelalter waren sie zunächst auf lokaler Ebene als unfreie Verwalter für Königsgüter, aber auch für den überregionalen Adel und für Klöster tätig. Im Hochmittelalter bildete sich aus dieser Schicht der Stand des Dienst- bzw. Ministerialadels heraus. (Quelle: heraldik-wiki.de) b.m. — bonum ministeriale — Gutsbeamter. b.f. — bona fide — auf Treu und Glauben.
Stammsitz der Familie Gut Dorslon /Duvelshof bei Marsberg (heute Wüstung „Wohlbedacht“) Wanderbewegung der Familie Dorslen Westfalen→ Märkisches Land→ Niederrhein→ Hertfordshire (England)→ Oregon (USA)→ Kentucky (USA)
1367 — 1426Propst Florin de Dorslon gnt. Dorselen Zwei übersetzte Auszüge geben Auskunft darüber, welcher Anlaß zur Beurkundung vorlag. Im Jahre 1381, Propst Florin von Dorselen und der gesamte Konvent des Klosters Marsberg (Benediktinerorden der Paderborner Diözese) stiften aus Verehrung des Erlösers Jesu Christi und zur Vermehrung des Gottesdienstes zwei Messen, und zwar eine im Hospitel zum Heiligen Geist und eine zweite am Johannisaltar in der St.Nikolaus-Kapelle in Marsberg. Der Propst und der Konvent kündigen ihre Siegel an. Im Jahre 1426 wird für das Seelenheil des verstorbenen Propstes Florin de Dorselen, der zu Lebzeiten eine Stiftung eingerichtet hatte, im Gebet […]
Vom Edelfreien Ministerialen in den Ritterstand NF aus früheren Aufzeichnungen der Lit. Angaben Erläuterungen Villiam = bm /bona ministerialia (*) siegelnde Knappen (–) vero et ministeriale ecclesie Milites Ritter Famuli Knappen Ministeriale- u. Ritterzeit 1129 — 1349 = 120 Jahre Knappenzeit 1235 — 1434 = 199 Jahre Zusammen 1129 — 1434 = 319 Jahre Marsberger Bürger = 9 Pers. Das Wappen unserer Vorfahren Abbildungen der Siegel Einige Angaben aus der Literatur über Dorslon Die Hof- und Landbesitzer in Dorslon siehe: Beiträge zur Familienforschung — NF — Band 1 — 3.Jahrgang 1999 — Heft Nr.9 — Teil 1 Andreas von Dorslon der edle […]
Ein früher Vertreter der Familie Dorslon im Dienst der päpstlichen Kurie Nachrichten aus der Vatikanischen Kurie und dem Stift Essen Überarbeitet aus dem Band 1 — 1. Jahrgang 2016 — Heft Nr.1 Einleitung Die Geschichte der Familie Dorslon ist bisher vor allem durch regionale Quellen aus dem Raum Obermarsberg überliefert.1 Wenige Mitglieder der Familie treten jedoch über die lokalen Zusammenhänge hinaus in überregionale Strukturen des Mittelalters hinein. Einer dieser frühen Vertreter ist Arnoldus de Dorslon, der zwischen 1311 und 1318 als Magister clericus et procurator an der päpstlichen Kurie in Avignon nachweisbar ist.2 Dieser Bericht widmet sich dem Leben und […]