Beiträge zur Familienforschung — Band 1 — 6.Jahrgang 1996 — Heft Nr.4 — Auszug Von E. W. Dörscheln — Univ. Ob. Präparator i. R. Siehe Spuren, Beiträge zur Familienforschung 1996 H.15 In der Literatur erscheint das frühe 14. Jahrhundert als eine Zeit der sinkenden Moral und Ordnung. Raubritterbanden suchten ländliche Siedlungen und sogar kleine Städte heim. Selbst reisende Kaufleute mußten unter bewaffneter Begleitung reisen. In einer Urkunde von 1322 versprechen Ritter des Geschlechtes derer von Padberg, keinen Straßenraub mehr zu begehen. Die Stadt Marsberg hoffte auf Grund dieser Unterschrift, Ruhe innerhalb der Stadtmauern und im Umfeld z. B. Dorslon zu erhalten. […]
Archiv des Monats: Oktober 2013
Heimatblätter aus Westfalen — Band 1 — 4.Jahrgang 2003 — Heft Nr.14 — Teil 4 Von E. W. Dörscheln — Münster i/W. Einleitung Die Überlieferungen über die Dorssels aus Warendorf werden ab 1649 immer spärlicher. Kriegseinwirkungen, Krankheit und Tod haben ihre Spuren hinterlassen. Die Ratsprotokolle sind ab diesem Zeitpunkt nicht mehr vollständig erhalten und so wissen wir durch die Jahre nur andeutungsweise, was mit den Überlebenden der Dorsseler Sippe geschehen ist. Sicherlich sind einige Mitglieder der Sippe in die nähere Umgebung gezogen oder aber zum Stammhof Ostdorsel (ehem. Ostdodeslo) oder dem gegenüber liegenden Westdorsel (ehem. Westdodeslo) zurückgekehrt. Das Engagement der […]
Heimatblätter aus Westfalen — Band 1 — 4.Jahrgang 2003 — Heft Nr.14 — Teil 3 Von E. W. Dörscheln — Münster i/W. Einleitung Der Gasthof “Zum Schwanen” wurde im frühen 16. Jahrhundert als Saalhaus errichtet und bis Anfang des 17. Jahrhunderts auch als Gasthof genutzt. 1534 war er das Absteigequartier des Fürstbischofs Franz von Waldeck, der sich nach der Niederwerfung der Wiedertäuferbewegung in Warendorf aufhielt. Im 17. Jahrhundert wurde das Gebäude als Tuchhandlung genutzt, wobei es 1661 zum Umbau zu einem Flurhaus kam. Dabei wurde ein Zwischengeschoss eingebaut und am Giebel die Fugenmalerei angebracht. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts bis […]
Heimatblätter aus Westfalen — Band 1 — 4.Jahrgang 2003 — Heft Nr.14 — Teil 2 Von E. W. Dörscheln — Münster i/W. Einleitung Es ist die Geschichte des Johann Dorssel der, genau wie sein Bruder Heinrich (Henricus) Dorsel, Pastor in Einen, vom elterlichen Gutshof Ostdorsel (ehem. Ostdodeslo) fortging, um etwas Eigenständiges aufzubauen. In Warendorfer Urkunden (WQA 16) des Stadtarchivs wird Johann Dorsel sen. 1557 als Besitzer eines Hauses dortselbst erwähnt. Außerdem tritt er im Jahre 1560 als Zeuge in Erscheinung. Im Jahr 1572 lesen wir in den Akten des Gerichtsarchives Münster von Hinrich Dorsel — Pastor zu Einen -, der […]
Heimatblätter aus Westfalen — Band 1 — 4.Jahrgang 2003 — Heft Nr.14 — Teil 1 Von E. W. Dörscheln — Münster i/W. Einleitung Es ist die Geschichte des Johann Dorssel der, genau wie sein Bruder Heinrich (Henricus) Dorsel, Pastor in Einen, vom elterlichen Gutshof Ostdorsel (ehem. Ostdodeslo) fortging, um etwas Eigenständiges aufzubauen. In Warendorfer Urkunden (WQA 16) des Stadtarchivs wird Johann Dorsel sen. 1557 als Besitzer eines Hauses dortselbst erwähnt. Außerdem tritt er im Jahre 1560 als Zeuge in Erscheinung. Im Jahr 1572 lesen wir in den Akten des Gerichtsarchives Münster von Hinrich Dorsel — Pastor zu Einen -, der […]
Heimatblätter aus Westfalen — Band 1 — 4.Jahrgang 2003 — Heft Nr.13 Von E. W. Dörscheln — Münster i/W. Als unsere Enkeltochter im April 2003 ihre Osterferien in Dorsel/Eifel mit ihren Grosseltern Ernst und Regina Dörscheln verbrachte, hat sie, um vom Domizil auf eine Wiese zum Fussballspielen zu kommen, ganz zufällig einen brachliegenden Acker überquert. Dabei fand sie ihre ersten Eifeler Fossilien, d.h. Korallen und Brachiopoden aus einem ehemaligen Riff der Devonzeit vor ca. 350 Mill. Jahren. Nebenbei auch noch Scherben gotischer Keramik, 12. bis 14. Jh., sowie neuzeitliche Porzellanscherben. Ausserdem fand sie buntes Verhüttungsglas und Schlackenreste als Rückstände der […]
Heimatblätter aus Westfalen — Band 1 — 3.Jahrgang 2002 — Heft Nr.11 Von E. W. Dörscheln — Münster i/W. Die Harfentanne Der Wind bewegt den Tannenwald und in hohen und tiefen Tönen; ist es wie in einem Orchestersaal, mit Geigen, Harfen und mit Flöten. Eine große Tanne liegt ganz am Boden, eine Windboe warf sie heftig um. Einst wuchs sie noch nach oben, nun wachsen die Äste anders herum. Harfentanne wird sie nun genannt, des Windes leise Töne sind von ihr. Gar mancher Wanderer vor ihr stand, da sie nun des Waldes Lichtung ziert. So wird die Harfentanne oft beschrieben, […]
Beiträge zur Familienforschung — Band 1 — 6.Jahrgang 1996 — Heft Nr.3 — Auszug Von E. W. Dörscheln — Univ. Ob. Präparator i. R. Siehe Spuren, Beiträge zur Familienforschung 1996 H.14 In verschiedenen Urkunden wird festgehalten, wie auch zur damaligen Zeit Menschen mit den jeweiligen Gesetzen in Konflikt gerieten. Hierbei soll die Art und Höhe des Strafmaßes aufgezeigt werden, welches zur damaligen Zeit üblich war. Etwa um 1550/51 hat ein Peter von Dorsel zu Dorsel im Ahrtal/Eifel Bäume gefällt und zu Kohlen gebrannt, ohne die Erlaubnis seines Herrn eingeholt zu haben. Als Strafe wurden ihm 3 Gulden und 16 1/2 Albus zu […]
Heimatblätter aus Westfalen — Band 1 — 3.Jahrgang 2002 — Heft Nr.9 Von E. W. Dörscheln — Münster i/W. Als Friedrich Dörscheln (*26.01.1833, +02.03.1882) und Amalie geb. Müller (*22.11.1846, +15.06.1873) am 13.01.1869 geheiratet haben, waren seine Eltern Friedr. Wilh. Dörscheln (*03.11.1797, +26.10.1855), Kunstschreiner zu Bollwerk, (er fertigte u.a. Wendeltreppen an) und Maria Gertrud Klüppelberg (*14.04.1800, +16.10.1864) schon einige Zeit tot. Von dem wenigen Geld, welches Friedrich und Amalie geerbt hatten und er als Fabrikarbeiter bei der Fa. Graumann & Pröpstink zu Lüdenscheid verdiente, konnten sie sich nur das Nötigste kaufen. Einen besonderen Wunsch aber haben sich die Beiden doch erfüllt, denn […]
Heimatblätter aus Westfalen — Band 1 — 2.Jahrgang 2001 — Heft Nr.7 Von E. W. Dörscheln — Münster i/W. Der Humpelmann Das Abendessen, es gab Schwarzbrot mit Rübenkraut und dazu Ziegenmilch, war vorbei und wir Kinder gingen nach draußen und spielten verstecken um das Haus und Schuppen sowie im Garten der Großeltern. Es wurde langsam dunkel und wir hatten vergessen, daß noch eine Stunde Heimweg vor uns lag. Bald hieß es Abschied nehmen, um noch im Dämmerlicht ein Stück des Weges vielleicht bis zur Sperre zu gehen. Es dunkelte schnell und der Mond war am Horizont aufgegangen als wir die […]