663
Eine alte Überlieferung berichtet, dass der Erzbischof Kunibert (663) den Lupus-Brüdern in Köln Einkünfte in Bladisheim, Geilinrode, Thorneslare sowie in Blatzheim, Geilrath und Dorsfeld geschenkt habe.
Durch den als Zeuge erwähnten erzb. Ministerialen Thitmarus de Thornslar (24. April 1117) beginnt die Ahnenreihe einer Sippe, deren Name man von der Dorfgründung Thorneslare, dem späteren Dorsfeld, wahrscheinlich um 600, bis heute verfolgen kann.
Lac.Archiv II,59 u s.60 f
Düsseldorfer JB Bd. 26 s. 138 u. 139
REK II,135
826 — 876
Kloster Corvey (Gründung 830)
Landschenkung (ob) (tr) Verkauf und Zeuge (tt) an Kloster Corvey (Gründung 830)
Hado mit Sohn Hado in Stalo (Stahle Krs. Holzminden) und mit dessen Söhnen Berndag, Hado u. Wendildac:
2/3 mansos zum Wert von 40 Sol.
Berndag in Thurisloun:
2 iurnales (Tagwerk)
Wulfhard, Ody in Tuischinun et in Thurisloun*:
2 mansi (Hufe)
Wytsuit, Merio et Waldonis in Thurisloun*:
30 iurnales (Tagwerk)
*das spätere Thurslen, Durslon, Dorslon, Dorselo und zuletzt Dorsel
Das Kloster hatte somit verschiedene Besitzeinheiten
Traditiones Corbeiensis § 281, 284, 420
Spuren Bd. 2 H. 2
P. Wigand
Traditionen Corbeiensis (Trad. Corb.) 1843 §§ 281,284,420
siehe Honselmann Teil 1
1982
Nr. 65,69,221
Trad Corb 69 cap.de patibus saxoniae: 2 Hufen für Kirchenbau
siehe Schütte Teil 2
1992
Nr. 065,069,221
1106 — 1128
Nieder-Marsberg
Besitz der Kurie
Stift Corvey, Abt Erckenberti
Zwei Herrenhöfe vom Stift Corvey, in Dorslon (s/ö Fürstenberg, Kr. Büren)
Die Villikation Nieder-Marsberg verfügt über Zubehör in Dorslon
Duo dominicalia unum in Thurslen
Kindlingers II Nr. XIX, 127 — Spuren Bd. 2 H. 2 S. 30–31
1117
Thitmarus de Thornslar
erzb. ministeriales
Beiträge z. Fam Forsch. 1999 H.1 Teil 1, REK II,135
1133
Thitmarus de Dorslar
erzb. ministeriales
Beiträge z. Fam Forsch. 1999 H.1 Teil 1, REK II, 298
1140
Willehalm de Durslatingen
salzburger ministeriale u. klösterl. delegator
Monumenta Boica Secundum (Bd 2) S. 313
1144
Durslo und Castrum Aldenviles
Dem Northeimer Grafen Siegfried IV von Hoinburch (Homburg bei Stadtoldendorf), dienten frei, d.h. als liberi homines, der Heinricus de Durslo ministerialis, sowie Wendelhardus de Durslo ministerialis und Ricnant de Durslo ministerialis und auch dessen Söhne, die dasselbe Lehen innehatten (cujus filie beneficum tenent ejusdem).
Siehe Kindlinger III s.35 Urk. Nr 13 um 1144
1210
Das Dorsloner Domizil (die Ostburg) war zerstört, oder mehr oder weniger bewohnbar geworden. Hauptbestandteile der Ostburg bildeten zwei möglicherweise auch zu Wohnzwecken genutzte Türme. Es ist anzunehmen, dass die Burgmannen sich danach auf noch befestigten Burgen zurückgezogen haben und die Dorsloner Angehörigen sich eventuell in die Klöster — z.B. Corvey — begeben haben, um abzuwarten.
Ob die Westburg auch zerstört wurde, ist nicht bekannt, sie könnte auch als Rückzugs-Domizil benutzt worden sein.
Die Ritter Andreas u. Conrados de Durslon haben sich laut Urkunden ab 1210 bis 1228 in der Villa Horhusen aufgehalten, bis sie und alle Bürger von Niedermarsberg sich entschlossen hatten, 1229 einen Neuanfang auf Obermarsberg zu beginnen und als erstes eine dauerhafte Befestigung zu bauen. Obermarsberg ist erst im Dreißigjährigen Krieg 1618–1648 zerstört worden.
1133 und 1154
Dorsel /Eifel
Der edle Herr Heinricus de Dorsule u. Dorsulen liberi homines — Frei- und Lehnsherr daher Edelfreier oder Edeling als Vasall im Gefolge des Walram II. von Limburg — Herzog von Lothringen, danach auf der Burg Are (Ahrtal) verbunden mit seiner Villa Dorsul und seinem unweit gelegenen Burghaus am Herresbach — genannt Uckenbroich.
Reste der Dorseler Wehr- und Pfarrkirche gehen auf das Jahr 1200 zurück. Patron der Pfarrkirche ist der hl. Sebastian.
UB Niederrhein Burtscheid 1133
UB Niederrhein 1154 Kurköln Nr 4
Lacomblet UB 4, 774
H. Frick S. 22/23 Übersetzung
P. Neu Die Aremberger Bd 1 s. 356
A. Goerz M Rh Regesten Teil 1–3 u.a. (Dorsul,Dorsule,Dorsulen)
St Archiv Köln H.72 G. Stehkämper
1210 — 1235
Der Zeitzeuge Ritter Andreas de Durslo
ministerialis ecclesiae
WUB u. Seb. Urk. etc.
1221
Magister Arnoldus de Dorslon
Urk. Kl. Dalheim Urk.10 v 1221
1229
Dorsloner Kirche und Pfarrort
1229
Pleban in Dorslen (Pfarrort)
WZ 23 s.283
1229
Plebanus Tetmarus de Durslon
Bruder des Andreas und Conradus
in Commentarii Ministerialibus von 1732 s. 632 pag 9 Paderbornensis in diplomaro und Hinweis über die Rudera in Dorslon WZ 43,2 S. 53 … K. Mertens Ob Lds Geologe 1882
1235
Andreas de Dorslon
und die Brüder Magister Arnold und Hartmann aus Dorslon
WZ 46 Nr.20
1235
Magister Arnoldus de Dorslon
Bürger zu Marsberg
1253
Henrico
Elegat Plebano in Dorslon
WUB 4,541
1260
Sacerdos Hermannus de Dorslon
UB Liv. Kur u. Estl.
1293
Ritter C. Torsul und Sifridus de Torsul
Ritter C. Torsul lebte in Kloster Schönvelt b. Augsburg und mit Sifridus de Torsul war das Geschlecht derer von Torsul im Murthale in der Gegend von Leoben ansässig.
Archiv für österreichische Geschichte Bände 70–71
Akademie der Wissenschaften in Wien. Historische Commission
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften., 1887
Beiträge z. Fam Forsch. 1999 H.1 Teil 1, Kl. Oberschönenfeld Urk u. Reg. Bd.3 Nr.64
1308
Plebanus Johanne de Dorslon
als Zeuge
u.a. Übergabe d. Patronatsrechtes an Kloster Holthausen.
War u.a. mit folgenden Pers. bekannt:
- Ritter von Ameluxen
- Hermann von Brakel
- Edelherr Simon von der Lippe
WUB 9 ‚634/35
Mem. Cop. A19/20
Lipp. Reg. 2,1/ s.58
Asseburger UB Teil 1 s 48 nr.646
1308
Das Nonnenkloster Holthausen
besitzt das Patronatsrecht der Kirche Dorslon.
Mem Cop A20
1312 — 1317
Arnoldus de Dorslon
Magister zu Köln und Päpstl. Procurator in Avignon u Vienne
Die älteste vorhandene Unterschrift vom Dorsloner Adelsgeschlecht
Urk u Reg Vat Archiv Sauerländer H. V. Bd.1–5
REK IV nr 694 u. 695
WUB 4 nr. 95
WUB 8 Urk. nr.777 u. 1133
Msc.Ii 104 p9 171a
Kindlinger 1806 H.1 s.176 u. 177
Übersetzungen der Urkunden aus dem Vat. Arch. Nr. 405, 441, 449, 458, 466, 1063, 1065
1313
Fred de Dorslen
bonum ministeriale
ist mit einem Arnsberger Ministerialen-Hof in Dorslon und Hustede belehnt worden.
Seib. UB II s 125 nr 121
1316
Hermannus Sacerdotess de Dorslo
Liv.Esth.u Curl. UB
Livl. Jb. 1.Teil
1321
Ordensfrau Ludgardis von Dorslor
im Zisterzienserinnen-Kloster Walberberg.
REK IV,1269
4. April 1332
Florin von Dorslon
Mönch in Marsberg
war mit folgenden Pers. bekannt:
- Cotscalcus, Kämmerer der Corveyer Kirche
- Die Mönche Hermannus de Stenheym, Johannes de Essentho
- Die Brüder Conradus et Rudolfus gen. de Clingen, Knappen
INA 14 Abt. Paderborn s.75 nr. 87
von Ulrike Stöwer
(Archiv des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens)
1334
Schenko
Pfarrer in Dorslon
UB Marsberg Nr. 142
1338
Bern. Dorsleve
b. m. (bonum ministeriale)
totam willam et dezimam in Hustede (Bernhard Dorsleve erhält das ganze Dorf und den Zehnten in Hustede)
Güterverz. d. Gf. von Arnsberg — Seib. UB III s 665 nr 369
1349
Arnold Gobelini de Dorslair
clericus
Urk u Reg Vat Archiv Sauerländer H. V. Bd.1–5 siehe 3, 316 Nr. 805/6
1350
Arnoldi Gobelini de Doyrsloir
Clerico
Urk u Reg Vat Archiv Sauerländer H. V. Bd.1–5
24. Dezember 1353
Dorslon
Edelherr Walram von Buren (Knappe), verspricht Siegfried und Konrad, Söhne des verstorbenen Gottschalk von Buren, mit einem Hof (curiam) in Dorslon mit allem Zubehör, insbesondere einer Scheune, die einst Witwe von Reyn auf dem Friedhof in Dorslon errichtete, zu belehnen.
Mem. Cop. Nr.32 (Bruns A66)
24. Dezember 1353
Dorslon
Edelherr Walram von Buren (Knappe), verspricht Siegfried und Konrad, Söhne des verstorbenen Gottschalk von Buren, mit einem Hof (curiam) in Dorslon mit allem Zubehör, insbesondere einer Scheune, die einst Witwe von Reyn auf dem Friedhof in Dorslon errichtete, zu belehnen.
Mem. Cop. Nr.32 (Bruns A66)
1358
Gherde van Dorsle
Domherr (Canon.) zu Hildesheim
UB Hochstift Hildesheim
1360
Alheid de Dorslon gnt. de Dorslen
Schwester der siegelnden Knappen Conradus Dorslon gnt. de Duvele (Besitzer vom Duvelshof) und ihr Bruder mit seinem Sohn Bertold, Florin de Dorslon, der Priester und spätere Probst zu Marsberg.
Mem Cop
1360 — 1382
Florin de Dorslon und Dorselen
Plebanus u. späterer Propst und Lehnsherr zu Marsberg
Fischer J W 1889 Die Eresburg s.250/51
Mem Cop A 82
1360
Cord van Dorsle
Domherr zu Hildensem
Inv. D. Archivs d. Stdt. Höxter
1362
Bertold van Dorsle
Domherr (Canon.) zu Hildesheim
Sohn des verst. Lambrecht van Dorsle
Inv. D. Archivs d.Stdt. Höxter
Warburger Stammtafel 211 u. s.130
Beiträge z. Westf. Fam Forsch. Bd.43/44 von W. Frese, Archiv Amt Münster
1362
Conrado van Dorsle
Domherr (Canon.) zu Hildesheim
UB Hochstift Hildesheim
1367
Dorslen
Pfarrort
et honestus dominus florenus de dorslon (presbiter)
WZ 23 s.283
1517
Äbtissin Dorothea Ryuen und der Konvent des Klosters Holthausen bei Büren
verkaufen Jost Westphael, Drost zu Büren, ihr sämtliches Gut und das Kirchenlehen zu Dorsell.
Mem. Cop. Nr. 137 (Bruns A 325)
1572
Hinrich Dorsell
Pastor zu Einen
und dessen Bruder Ratsherr Johann Dorsell in Warendorf.
A. Schröer s. 247/48 u. 366/67
1592
Henricus Dursell
gen. Heinrich Dorsel
Pastor zu Einen
A. Schröer s. 21–23
1593
Anna Dorsel in Münster
Tochter von Pastor Henricus Dorsel
A. Schröer s.21–23
1640
Bathasaro Rasseler zu Dorschell
Pastor in Dorsel
900 Jahre Aremberg /Eifel P.Weber 1988 s.32
1925
Seminarpriester Dorsel in Salzkotten
WZ 83 s.129
1996 — 2025
Pastorin Ingrid Cramer-Dörschel
Pfarrerin Ingrid Cramer-Dörschel wechselte im Jahr 1996 in die Gütersloher Matthäusgemeinde. Die Pfarrerin wechselte 2006 auf eine Pfarrstelle in Kanada.
Gottesdienste, Seelsorge und Begleitung, Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen, christliche Unterweisung und Unterricht, zweisprachig.
Neue Westfälische, Gütersloh, 16.09.2016 (1996–2006)
Evangelische Kirche Edmonton
Alberta, Canada (2012)
Evangelisch-Lutherische St. Markusgemeinde
Vancouver, Canada (2021–2025)
Ein Ministeriale (Plural: die Ministerialen) ist ein im (ursprünglich antiken kaiserlichen) Dienst stehender Beamter. Im Frühmittelalter waren sie zunächst auf lokaler Ebene als unfreie Verwalter für Königsgüter, aber auch für den überregionalen Adel und für Klöster tätig. Im Hochmittelalter bildete sich aus dieser Schicht der Stand des Dienst- bzw. Ministerialadels heraus. (Quelle: heraldik-wiki.de)
b.m. — bonum ministeriale — Gutsbeamter.
b.f. — bona fide — auf Treu und Glauben.
Univ. Ob. Präparator i. R.
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Redaktion: Regina Dörscheln
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