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2003/โ€‹14A โ€” Out de Kumยญmaude โ€” Die Dorsยญselยญer โ€” Teil 1

Heimatยญblรคtยญter aus Westยญfalen โ€” Band 1 โ€” 4.Jahrgang 2003 โ€” Heft Nr.14 โ€” Teil 1


Von E. W. Dรถrscheln โ€” Mรผnยญster i/โ€‹W.

Einยญleitung

Es ist die Geschichte des Johann Dorsยญsel der, genau wie sein Brudยญer Heinยญrich (Henยญriยญcus) Dorsel, Pasยญtor in Einen, vom elterยญlichen Gutยญshof Ostยญdorsel (ehem. Ostยญdoยญdesยญlo) fortยญging, um etwas Eigenยญstรคndiยญges aufzubauen. In Warenยญdorยญfer Urkunยญden (WQA 16) des Stadtarchivs wird Johann Dorsel sen. 1557 als Besitzer eines Hausยญes dortยญselbยญst erwรคhยญnt. AuรŸerยญdem tritt er im Jahre 1560 als Zeuge in Erscheiยญnยญung. Im Jahr 1572 lesen wir in den Akten des Gerichtยญsarchives Mรผnยญster von Hinยญrich Dorsel โ€” Pasยญtor zu Einen -, der zu diesem Zeitยญpunkt in seinem vierzigยญsten Lebenยญsยญjahr und im dritยญten Jahr seinยญer pfarยญramtlichen Tรคtigkeit stand und von seinem Brudยญer Johann Dorsยญsel sen.

Dessen Sohn Joh. Dorsยญsel jun. wird um 1590 in einยญer Wahl in den Kreis der Alterยญsleute der Stadt Warenยญdorf aufgenomยญmen. Ab 1592 โ€” 1599 wird er zum Churgenossen gewรคhlt, und zwar als siegelยญndes Ratsmitยญglied. Dieser Tatbeยญstand ist in den Ratยญsproยญtokollen von 1598โ€“99 und entsprechenยญden Urkunยญden zu findยญen. Im Wesentlichen betรคtigt sich Johann Dorsell (die Schreibยญweise des Namens war zu dieser Zeit sehr variยญabel) als Tesยญtaยญmentsvollยญstreckยญer, welchยญes aus den entsprechenยญden Urkunยญden mit Oblatenยญsiegel ersichtlich ist.

Im Jahre 1614 erweitยญert sein Sohn Godยญdert Dorsยญsel sen. die Ratยญsherยญren โ€” Reiยญhe in Warenยญdorf. Sie sind Nachยญfahren von Johe de Dodesยญlo aus Ostยญdoยญdesยญlo und somit erste genanยญnte Ratยญsherยญren in Warenยญdorf. Es ist weitยญer die Geschichte eines Famยญiยญlien-Zweiges aus der Sippe Dorsel aus Ostยญdorsel ehem. Ostยญdoยญdesยญlo, die sich wie viele andere Famยญiยญlien aus den lรคndlichen Bereยญichen in einยญer wachยญsenden Stadt wie Warenยญdorf etabliert haben.

Abb.: Das Wapยญpen der Ratยญsherยญren Johe de Dodesยญlo und Joh. Dorsel von Ostยญdorsel ehm. Dodesยญlo

Teil I

Am 9. April 1584 erscheinen erste Hinยญweise รผber Johann Dorsยญsel jun. in den Warenยญdorยญfer Ratยญsproยญtokollen. Hier geht es um einen nachยญbarยญlichen Streยญit. Sein Nachยญbar Heinยญrich Kreยญmer unterยญsagt ihm, nicht weitยญer in Richยญtung seines Gartens zu graben. Johanns Abweยญsenยญheit fรผhrt dazu, dass diese Angeleยญgenยญheit gerichtlich gekยญlรคrt werยญden muss.
Heinยญrich Kreยญmer hat einen Graben neben Johann Dorsยญsels Land, den er, wie auch seine Vorยญfahren seit Menยญschengeยญdenken ausยญgraben darf. Nun hinยญdert ihn Johann Dorsยญsel daran.
Selยญbiger ist dageยญgen und bestreยญitยญet dieses Recht und regt eine Ortsยญbesichยญtiยญgung an . Heinยญrich Kreยญmer will sein Recht auch mit Zeuยญgen beleยญgen . Der Rat benenยญnt dazu Heinยญrich Brockยญmann und Heinยญrich Schรผrยญmann.
Heinr. Brockยญmann und Heinยญrich Schรผrยญmann berichtยญen, dass sie den stritยญtiยญgen Graben zwisยญchen Heinr. Kreยญmer und Joh. Dorsยญsel besichtigt haben. Johann Dorsยญsel hat tatยญsรคchยญlich Erde abgeยญgraben. Ob er dies darf, kรถnยญnen sie nicht sagen.
Auf Bitยญten von Heinr. Witยญgervยญer hat der Rat Joh. Dorsยญsel im Mai 1584 verยญboten, aus dessen Graben Erde abzยญuยญfahren. Da er aber Arbeitยญsleute dort hat, bitยญtet er um Aufheยญbung des Verยญbotes. Laut Ratsยญbeschluss soll Heinr. Witยญgervยญer innerยญhalb 14 Tagen sein Recht an dem Graben beweisen, ansonยญsten ist das Verยญbot aufgeยญhoben.
Im folยญgenยญden Monat Juni hat Johann Dorsยญsel jun. Dr. Hoyยญer gefragt, ob Kreยญmer bereยญits innerยญhalb von 14 Tagen vor dem Niedergยญericht gegen ihn klaยญgen darf und ob er der Ladung folยญgen muss. Dr. Hoyยญer hat fรผr Dorsยญsel um Fristverยญlรคngerung nachgeยญsucht. Der Rat meint und beschlieรŸt, dass Kreยญmer den Prozess innerยญhalb von 14 Tagen anfanยญgen darf. Eine Bilยญliยญgung des Antrages auf Fristverยญlรคngerung findยญet jedoch statt.

Jรผrยญgen HeรŸling als Vorยญmund der Kinder Joh. HeรŸlings sowie Joh. Dorsยญsel jun. und Heinr. HeรŸling erkยญlรคren, dass die Vorยญmรผnยญder keine Gรผter der Pflegekinder an sich brinยญgen oder kaufen dรผrยญfen ohne Zusยญtimยญmung des Rates und zweier nรคchยญster Verยญwandter. Da Jรผrยญgen HeรŸling einen Kamp der Kinder nutzt, bitยญtet er am 13. April 1585 um Zusยญtimยญmung des Rates. Der Rat ist der Meiยญnยญung, dass die anderen Vorยญmรผnยญder als nรคchยญste Verยญwandte Joh. Dorsยญsel jun. und Heinr. HeรŸling auch erscheinen und solchยญes bewilยญliยญgen sollยญten. Jรผrยญgen HeรŸling erhรคlt die Zusยญtimยญmung der Vorยญmรผnยญder.

Dorsยญsel bitยญtet am 1. Juli 1585, dass einige Ratsmitยญglieder sein Bauยญvorhaben und seinen Grund besichtiยญgen sollยญten, damit kรผnยญftig nicht gesagt werยญden kann, dass er รผber seinen Grund hinยญaus gebaut hat.

HeรŸling und Midยญdendยญdorf bitยญten am 1. Juli 1585, dass der Rat einยญwilliยญgen mรถge, dass Jost Faessem den Schwan weitยญere 2 Jahre รผber die bewilยญligten 10 Jahre hinยญaus pachtยญen kann. Die Pacht soll zur Bezahlung dessen dienen, was zwisยญchen ihnen und Joh. Dorsยญsel offen ist. Eine endgรผltige Vereยญinยญbarung muรŸ sich jedoch nach dem Stadtยญbuch richtยญen und alle Vorยญmรผnยญder und nรคchยญsten Verยญwandten mรผssen einยญverยญstanden sein.

Joh. Dorsยญsel will ein neues Haus errichtยญen, und zwar mit einยญer ungewรถhnยญlichen Tรผr zu seinem Nachยญbarn Herm. Haver hin. Dieser verยญlangt am 1. Juli 1585 nunยญmehr vom Rat ihm dies zu verยญbiยญeten auch mit Hilยญfe von Rechtsmitยญteln, die er dageยญgen einยญleยญgen will. Der RatsยญbeschluรŸ lautet, dass Dorsยญsel bei Zuwiderยญhandยญlung angezeigt werยญden kann und rechtliche Schritte zu erwarten hรคtte.

Haver erkยญlรคrt am 3. Juli 1585, dass der Neubau Dorsยญsels ihm schรคdlich sei, da er dann mit keinem Fudยญer Korn in sein Haus gelanยญgen kann. Weitยญer bemรคnยญgelt er, dass Dorsยญsel Tรผren und Fenยญster gegen alten Gebrauch anbrinยญgen will und er auch der KรถnigstraรŸe zu nahe komme. Er bitยญtet den Rat ihn nicht weitยญerยญbauen zu lassen, da er mit Dorsยญsel desweยญgen in einem Rechtsstreยญit liegt. Dorsยญsel erkยญlรคrt dageยญgen, die Sache sei durch Spruch des Rates von Mรผnยญster dem Rat รผbergeben worยญden. Er bitยญtet aufยญgrund der angeยญboteยญnen Kauยญtion weitยญerยญbauen zu dรผrยญfen. Havers Einยญwรคnde wurยญden bereยญits verยญmerkt. Da man aber z.Zt. noch nicht sieht, dass Dorsยญsel ihm zu nahe baut, soll Haver dann erneut komยญmen, wenn Dorsยญsel ungeยญbรผhrlich hanยญdelt.

Vor Bรผrgยญerยญmeisยญter Dr. Hoyยญer klagt am 10. Juli 1585 Herm. Haver, dass Joh. Dorsยญsel einen ungeziemenden Bau mit Tรผren, Verkaufยญstรผren und Fenยญstern zu seinem Haus hin zu errichtยญen gedenke. Er bitยญtet Rat und Richter demยญselยญben dies bei Strafe zu verยญbiยญeten. Darauf lรคsst der Bรผrgยญerยญmeisยญter auch im Namen des Richters durch Joh. Weimann ansagen, bei Strafe von 10 Goldgulden keinen ungewรถhnยญlichen Bau zu errichtยญen. Tue er dies denยญnoch, geschehe es auf eigene Gefahr.

Haver klagt am 11. Juli 1585 erneut, dass Joh. Dorsยญsel widerยญrechtlich ein Haus errichtยญen wolle, welchยญes den uralยญten Gebrรคuchen der Stadt Warenยญdorf entยญgeยญgenยญsteยญhe, z.B. dass das Haus auch der KรถnigstraรŸe zum Nachteil gereยญiche. Dorsยญsel solle davon abgeยญhalยญten werยญden Neuerunยญgen einzufรผhren und das Haus an alter Stelle und in altem Stil zu errichtยญen. Dorsยญsel erkยญlรคrt jedoch, dass er das Haus nach seinยญer Notwendigkeit in punkยญto Tรผren und Verkaufยญstรผren gebรผhrlich errichtยญen wolle. Dorsยญsel spricht Haver auรŸerยญdem das Recht ab, auf seinen Grund einzuwirken, da er nach seinยญer Geleยญgenยญheit bauen wolle.
Rat und Richter wollen nunยญmehr im Beiยญsein beiยญder Parteien eine Ortsยญbesichยญtiยญgung durchยญfรผhren um festzustellen, ob der jetยญzige Bau auf den alten Grund gesetยญzt wurde und der KรถnigstraรŸe nicht zu nahe kommt. Haver will beweisen, dass Dorsยญsel keine Tรผren und Verkaufยญstรผren errichtยญen darf. Bei entsprechenยญden Beweisen soll er sie vorยญlegen und Dorsยญsel bis zum nรคchยญsten Tag die Bautรคtigkeit einยญstellen.

Haver bestรคtigt Dorsยญsel am 13. Juli 1585 erneut, dass er ihm die Neuerung mit der groรŸen Tรผr und den 4 Verkaufยญstรผren gesยญtatยญten will, sofern er keine neuen Verรคnยญderunยญgen vornehmen lassen wolle, was ihm von Dorsยญsel auch bestรคtigt wird. Der Streยญit dreht sich um den Neubau eines Hausยญes von seitยญen Dorsยญsels an der KรถnigstraรŸe geleยญgen. Falls aber die Neuerung generell widerยญrechtlich sein sollte, und zwar auf Grund von Einยญtraยญgunยญgen im Stadtยญbuch Mรผnยญster, will Haver trotzยญdem dageยญgen vorgeยญhen.
Haver fรผhrt verยญschiedene andere Fรคlle an, in denen ein Rรผckยญbau von Fenยญstern, die nicht genehmigt waren, statยญtfindยญen musste. Haver bemรคnยญgelt auรŸerยญdem, dass Dorsยญsel sein Haus mit den entsprechenยญden Tรผren zu nahe an die Kรถnigstrasse gesetยญzt habe. Darauf erkยญlรคrt Dorsยญsel, dass er noch einen Traufenยญfall und einige FuรŸ auรŸerยญhalb des Hausยญes an der StraรŸe besitzt. Haver will sich mit dieser Erkยญlรคrung nicht zufrieden geben, da nach seinยญer Ansicht diese gemeine StraรŸe der Obrigkeit gehรถrt. Auf Grund dessen will er der Obrigkeit noch einยญmal eine รœberยญprรผยญfung empfehlen. Haver glaubt nicht, dass er auch auf Grund der Entscheiยญdunยญgen der Stadt Mรผnยญster Neuerunยญgen hinยญnehmen muรŸ. Dorsยญsel erkยญlรคrt, dass er auf seinem Grund und Boden baue und keine Neuerunยญgen durchยญfรผhre, da er alles so wieder aufยญbaut, wie es vorher bestanden hat, ohne dass ihm Auflaยญgen gemacht werยญden dรผrften.
Eine Ortsยญbesichยญtiยญgung hat letยญzยญtendlich erbracht, dass Dorsยญsel nicht vorschriftswidrig baut. AuรŸerยญdem bemรคnยญgelt Dorsยญsel, dass eine solche Klage von Rat und Richter ausยญgeยญhen kรถnne, nicht aber von Haver, da ihn dieses eigentlich nichts angeยญhe. Dorsยญsel bitยญtet, nicht weitยญer von Haver an seinem Bauยญvorhaben behinยญdert zu werยญden, wobei er erneut eine bereยญits gebotene Kauยญtion anbiยญetet. Haver erkยญlรคrt hingeยญgen, dass er nicht generell gegen das neue Werk geklagt habe, sonยญdern lediglich gegen durchgeยญfรผhrte Neuerunยญgen. Er fรผhrt weitยญerยญhin aus, dass in Fรคllen in denen keine ausยญdrรผckยญliche Einiยญgung gefunยญden wurde, sich alle Zeit nach der Ordยญnung der Stadt Mรผnยญster gerichtet wurde.
Haver besteยญht daher auf seinem Recht auf Klage, will sich jedoch auf Grund von Klauseln aus dem Stadtยญbuch von Mรผnยญster einem Bescheid unterยญwยญerยญfen.
Da ein Verยญgleยญich beiยญder Parteien nicht statยญtfindยญen kann, werยญden sie an ein Gericht verยญwiesen.
Rat und Richter kรถnยญnen Dorsยญsel jedenยญfalls an seinem Bau nicht hinยญdern, sofern nieยญmand von Tรผren und Verkaufยญstรผren an der KรถnigstraรŸe behinยญdert wird.

Wwe. Joh. Elvers erkยญlรคrt am 7. Okt. 1585, dass Joh. Dorsยญsel ihr vom geistl. Gericht bei Strafe von 10 Ggld. verยญbiยญeten lasse, einen Misยญthaufen vor ihrer Tรผr anzuleยญgen. Sie bitยญtet auf Grund der Klauseln des Stadtยญbuchยญes, auf das jedยญer Bรผrgยญer geschworen hat, dass nieยญmand eine Klage auswรคrts anstrenยญgen dรผrfe. Dorsยญsel solle angeยญhalยญten werยญden, dieses Strafยญmanยญdat abzuschafยญfen. AuรŸerยญdem soll befohlen werยญden still zu halยญten und nicht zu prozessieren, bis er vor dem Rat angeยญhรถrt wurde.
Die Bรผrgยญerยญmeisยญter erkยญlรคren, dass Dorsยญsel bei ihnen geweยญsen sei und erkยญlรคrt habe, dass er einen Verยญsteigerungยญsprozess gegen einige Eingeยญsessene und welche von auรŸerยญhalb habe. Er fragte, ob er diese vorยญladen dรผrfe. Es ist ihm geantยญwortet worยญden, dass wenn es sich um auรŸerยญhalb Wohnende hanยญdele mit denen auch Einยญheimisยญche zu tun haben, er in diesem Fall auch Einยญheimisยญche laden lassen kรถnne.

Joh. Dorsยญsel bitยญtet den Rat am 17. Nov. 1585 wiederยญholt mit seinยญer jรผngst รผbergebeยญnen Schrift das Strafยญmanยญdat zurรผckยญzunehmen und das geistliche Urteil anzuerkenยญnen. Er will erreยญichen, dass die Wwe. Elvers die Misยญtkuhยญle beseitยญigt oder anerkenยญnt, dass die Misยญtkuhยญle ihm gehรถrt. Dabei will er sich gebรผhrend verยญantยญworten. Der BeschluรŸ des Rates geht dahin, dass das Manยญdat nicht zurรผckgenomยญmen werยญden kann, da die Wwe. Elvers vorher ihre Schrift einยญbrachte. Falls Dorsยญsel nicht entsprechend hanยญdeln will, solle dies einem unparteiยญisยญchen Rechtsยญgelehrten vorยญgeยญtraยญgen werยญden.
Joh. Dorsยญsel erkยญlรคrt darauf seinen Vorยญbeยญhalt will sich aber der Entscheiยญdung beuยญgen, wenn er sich auf Grund dessen eine weitยญere Diskusยญsion mit der Wwe. Elvers erspart. Es wird jedoch eine weitยญere Protestschrift von ihm รผbergeben.

Der Rat hat am Monยญtag, dem 17. Nov. 1585 erkยญlรคrt, dass Dorsยญsel in der Auseinanยญderยญsetยญzung mit der Wwe. Elvers am Freยญitag, dem 22. Nov. 1585 einen Bescheid bekomยญmen solle, den dieser gehorยญsam hรถren mรถchte.
Der RatsยญbeschluรŸ geht darauf hinยญaus, dass Dorsยญsel zunรคchst seine รผbergebeยญnen Schriften zurรผckzieht, um dann bei der nรคchยญsten Sitzung den BeschluรŸ zu erfahren. Falls er dies nicht tue, mรผssten seine Schriften abgeschrieben und der Gegenยญseite รผberยญreยญicht werยญden.
Die Meiยญnยญung des Rates ist dahingeยญhend, dass er die Wwe. Elvers laden solle, wenn er etwas gegen diese vorzubrinยญgen habe.

Joh. Dorsยญsel will am 29. Nov. 1585 im Beiยญsein der Wwe. Elvers wisยญsen, ob der Rat ihm zu seinem Recht verยญhelfen will, oder ob er woanยญders verยญsuchen solle, Gerechtigkeit zu erlanยญgen. Er wird um Abschrift der verยญschiedeยญnen Schriften fรผr die Wwe. Elvers gebeten. Joh. Dorsยญsel erwรคgt nach Rรผckยญsprache mit beiยญden Bรผrgยญerยญmeisยญtern, die Wwe. Elvers nach Mรผnยญster zitieren zu lassen.
Er stellt unter Protest fest, dass ihn dies nicht an seinen Bรผrgยญerpflichtยญen hinยญdern solle. Auf Bitยญten des Anwalts der Wwe. Elvers werยญden Kopiยญen aller vorgeยญbrachtยญen Schriften bis zur nรคchยญsten Sitzung angeยญferยญtigt. Joh. Dorsยญsel erhรคlt ebenยญfalls einen Auszug aus der Diskusยญsion und einen Rechtsยญbeยญhelf, wovon auch fรผr Kรถster Kopiยญen erstellt werยญden.

Die Wwe. Elvers hat am 2. Dez. 1585 erfahren, dass Joh. Dorsยญsel einige Schriftยญstรผcke รผbergeben hat. Sie erbitยญtet davon nochmals Abschriften und Zeit fรผr eine entsprechende Antwort, welche ihr gesยญtatยญtet wird.

Dorsยญsel bitยญtet am 3. Juli 1592 fรผr seinen Schwaยญger Chrisยญtยญian HeรŸling, der wegen verยญschiedenยญer Gewaltยญtatยญen und Schlรคgereien angeklagt ist. (Vgl. RP 1010), der Rat mรถge ihm zusteยญhende Strafen auferยญlegen. Chrisยญtยญian HeรŸling wird durch den Rat der Stadt Warenยญdorf geladen, um eine Anhรถrung zu ermรถglichen. Dieser verยญweigert jedoch sein Erscheinen. Stattdessen wollen ihn Joh. Dorsยญsel und sein Brudยญer Heinr. HeรŸling vertreten. Diese wollen das evtl. verยญfasste Urteil hรถren und das Stadtยญbuch wegen aufgeยญsagter Bรผrgschaft prรผfen und sich gleยญichzeitยญig fรผr ihn verยญbรผrยญgen. Der Rat hat Bedenken, das Urteil in seinยญer Abweยญsenยญheit zu verkรผnยญden, wogeยญgen seine Verยญwandten protestieren. Der Rat erkยญlรคrt, dass es ihm nicht allein zukomme die BuรŸe festzuleยญgen, Dies sei aber erforderยญlich, da HeรŸling die Schlรคgerei gesยญtanden und somit eine Gewaltยญtat beganยญgen habe. Auf Grund dessen besteยญht der Rat auf seinem perยญsรถnยญlichen Erscheinen. Wenn er wiederum nicht kommt, mรผssten sie die Angeleยญgenยญheit an eine andere Instanz verยญweisen.

In der Sache des Christ. HeรŸling wurde am 22. Mรคrz 1593 Klage erhoben, er gefanยญgen gesetยญzt und im Rathaus festยญgeยญhalยญten. Seinetweยญgen ist ein Manยญdat der Statthalยญter auf Freilasยญsung ausยญgeยญbracht worยญden. Da jedoch Dr. Hoyยญer und andere sich von der Sache ferยญngeยญhalยญten haben, obwohl immerยญhin 12 Leute vom Chur gewรคhlt sind, lassen Dr. Hoyยญer und die anderen berichtยญen, dass sie diesem sehr beschwยญerยญlichen Punkt beipflichtยญen wollen, damit er zu Ende gebracht werยญden kann. Vorher hatยญte Ratsยญmann und Richth. Faessem gesagt, dass die, die der Ausยญbringung des Manยญdats Rat und Tat geliehen haben, aus der Stadt entweยญichen sollยญten. Der Churgenosse Dorsยญsel bezog das sogleยญich auf sich, bat um Benenยญnung der anderen Verdรคchtiยญgen und rรผgte, dass er zur Behandยญlung dieser Sache nicht einยญgeยญladen worยญden ist, im Gegenยญsatz zu den Verยญwandten von Faessem.
Faessem erwidert, dass Churgenosse Hรถckยญelยญmann daran mitschuldig ist hรคtte er nicht gewusst, aber nach entsprechenยญder Mitยญteilung hรคtte er ihn sofort gesยญtraft. Dorsยญsel und Hรถckยญelยญmann sind wegen der Vorยญwรผrfe jedoch nicht gestรคndig. Sie verยญlanยญgen nun Bericht vom Rat รผber das, was vor dem Manยญdat der Statthalยญter in dieser Sache erganยญgen ist. Daraufhin kommt die Anmerkung, wenn sich jemand ungerecht behanยญdelt fรผhยญle, er sich an den Mรผnยญsterยญschen Rat wenยญden mรถge. Dorsยญsel erkยญlรคrt darauf, dass die Ratยญsherยญren zuseยญhen mรถgen, wie sie in der Sache urteilยญten. Er fรผhยญle sich jedoch nicht ungerecht behanยญdelt und mรผsse sich deshalb auch nicht nach Mรผnยญster an den Rat wenยญden. Dorsยญsel und Hรถckยญelยญmann verยญlanยญgen eine Abschrift der Klageschrift, um sich in ihrer Ehre verteiยญdiยญgen zu kรถnยญnen. Der Rat will in den Proยญtokollen alles darรผber Geschriebene nachยญseยญhen und ihnen davon Abschriften anferยญtiยญgen lassen.

Die Gildeยญmeisยญter der Kramer in Mรผnยญster beklaยญgen sich am 12. Juli 1593 bei den Bรผrgยญerยญmeisยญtern Hoyยญer und Pagenยญstechยญer, dass man dem Berth. Schwake ein Stรผck Seiยญde auf Verยญlanยญgen der Kramer-Gildeยญmeisยญter abgenomยญmen habe. Man solle dem Schwake sein Gut zurรผckยญgeben. Den Gildeยญmeisยญtern Herm. Schiltยญmachยญer und Joh. Dorsยญsel wird auferยญlegt, eine Antwort und einen Gegenยญbericht zu erstellen. Am 6. Aug. werยญden sie nochmals dazu aufgeยญfordert.

Chrisยญtยญian HeรŸling und der Stuยญdent Bernh. Merยญsch zechtยญen im โ€œHรถrnโ€œam 10. Sept. 1594 eine Kanne Wein. Beim Ritt nach Hause wurde Bernh. Merยญsch vor Dorsยญsels Haus gewaltยญtรคtig, so dass Fenยญsterยญscheiben zu Bruch ginยญgen und die Tรผr beschรคdigt wurde. Diese Tatยญsache konยญnte Joh. Midยญdenยญdorf und Mstr. Stockยญfisch bezeuยญgen, weil sie geseยญhen hatยญten, wie 2 betrunkยญene Mรคnยญner aus dem โ€œHรถrnโ€ geritยญten kamen. Es war so schlimm, dass einยญer der Betrunkยญeยญnen sogยญar vom Pferd fiel. Als Dorsยญsels Frau die Tรผr zuschlaยญgen wollte, erhielt sie einen Stich in den Arm. Chr. HeรŸling wollte Merยญsch beruhiยญgen, was ihm jedoch nicht gelang und Merยญsch den Hahn des carยญbinยญers spanยญnte und so tat, als ob er schieรŸen wolle.
HeรŸling nahm ihm die Schussยญwaffe weg. Daraufhin wรผtete er bei Dorsยญsel und bedroยญhte ihn trotzยญdem mit bloรŸer Waffe. Als die Dorsยญselsche die Fenยญster schlieรŸen wollte, stach er sie in den Arm und blieb so steยญhen, dass sie auch die Tรผr nicht schlieรŸen konยญnte.
Jobยญst Faessem und Luke Huge haben mit dem Sekretรคr den Tatort besichtigt und festยญgestellt, dass etliche Scheiben aus den Fenยญstern geschlaยญgen waren, sodaรŸ Glas und Blei entzwei und das TรผrschloรŸ beschรคdigt war. Dieses ist durch das Schlaยญgen einยญer Waffe gegen die Haustรผr geschehen.
Merยญsch wird ins Rathaus zitiert und verยญhรถrt, wobei er zugibt, dass er von Chr. HeรŸling beim Weinยญtrinken beleiยญdigt wurde, worauf er zornig geworยญden sei. Ansonยญsten fehlt ihm jedes Erinยญnerungsverยญmรถยญgen. Als Strafe soll ihm Arrest auferยญlegt werยญden. Er bitยญtet jedoch, ihn den Aufยญtrag seines Herยญrn von Kniphausen ausยญfรผhren zu lassen. Daraufhin bรผrยญgen fรผr ihn Heinr. Rotยญgeri, Konยญrekยญtor Heinr. Ludewich und Conยญradus. Er wird mit 10 Reichยญstalern bestraft, die Heinr. Rotยญgeri bis zum 11. Nov. bezahlen will. Er gelobt, diese Strafe anzunehmen, sie von einem ordentlichen Gericht bestรคtiยญgen zu lassen und wegzuziehen.
Mehrere Bewohnยญer des Ortes u. a. auch der Pasยญtor wurยญden am 25. Sept. 1598 vom Turm der Kirche mit einยญer Flรผsยญsigkeit begossen, die nicht zu definieren war. Der Pasยญtor beschuldigt den Junยญgen des Spielยญmannes. Dieser aber wiederum leugnet, dass er etwas mit der Sache zu tun habe. Joh. Dorsยญsel bestรคtigt, dass der Junge des Spielยญmannes des รถfteren durch Rufen und Schlaยญgen seinยญer Frau Aufยญseยญhen erregt hat. Ein weitยญerยญer Zeuge bestรคtigt, dass sich der Junge oft ungeยญbรผhrlich bei der Wacht auf dem Turm verยญhalยญten habe. So auch in dem Moment als Dorsยญsels Tochter starb, war der Junge des Spielยญmannes im Hause des Georg Elver betrunkยญen und allerยญhand Unfug angerichtet hat. Der Junge leugnet die Anschuldigunยญgen und verยญweist auf andere Junยญgen, da er zu der Zeit gespielt habe. Auf Grund eines Ratsยญbeschlusses wird der Junge jedoch ins Gefรคngยญnis geworยญfen.

Joh. Dorsยญsels Sohn Chrisยญtยญian wurde am 24. Jan. 1599 verseยญhentlich von Joh. Lรถwenยญstein tรถdlich in den Kopf geschossen. Trine Lange und Anneke Besselยญmann werยญden verยญhรถrt. Sie stand mit Anneke Besselยญmann vor Joh. Volยญberts Haus, als Joh. Lรถwenยญstein mit seinem Gewehr Christ. Dorsยญsel, der vor Georg Holยญlandts Haus die Wache aufziehen sehen wollte, in den Kopf schoรŸ. Lรถwenยญstein hat den Junยญgen noch gestoรŸen und gemeint, dass er sich beweยญgen solle. Die herยญbeieilenยญden Solยญdatยญen stellยญten den Tod des Junยญgen fest. Da lief Lรถwenยญstein in der einen Hand das Gewehr und in der anderen eine Umhรคngeยญtasche sofort weg. Crist. Witte hรถrte auch den SchuรŸ, fand den liegenยญden Junยญgen, der sich noch etwas bewegte aber bald verยญstarb. Er beschreibt noch die Wunยญden und die Todesurยญsache: KopfยญschuรŸ. Joh. Hump, der von Fรผchยญtorp kam, berichtet, ihm sei ein flรผchtiger Junge mit einem Gewehr begegยญnet. Bรผrgยญerยญmeisยญter Pagenยญstechยญer, Sevยญerin Anstoetes und Bernd ZurstraรŸens Junยญgen haben berichtet, der Tรคter sei ihnen vor dem Stadtยญtor begegยญnet. Joh. und Wilยญhelm Kรถster haben den Tรคter im Haus der Mutยญter Lรถwenยญstein, jetยญzt Frau Heinr. Rutt, noch bei Lรถwenยญstein wedยญer in den Zimยญmern, noch auf dem Dachboยญden oder im Keller gefunยญden. Heinr. Suthoff und Joh. Lรถwenยญstein bestรคtiยญgen, dass der Tรคter nicht anweยญsend ist. Der Tรคter soll gesucht und gefanยญgen genomยญmen werยญden.

Der Rat hat am 26. Mรคrz 1599 erfahren, dass die Baumยญseiยญdenยญmachยญer verยญschiedentlich falsch gesiegelt haben. Gerd Wilยญhelm gesteยญht, dass er im verยญganยญgenen Somยญmer mehrmals am Haus des Sieglers war, dort aber nieยญmand angetrofยญfen hat. Als er dies dem Volยญbert meldete, befahl dieser, das Siegel selbยญst aufzuschlaยญgen, was er auch รถfter getan hat. Er hat dem Volยญbert auch einen Adler verkauft.Es wird nunยญmehr verยญlangt, dass alle Baumยญseiยญdenยญmachยญer ihre Stemยญpel abgeben sollen. Volยญbert bestreยญitยญet jedoch jemals ein Siegel gehabt zu haben. Er hat nur im Beiยญsein eines Ratsmitยญgliedes seine Gรผter besiegelt. Der oben genanยญnte Adler war keinยญer, er hat die Kroยญne auch in Gegenยญwart von Dorsยญsel und Rutt aufgeschlaยญgen.

Bei der Visยญiยญtaยญtion der Wachen am 19. April 1599 wurde festยญgestellt, dass sich Joh. Dorsยญsel gegen den Willen des Rottmeisยญters von der Wacht entยญferยญnt hat. Deshalb wird er mit 5 M. bestraft.

Am 10. Mai 1599 werยญden Joh. Dorsel und Heinr. HeรŸling sen. zu Vorยญmรผnยญdern fรผr das kleine Kind des verst. Joh. Holle eingeยญsetยญzt und vereiยญdigt.

Am 18. Juni 1599 bezeuยญgen Joh. Dorsยญsel und Goswin VoรŸ die freie und ehel. Geburt des Johannes Schlinยญgrave von Mstr. Joh. Schlinยญgrave und Hille Eggerdes. Die Mutยญter lebt noch.

Harยญnischmachยญer und Dorsel berichtยญen am 24. Sept. 1599, dass sie wegen des verordยญneten Mulยญters in Mรผnยญster nichts erreยญicht haben. Man mรผsse sich rechtzeitยญig wappยญnen, um die Durchยญfรผhrung zu verยญhinยญdern. Gleยญichzeitยญig soll der Fall dem Landยญtag vorgeยญbracht werยญden.

Am 7. Jan. 1601 wird Johann Dorsยญsel mit verยญschiedeยญnen anderen Perยญsoยญnยญen zum Ratsmitยญglied besยญtimmt.

Am 20. Juli 1601 stellยญten Johann Dorsยญsel und Kramer in der Walยญgernยญstrasse fest, dass der Schulze Wedemhove seinen Kamp lรคngs des Weges ausยญgedehnt hat. Hierยญdurch hat nicht nur der Graben die Grenยญze verรคnยญdert, sonยญdern es kรถnยญnen auch zwei Wagen mehr aneinanยญder vorยญbeifahren.
BeschluรŸ: Der Schulze soll desweยญgen 5 Goldgulden Strafe zahlen und gleยญichzeitยญig den Zaun wieder beseitยญiยญgen.

Am 19. Juni 1603 wird von Heinr. Harยญnischmachยญer und Joh. Dorsยญsel festยญgestellt, dass Rolevinck das obere Erdreยญich von seinen Arbeitยญen am Kamp in die Landwehr werยญfen darf. Die Besichยญtiยญgung der Landwehr bei Rolevincks Kamp hat im verยญganยญgenen Jahr stattgeยญfunยญden.

In einยญer Urkunde vom 9. April 1605 werยญden die Eheleute Johann Dorsยญsel und Mette geb. HeรŸling in Verbindung mit einem Verkauf einยญer jรคhrlichen Rente erwรคhยญnt, die durch den Erlรถs aus ihren Hรคusern am Heumarkt entsteยญht.

Am 24. Juni 1606 fordern die Schรผtzenalยญterยญleute Andr. Holยญstein und Joh. Dorsยญsel, dass 2000 Reichยญstaler baldยญmรถglichst abzulรถsen seien.

Am 9. Mรคrz 1607 bitยญtet Eggerยญingยญhoff um Exekuยญtion gegen Dorsยญsel. Diesem war befohlen, 6 Schefยญfel Roggen zu bezahlen, welchยญes bishยญer nicht geschehen ist. Der Rat lรคsst es beim Bescheid der Pfรคnยญdung bewenยญden.

Am 7. Dez. 1607 รผbergibt Dorsยญsel eine Bittschrift und bitยญtet, alles Erganยญgene zusamยญmenยญzuschreiben und einen Bescheid zu geben.

Am 1. Febr. 1608 haben Herm. Hasenkamp und Joh. Dorsยญsel ein Stรผck Baumยญseiยญde besiegelt, welchยญes von Hasenkamp nicht richtig eingeยญfรคrbt war. Auch Heinr. von Bockยญholt war dabei. Alle sind gestรคndig. Dorsยญsel wird mit 5 und Hasenkamp mit 10 Mark bestraft.

Laut Urkunยญdenยญbuch (WQA 16) wird Johann Dorsel jun. noch bis zum Jahre 1607 erwรคhยญnt, wรคhrend er auf Grund einยญer anderen Urkunde im Jahre 1611 als verยญstorยญben gilt.


In der Urkunde 452 โ€” Johann Dorsell


In der Urkunde 457 โ€” Johann DorรŸel


In der Urkunde 459 โ€” Johann DorรŸel


Lit.: E.W.Dรถrscheln, Mรผnยญster

Dodesยญlo Nachrichtยญen Bd. 1. 1. Jg. 2002 H.1
รผber:
Beitrรคge zur Fam.Forsch. Bd.1, Jg.2, 1992 H.3 verb.Aufl. mit Abb.
Spuren, Beitrรคge zur Fam. Forsch. 1992 H.21
Ostยญdoยญdesยญlo โ€“ Ostยญdorsel auf hisยญtorischem Boden

Dodesยญlo Nachrichtยญen Bd. 1. 1. Jg. 2002 H.2
รผber
Beitrรคge zur Fam.Forsch. Bd.1, Jg.4 1994 โ€“ H.3 verb.Aufl. m.Abb.
Spuren, Beitrรคge zur Fam. Forsch. Bd. 2, 1994 H.7
Aus dem Dunkel ins Licht โ€” der Schulzenยญhof Westยญdoยญdesยญlo

Beitrรคge zur Fam.Forsch., 1992 H.2a, Teil 1, verb. Aufl. m. Abb.
Spuren, Beitrรคge zur Fam. Forsch.1992 Bd.1, H.20
Hรคuser und Hรถfe, gemeinยญsame Wapยญpen

Beitrรคge zur Fam. Forsch. 1996 H. 2 
Spuren, Beitrรคge zur Fam. Forsch. 1996 H.13
In Amt und Wรผrยญden

Weitยญere Quellen:

Schmieder S.
1993 โ€” 2002
Die Ratยญsproยญtokolle und Kรคmยญmereirechยญnunยญgen
der Stadt Warenยญdorf
WGQ Band 1 bis 8

Schmieder S.
1990

Invenยญtar des Stadtarchivs Warenยญdorf
WQA 16

Schrรถer, Alois Prof. Dr.
1990
Werdeยญgang und Schickยญsale eines Westยญfรคlisยญchen Bauernยญdorยญfes.
Dargestellt an der Geschichte von Einen

Schwarz W. E.
1913
Die Akten der Visยญiยญtaยญtion des
Bisยญtums Mรผnยญster 1571 โ€“ 1573
Die Visยญiยญtaยญtion der Geistlichen von Warenยญdorf und Einen etc.
9. Febยญruยญar 1572


Von Dodesยญlo bis Dorsel

namentliche รœbergรคnge von etwa 1200 bis in die Gegenยญwart

  • 1243 Albยญtu de Dodesยญlo
  • 1266 Johes de Dodesยญlo
  • 1294 Vilยญliยญco de Dodesยญlo
  • 1295 Heinยญriยญcus Vilยญliยญcus und Helยญwigis de Dodesยญlo
    Rรผckยญseite von WUB handยญschriftlich: Doderยญssยญloe, Dorsloen und Ostยญdorsloe
  • 1327 Johane Sculยญtheto in Dodesยญlo
  • 1327 Curยญtis Dodesยญlo
  • 1344 thon Dodesยญlo
  • 1357 Gossยญcalk Dorsel
  • 1417 West Dodesloe
  • 1423 Cord van Dorsel
  • 1425 West Dodesยญsel
  • 1456 Ostยญdoยญdesยญlo
  • 1499 Johannes to Dorsยญsel
  • 1500 und davor Dorsloe โ€” Doderยญsloe
  • 1504 Westยญdorsel
  • 1513 Evert to Dorsloe
  • 1522 Westยญdosloe
  • 1552 Schulte Westยญdorsel
  • 1556 โ€‘1651 Oestยญdorsloe
  • 1557 โ€‘1650 Dorsel, Dorsยญsel, Dorsell, DorรŸell, Dorsยญsell

und weitยญer bis in die Gegenยญwart haben sich diese Namen weitยญgeยญhend erhalยญten:

  • 1560 Dodesยญlo
  • 1572 Hinยญrich Dorsell โ€” Pasยญtor zu Einen โ€” und dessen Brudยญer Johann Dorsell in Warenยญdorf
  • 1591 OestยญdorรŸยญlo
  • 1592 Henยญriยญcus Dursell gen. Heinยญrich Dorsel, Pasยญtor zu Einen
  • 1592 Henยญriยญcus Dorsel โ€œSo auff dem hove Osdorsel gebornโ€
  • 1593 Anna Dorsel in Mรผnยญster โ€” Tochter von Pasยญtor Henยญriยญcus Dursell
  • 1600 Joh. Dorsel โ€” Ratsmitยญglied
  • 1614 Godยญdert Dorsel โ€” Ratsmitยญglied
  • 1617 Maria zu Dorsell
  • 1634 Joh. Dรถersell de Camยญpo
  • 1640 Ostยญdorsell
  • 1650 Oestยญdorsels
  • 1652 Johann Schulte Westยญdorsel
  • 1660 Oestยญdorsloh
  • 1672 Anna Oestยญdorsell
  • 1699 Herยญmann Schulte Oestยญdorsel
  • 1829 Westยญdorsยญsel โ€” Telยญgter Flurkarte Nr. 15
  • 1829 Ostยญdorsยญsel dto.
  • 1865 Clara Anna Dorsel in Mรผnยญster

Eheยญliche Verbindunยญgen

  • 1295 Vilยญliยญcus Heinยญriยญcus und seine Gemahlin Helยญwigis de Dodesยญlo
  • 1560 Schulยญten Oestยญdorsloe und Eheยญfrau Grete geb. Rumphorst
  • 1605 Johann und Mette Dorsell geb. Hesยญselยญing
  • 1614 Johann Dorsยญsel ehem. Ratยญsherr zu Warenยญdorf und Mette Hesยญselยญing, Bรผrgยญer in Warenยญdorf, Geburtยญszeugยญnis fรผr Heinยญrich Dorsยญsel
  • 1616 Godยญdert Dorsยญsel und Elske geb. Nachtiยญgall
  • 1620 Schulยญten Oestยญdorsloe sein Sohn Johan und Elsken Grote Streinen, Tochter deren Kind Berndt und Marยญgret und deren Kinder Johan und Elsen
  • 1634 Andreas Dorsel (Herยญrenยญbรคckยญer) und Kataยญriยญna geb. Morยญmann
  • 1640 Johann VoรŸkuhlen gen. Gr. Streinen und Marยญgarete Ostยญdorsel
  • 1657 Sohn Thomas Sch. Osthoff und Anna Gertrud Dahlmann Altwarendorf.1780 Wwe. Anna Gertrud Sch. Osthoff und Christoยญpher Dorsel
  • 1660 Berndt Schulte Oestยญdorsloh und Frau Enneken geb. Schuckยญings
  • 1670 Herยญmann Stroband gen. Westrup und Gertrud Oestยญdorsel
  • 1672 Johann Sellยญings und Anna Oestยญdorsell
  • 1692 Gotยญtfried Schulte Dorsel und Marยญgarethe zu Berlings
  • 1721 Wilยญhelm Gr. Streinen und Kathaยญriยญna Schulze Westยญdorsel
  • 1813 Sohn Bernยญhard Herยญmann Gr. Streinen und Elisยญaยญbeth Ostยญdorsel
  • 1864 Sohn August Sch. Westยญhoff und Kathaยญriยญna Sophie Schulze Ostยญdorsel

Meine Ahnen

Bei alten Pastรถren bin ich geweยญsen,
die sollยญten aus ihren Bรผchยญern mir lesen,
was meine Ahnen, die einst an den Stรคtยญten
vorzeitยญen lebten, gewirket hรคtยญten.

Ob sie ihr Teil vom Glรผck sich erstritยญten,
viel Freude gehabt oder Not gelitยญten.
Ob ihnen viel Gutes das Leben beschieden,
ob sie fleiรŸig geweยญsen und heitยญer, zufrieden.

Gar oftยญmals bin ich wieder gekomยญmen
Und oftยญmals hat man die Bรผchยญer genomยญmen.
Kรคrยญglich nur stand es dann immer geschrieben,
woher sie gekomยญmen und wo sie geblieben !

Ich sah, ich kann mit dem Stammยญbaum nicht prangen,
so bin ich denn stille von danยญnen geganยญgen.
Und niemals habe ich wirkยญlich erfahren:
was sie geweยญsen und wie sie einst waren.

Wilยญhelm Sperlยญbaum
  • Univ. Ob. Prรคยญparaยญtor i. R.

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    Arbeitsยญgeยญmeinยญschaft fรผr Famยญiยญlienยญforschung, Orts- und Lanยญdeskunde

    Anschrift: E.W. und R. Dรถrscheln, Paul Klee Weg 121, 48165 Mรผnยญster

    Redakยญtion: Regiยญna Dรถrscheln

    Jedยญer Beitrag, der hier verรถfยญfentlicht wird, gilt als Manuskript-Verรถfยญfentlichung, so daรŸ auch jedยญer Verยญfassยญer fรผr seinen Beitrag selbยญst verยญantยญwortlich zeichยญnet.

    Nur mit Genehmiยญgung des Verยญfassers und mit Quellen-Angabe ist der Nachยญdruck gesยญtatยญtet. Alle Angaben sind ohne Gewรคhr.

    Die Beitrรคge zur Famยญiยญlienยญforschung werยญden ehreยญnamtlich zur Verรถfยญfentlichung gebracht.