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2026/​06 — Geistliche Per­so­n­en in Verbindung mit kirch­lichen Ortschaften

663

Eine alte Über­liefer­ung berichtet, dass der Erzbischof Kunib­ert (663) den Lupus-Brüdern in Köln Einkün­fte in Bladisheim, Geil­in­rode, Thor­nes­lare  sowie in Blatzheim, Geil­rath und Dors­feld geschenkt habe.

Durch den als Zeuge erwäh­n­ten erzb. Min­is­te­ri­alen Thit­marus de Thornslar (24. April 1117) begin­nt die Ahnen­rei­he ein­er Sippe, deren Name man von der Dor­f­grün­dung Thor­nes­lare, dem späteren Dors­feld, wahrschein­lich um 600, bis heute ver­fol­gen kann.

Lac.Archiv II,59 u s.60 f

Düs­sel­dor­fer JB Bd. 26 s. 138 u. 139

REK II,135

826 — 876

Kloster Cor­vey (Grün­dung 830)

Land­schenkung (ob) (tr) Verkauf und Zeuge (tt) an Kloster Cor­vey (Grün­dung 830)

Hado mit Sohn Hado in Sta­lo (Stahle Krs. Holz­min­den) und mit dessen Söh­nen Berndag, Hado u. Wendil­dac: 
2/​3 man­sos zum Wert von 40 Sol.

Berndag in Thuris­loun:
2 iur­nales (Tag­w­erk)

Wulfhard, Ody in Tuischi­n­un et in Thuris­loun*:
2 man­si (Hufe)

Wyt­suit, Merio et Wal­do­nis in Thuris­loun*:
30 iur­nales (Tag­w­erk) 

*das spätere Thurslen, Durslon, Dorslon, Dorse­lo und zulet­zt Dorsel

Das Kloster hat­te somit ver­schiedene Besitzein­heit­en

Tra­di­tiones Cor­beien­sis § 281, 284, 420
Spuren Bd. 2 H. 2
P. Wigand

Tra­di­tio­nen Cor­beien­sis (Trad. Corb.) 1843 §§ 281,284,420
siehe Hon­sel­mann Teil 1
1982
Nr. 65,69,221 

Trad Corb 69 cap.de pat­i­bus sax­o­ni­ae: 2 Hufen für Kirchen­bau
siehe Schütte Teil 2
1992
Nr. 065,069,221

1106 — 1128

Nieder-Mars­berg

Besitz der Kurie

Stift Cor­vey, Abt Erck­en­ber­ti

Zwei Her­ren­höfe vom Stift Cor­vey, in Dorslon (s/​ö Fürsten­berg, Kr. Büren)

Die Vil­lika­tion Nieder-Mars­berg ver­fügt über Zube­hör in Dorslon

Duo domini­calia unum in Thurslen

Kin­dlingers II Nr. XIX, 127 — Spuren Bd. 2 H. 2 S. 30–31

1117

Thit­marus de Thornslar

erzb. min­is­te­ri­ales

Beiträge z. Fam Forsch. 1999 H.1 Teil 1, REK II,135

1133

Thit­marus de Dorslar

erzb. min­is­te­ri­ales

Beiträge z. Fam Forsch. 1999 H.1 Teil 1, REK II, 298

1140

Wille­halm de Durs­latin­gen

salzburg­er min­is­te­ri­ale u. klösterl. del­e­ga­tor

Mon­u­men­ta Boica Secun­dum (Bd 2) S. 313

1144

Durs­lo und Cas­trum Aldenviles

Dem Northeimer Grafen Siegfried IV von Hoin­burch (Hom­burg bei Stad­told­en­dorf), dien­ten frei, d.h. als liberi homines, der Hein­ri­cus de Durs­lo min­is­te­ri­alis, sowie Wen­del­hardus de Durs­lo min­is­te­ri­alis und Ric­nant de Durs­lo min­is­te­ri­alis und auch dessen Söhne, die das­selbe Lehen innehat­ten (cujus fil­ie benefi­cum tenent ejus­dem).

Siehe Kin­dlinger III s.35 Urk. Nr 13 um 1144

1210

Das Dorslon­er Dom­izil (die Ost­burg) war zer­stört, oder mehr oder weniger bewohn­bar gewor­den. Hauptbe­standteile der Ost­burg bilde­ten zwei möglicher­weise auch zu Wohnzweck­en genutzte Türme. Es ist anzunehmen, dass die Burgman­nen sich danach auf noch befes­tigten Bur­gen zurück­ge­zo­gen haben und die Dorslon­er Ange­höri­gen sich eventuell in die Klöster — z.B. Cor­vey — begeben haben, um abzuwarten.

Ob die West­burg auch zer­stört wurde, ist nicht bekan­nt, sie kön­nte auch als Rück­zugs-Dom­izil benutzt wor­den sein.

Die Rit­ter Andreas u. Con­ra­dos de Durslon haben sich laut Urkun­den ab 1210 bis 1228 in der Vil­la Horhusen aufge­hal­ten, bis sie und alle Bürg­er von Nie­der­mars­berg sich entschlossen hat­ten, 1229 einen Neuan­fang auf Ober­mars­berg zu begin­nen und als erstes eine dauer­hafte Befes­ti­gung zu bauen. Ober­mars­berg ist erst im Dreißigjähri­gen Krieg 1618–1648 zer­stört wor­den.

1133 und 1154

Dorsel /​Eifel

Der edle Herr Hein­ri­cus de Dor­sule u. Dor­sulen liberi homines — Frei- und Lehn­sh­err daher Edel­freier oder Edel­ing als Vasall im Gefolge des Wal­ram II. von Lim­burg — Her­zog von Lothrin­gen, danach auf der Burg Are (Ahrtal) ver­bun­den mit sein­er Vil­la Dor­sul und seinem unweit gele­ge­nen Burghaus am Her­res­bach — genan­nt Uck­en­broich.

Reste der Dorsel­er Wehr- und Pfar­rkirche gehen auf das Jahr 1200 zurück. Patron der Pfar­rkirche ist der hl. Sebas­t­ian.

UB Nieder­rhein Burtscheid 1133 

UB Nieder­rhein 1154 Kurköln Nr 4

Lacomblet UB 4, 774

H. Frick S. 22/​23 Über­set­zung

P. Neu Die Arem­berg­er Bd 1 s. 356 

A. Goerz M Rh Regesten Teil 1–3 u.a. (Dorsul,Dorsule,Dorsulen)

St Archiv Köln H.72 G. Stehkäm­per

1210 — 1235

Der Zeitzeuge Rit­ter Andreas de Durs­lo

min­is­te­ri­alis eccle­si­ae

WUB u. Seb. Urk. etc.

1221

Mag­is­ter Arnoldus de Dorslon

Urk. Kl. Dal­heim Urk.10 v 1221

1229

Dorslon­er Kirche und Pfar­rort

1229

Ple­ban in Dorslen (Pfar­rort)

WZ 23 s.283

1229

Ple­banus Tet­marus de Durslon

Brud­er des Andreas und Con­radus

in Com­men­tarii Min­is­te­ri­al­ibus von 1732 s. 632 pag 9 Pader­bor­nen­sis in diplo­maro und Hin­weis über die Rud­era in Dorslon WZ 43,2 S. 53 … K. Mertens Ob Lds Geologe 1882

1235

Andreas de Dorslon

und die Brüder Mag­is­ter Arnold und Hart­mann aus Dorslon

WZ 46 Nr.20

1235

Mag­is­ter Arnoldus de Dorslon

Bürg­er zu Mars­berg

1253

Hen­ri­co

Ele­gat Ple­bano in Dorslon

WUB 4,541

1260

Sac­er­dos Her­man­nus de Dorslon

UB Liv. Kur u. Estl.

1293

Rit­ter C. Tor­sul und Sifridus de Tor­sul

Rit­ter C. Tor­sul lebte in Kloster Schön­velt b. Augs­burg und mit Sifridus de Tor­sul war das Geschlecht der­er von Tor­sul im Murthale in der Gegend von Leoben ansäs­sig.

Archiv für öster­re­ichis­che Geschichte Bände 70–71
Akademie der Wis­senschaften in Wien. His­torische Com­mis­sion
Ver­lag der Öster­re­ichis­chen Akademie der Wis­senschaften., 1887

Beiträge z. Fam Forsch. 1999 H.1 Teil 1, Kl. Ober­schö­nen­feld Urk u. Reg. Bd.3 Nr.64

1308

Ple­banus Johanne de Dorslon

als Zeuge

u.a. Über­gabe d. Patronat­srecht­es an Kloster Holthausen.

War u.a. mit fol­gen­den Pers. bekan­nt:

  • Rit­ter von Amelux­en
  • Her­mann von Brakel
  • Edel­herr Simon von der Lippe

WUB 9 ‚634/​35 

Mem. Cop. A19/​20 

Lipp. Reg. 2,1/ s.58

Asse­burg­er UB Teil 1 s 48 nr.646

1308

Das Non­nen­kloster Holthausen

besitzt das Patronat­srecht der Kirche Dorslon.

Mem Cop A20

1312 — 1317

Arnoldus de Dorslon

Mag­is­ter zu Köln und Päp­stl. Procu­ra­tor in Avi­gnon u Vienne

Die älteste vorhan­dene Unter­schrift vom Dorslon­er Adels­geschlecht

Die älteste vorhandene Unterschrift vom Dorsloner Adelsgeschlecht

Urk u Reg Vat Archiv Sauer­län­der H. V. Bd.1–5

REK IV nr 694 u. 695

WUB 4 nr. 95

WUB 8 Urk. nr.777 u. 1133

Msc.Ii 104 p9 171a

Kin­dlinger 1806 H.1 s.176 u. 177

Über­set­zun­gen der Urkun­den aus dem Vat. Arch. Nr. 405, 441, 449, 458, 466, 1063, 1065

1313

Fred de Dorslen

bon­um min­is­te­ri­ale

ist mit einem Arns­berg­er Min­is­te­ri­alen-Hof in Dorslon und Hustede belehnt wor­den.

Seib. UB II s 125 nr 121

1316

Her­man­nus Sac­er­dot­ess de Dors­lo

Liv.Esth.u Curl. UB 

Livl. Jb. 1.Teil 

1321

Ordens­frau Ludgardis von Dorslor

im Zis­terzienserin­nen-Kloster Wal­ber­berg.

REK IV,1269

4. April 1332

Florin von Dorslon

Mönch in Mars­berg

war mit fol­gen­den Pers. bekan­nt:

  • Cotscal­cus, Käm­mer­er der Cor­vey­er Kirche
  • Die Mönche Her­man­nus de Sten­heym, Johannes de Essen­tho
  • Die Brüder Con­radus et Rudol­fus gen. de Clin­gen, Knap­pen

INA 14 Abt. Pader­born s.75 nr. 87
von Ulrike Stöw­er
(Archiv des Vere­ins für Geschichte und Alter­tum­skunde West­falens)

1334

Schenko

Pfar­rer in Dorslon

UB Mars­berg Nr. 142

1338

Bern. Dorsleve

b. m. (bon­um min­is­te­ri­ale)

totam willam et dez­i­mam in Hustede (Bern­hard Dorsleve erhält das ganze Dorf und den Zehn­ten in Hustede)

Güter­verz. d. Gf. von Arns­berg — Seib. UB III s 665 nr 369

1349

Arnold Gob­eli­ni de Dorslair

cler­i­cus

Urk u Reg Vat Archiv Sauer­län­der H. V. Bd.1–5 siehe 3, 316 Nr. 805/​6

1350

Arnol­di Gob­eli­ni de Doyrsloir

Cleri­co

Urk u Reg Vat Archiv Sauer­län­der H. V. Bd.1–5

24. Dezem­ber 1353

Dorslon

Edel­herr Wal­ram von Buren (Knappe), ver­spricht Siegfried und Kon­rad, Söhne des ver­stor­be­nen Gottschalk von Buren, mit einem Hof (curi­am) in Dorslon mit allem Zube­hör, ins­beson­dere ein­er Sche­une, die einst Witwe von Reyn auf dem Fried­hof in Dorslon errichtete, zu belehnen.

Mem. Cop. Nr.32 (Bruns A66)

24. Dezem­ber 1353

Dorslon

Edel­herr Wal­ram von Buren (Knappe), ver­spricht Siegfried und Kon­rad, Söhne des ver­stor­be­nen Gottschalk von Buren, mit einem Hof (curi­am) in Dorslon mit allem Zube­hör, ins­beson­dere ein­er Sche­une, die einst Witwe von Reyn auf dem Fried­hof in Dorslon errichtete, zu belehnen.

Mem. Cop. Nr.32 (Bruns A66)

1358

Gherde van Dorsle

Domherr (Canon.) zu Hildesheim

UB Hochs­tift Hildesheim

1360

Alheid de Dorslon gnt. de Dorslen

Schwest­er der siegel­nden Knap­pen Con­radus Dorslon gnt. de Duvele (Besitzer vom Duvelshof) und ihr Brud­er mit seinem Sohn Bertold, Florin de Dorslon, der Priester und spätere Prob­st zu Mars­berg.

Mem Cop 

1360 — 1382

Florin de Dorslon und Dorse­len

Ple­banus u. später­er Propst und Lehn­sh­err zu Mars­berg

Fis­ch­er J W 1889 Die Eres­burg s.250/51

Mem Cop A 82

1360

Cord van Dorsle

Domherr zu Hildensem

Inv. D. Archivs d. Stdt. Höx­ter

1362

Bertold van Dorsle

Domherr (Canon.) zu Hildesheim

Sohn des verst. Lam­brecht van Dorsle

Inv. D. Archivs d.Stdt. Höx­ter

War­burg­er Stammtafel 211 u. s.130

Beiträge z. Westf. Fam Forsch. Bd.43/44 von W. Frese, Archiv Amt Mün­ster

1362

Con­ra­do van Dorsle

Domherr (Canon.) zu Hildesheim

UB Hochs­tift Hildesheim

1367

Dorslen

Pfar­rort

et hon­es­tus domi­nus flo­renus de dorslon (pres­biter)

WZ 23 s.283

1517

Äbtissin Dorothea Ryuen und der Kon­vent des Klosters Holthausen bei Büren

verkaufen Jost West­phael, Drost zu Büren, ihr sämtlich­es Gut und das Kirchen­le­hen zu Dorsell.

Mem. Cop. Nr. 137 (Bruns A 325)

1572

Hin­rich Dorsell

Pas­tor zu Einen

und dessen Brud­er Rat­sherr Johann Dorsell in Waren­dorf.

A. Schröer s. 247/​48 u. 366/​67

1592

Hen­ri­cus Dursell

gen. Hein­rich Dorsel

Pas­tor zu Einen

A. Schröer s. 21–23

1593

Anna Dorsel in Mün­ster

Tochter von Pas­tor Hen­ri­cus Dorsel

A. Schröer s.21–23

1640

Bathasaro Ras­sel­er zu Dorschell

Pas­tor in Dorsel

900 Jahre Arem­berg /​Eifel P.Weber 1988 s.32

1925

Sem­i­nar­priester Dorsel in Salzkot­ten

WZ 83 s.129

1996 — 2025

Pas­torin Ingrid Cramer-Dörschel

Pfar­rerin Ingrid Cramer-Dörschel wech­selte im Jahr 1996 in die Güter­slo­her Matthäus­ge­meinde. Die Pfar­rerin wech­selte 2006 auf eine Pfarrstelle in Kana­da.

Gottes­di­en­ste, Seel­sorge und Begleitung, Taufen, Hochzeit­en, Beerdi­gun­gen, christliche Unter­weisung und Unter­richt, zweis­prachig.

Neue West­fälis­che, Güter­sloh, 16.09.2016 (1996–2006)

Evan­ge­lis­che Kirche Edmon­ton
Alber­ta, Cana­da (2012)

Evan­ge­lisch-Lutherische St. Markus­ge­meinde
Van­cou­ver, Cana­da (2021–2025)

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Ein Min­is­te­ri­ale (Plur­al: die Min­is­te­ri­alen) ist ein im (ursprünglich antiken kaiser­lichen) Dienst ste­hen­der Beamter. Im Früh­mit­te­lal­ter waren sie zunächst auf lokaler Ebene als unfreie Ver­wal­ter für Königs­güter, aber auch für den über­re­gionalen Adel und für Klöster tätig. Im Hochmit­te­lal­ter bildete sich aus dieser Schicht der Stand des Dienst- bzw. Min­is­te­ri­aladels her­aus. (Quelle: heraldik-wiki.de)

b.m. — bon­um min­is­te­ri­ale — Guts­beamter.

b.f. — bona fide — auf Treu und Glauben.


  • Univ. Ob. Prä­para­tor i. R.

    Autoren­seite

    Impres­sum

    Arbeits­ge­mein­schaft für Fam­i­lien­forschung, Orts- und Lan­deskunde

    Anschrift: E.W. und R. Dörscheln, Paul Klee Weg 121, 48165 Mün­ster

    Redak­tion: Regi­na Dörscheln

    Jed­er Beitrag, der hier veröf­fentlicht wird, gilt als Manuskript-Veröf­fentlichung, so daß auch jed­er Ver­fass­er für seinen Beitrag selb­st ver­ant­wortlich zeich­net.

    Nur mit Genehmi­gung des Ver­fassers und mit Quellen-Angabe ist der Nach­druck ges­tat­tet. Alle Angaben sind ohne Gewähr.

    Die Beiträge zur Fam­i­lien­forschung wer­den ehre­namtlich zur Veröf­fentlichung gebracht.