Homepage der Familie Dörscheln

2026/​08 — Die Dorslon­er Ver­wandtschaft in Mars­berg und umliegen­den Raum

9. Jh.

826 — 876

Land­schenkung (ob) (tr) Verkauf und Zeuge (tt) an Kloster Cor­vey (Grün­dung 830)

Tra­di­tion Cor­beiens PII §104

Hochadelige Sach­sen­geschlechter Pers. Had­do wie Berndag und Wen­di­dac, die aus der mit den Ekbertin­ern ver­bun­de­nen Ricdag-Sippe stam­men. 

aus I.F. Falke

Tra­di­tion Cor­beiens P.Wigand § 245

Tra­did­it Had­do in Sta­lo duas partes de man­so, et hominem nomine Wunred desu­per manente cum 3) uxore et infan­tibus suis, ea uero ratione, ut si ali­quan­do 4) fil­ii ejus, his nominibus: Wendil­dac et Bern­dach, red­imere ea uoluerint, XL soli­dos red­dant; sin autem hoc facere noluerint, nul­lus ex hered­ibus suprascrip­ti viri pre­sumat hanc tra­di­tionem vio­lare. Testes: Theod­bal­dus comes, Mar­cwar­dus, Fol­ck­er, Hildi­wero, God­do, Wen­di­co, Als­mar, Gherbald, Eil­ward.

Had­do überträgt in Sta­lo (Stahle) zwei Teile eines Hofes samt dem dort wohnen­den Mann Wunred und dessen Fam­i­lie an das Kloster Cor­vey, mit Rück­kaufrecht für seine Söhne Wendil­dac und Bern­dach.
Zeu­gen: Theod­bal­dus comes, Mar­cwar­dus, Fol­ck­er, Hildi­wero, God­do, Wen­di­co, Als­mar, Gherbald, Eil­ward.

Tra­di­tion Cor­beiens P.Wigand § 281

a) Tra­did­it Berndag in Thuris­loun jur­nales II.
Testes: Eylold, Ymmo.

Bernadag übertrug in Thuris­loun zwei Jur­nale.
Zeu­gen: Eylold, Ymmo.

b) Tra­did­it Abbic in Aluchi de hered­i­tate Gry­mol­di ter­ti­am partem, quam habuit fem­i­na ejus de opere salis.
Testes: Fol­crid, Hildi­ward, Eisward, Adal­frid, Wulfger. 

Abbic übertrug in Aluchi aus dem Erbe des Gry­mold den drit­ten Teil, den seine Frau aus der Salzarbeit hat­te.
Zeu­gen: Fol­crid, Hildi­ward, Eisward, Adal­frid, Wulfger.

Tra­di­tion Cor­beiens P.Wigand § 284

Tra­di­dierunt Wulfhard et Odoy in Tuischi­n­un et in Thuris­loun man­sos II.
Testes: Wymod, Wulfhard, Odi, Erp, Meynold, Ger­ward, Had.

Wulfhard und Odoy übertru­gen in Tuischi­n­un und in Thuris­loun zwei Man­sus.
Zeu­gen: Wymod, Wulfhard, Odi, Erp, Meynold, Ger­ward, Had.

1106 — 1128

Nieder-Mars­berg, Besitz der Kurie

Stift Cor­vey, Abt Erck­en­ber­ti

Zwei Her­ren­höfe in Dorslon (s/​ö Fürsten­berg, Kr.Büren)
Die Vil­lika­tion Nieder-Mars­berg ver­fügt über Zube­hör in Dorslon
Duo domini­calia unum in Thurslen

Kin­dlingers II Nr. XIX, 127 — Spuren Bd. 2 H. 2 S. 30–31

1144

Die edlen Her­rn et liberis homines

  • Hein­ri­cus de Durs­lo min­is­te­ri­alis
  • Wen­del­hardus de Durs­lo min­is­te­ri­alis
  • Ric­nant de Durs­lo min­is­te­ri­alis dessen Söhne die das selbe Lehn des Grafen Siegfried IV von Northeim innehaben 

Mün­ster­sche Beiträge Bd III 1. Abt.

Kin­dlingers III s.35 Nr. 13

1229

Ple­banus Tet­marus de Durslon

Brud­er der Rit­ter Andreas und Con­radus

in Com­men­tarii Min­is­te­ri­al­ibus von 1732 s. 632 pag 9 Pader­bor­nen­sis in diplo­maro 

und Hin­weis über die Rud­era in Dorslon WZ 43,2 s.53 … K. Mertens Ob Lds Geologe 1882

1235 — 1251

Knappe Hart­man­nus de Durslon

Bürg­er zu Mars­berg

WUB 4 , nr 242 s 161u162 

WUB 4 nr 443 s281 u 282

WZ 46 II nr 20 s 145 u 146

Bre­de­lar UB nr 52 Urk 46 s68u69

Kloster Mars­berg UB nr 18 Urk 46 s 43

1235

Mag­is­ter Arnoldus de Dorslon

Bürg­er zu Mars­berg

1298

Rit­ter Bern­hardus de Dorse­lo

WUB 4 Nr. 2510

1308

Ple­banus Johanne de Dorslon

als Zeuge u.a. Über­gabe d Patronat­srecht an Kl. Holthausen

WUB 9 ‚634/​35 Mem. Cop. A19/​20 Lipp. Reg. 2,1/ s.58

Asse­burg­er UB Teil 1 s 48 nr.646

war u.a. mit fol­gen­den Per­so­n­en bekan­nt:

  • Rit­ter von Amelux­en
  • Her­mann von Brakel
  • Edel­herr Simon von der Lippe

1311–1318

Arnoldus de Dorslon

war als Mag­is­ter (Klerik­er) und Proku­ra­tor im Auf­trage der Fürstäbtissin Beat­rix von Holt­edes (Holte) des Frauen Stiftes Essen an der Kurie in Avi­gnon als Päp­stlich­er Kanzeleibeamter tätig

Urk u Reg Vat Archiv Sauer­län­der H. V. Bd.1–5

Über­set­zun­gen der Urkun­den aus dem Vat. Arch. Nr. 405, 441, 449, 458, 466, 1063, 1065

1331 und 1332

Knappe Florin von Dorslon

Urk. d. Prop­stei Mars­berg s.98 s.99 nr. 134 nr.137

war mit fol­gen­den Per­so­n­en bekan­nt:

  • Knappe Gottschalk von Essen­tho
  • Rudolf und Kon­rad von Clinghe
  • Pfar­rer Kon­rad in Essen­tho
  • Her­mann von Stein­heim
  • Johannes von Essen­tho
  • Die Brüder Kon­rad und Ludolf von Clin­gen
  • Gottschalk Käm­mer­er der Cor­vey­er Kirche
  • Mag­is­ter Ger­hard in Mars­berg

4. Apr. 1332

Florin von Dorslon

Mönch in Mars­berg

INA 14 Abt.Paderborn s.75 nr. 87 von Ulrike Stöw­er 

(Archiv des Vere­ins für Geschichte und Alter­tum­skunde West­falens)

war mit fol­gen­den Per­so­n­en bekan­nt:

  • Cotscal­cus, Käm­mer­er der Cor­vey­er Kirche
  • die Mönche Her­man­nus de Sten­heym und Johannes de Essen­tho

  • die Brüder Con­radus et Rudol­fus gen. de Clin­gen, Knap­pen

1336

Flor­i­nus de Dorse­le

WZ 123 s.145 u 146

war 1336 ein Fre­und des Haus­es Marschall 

war mit fol­gen­den Per­so­n­en bekan­nt:

  • von Marschall vor­mals von Osdagessen
  • Rit­ter Rav­eno von Driburg
  • Knap­pen Vol­mar u Hein­rich von Driburg
  • Hein­rich von Nut­lon
  • von Calen­berg

1336

Flor­i­nus von Dorslon

Vil­liam in Hustede

Seib UB III

war mit fol­gen­den Per­so­n­en ver­wandt:

  • 1313 Con­radus de Dorslon
  • 1313 Fried de Dorslon cuet. ibid in Dorslon bm
  • 1338 Bern­har­di van Dorsleve­Dorssle William inHustede bm
  • 1338 Lam­ber­tus de Dorslon V Curi­am in Hustede bf
  • 1453 Lam­ber­tus van Dors­se­len i Gey­seke

1337

Knappe Florin von Dorslon

Urk. Kl. Dal­heim nr.83 Urk 77

war 1337 mit fol­gen­den Per­so­n­en bekan­nt:

  • Hein­rich von Brobyke
  • Rit­ter Gottschalk von Brobyke
  • Friedrich gn. Schuwe
  • Elyas von Asle

1360 — 1367

Priester Florin von Dorslon

Mem Cop A82, Urk d Prop­stei Mars­berg­er U141

war mit fol­gen­den Per­so­n­en ver­wandt und bekan­nt:

  • seine leib­liche Schwest­er Adel­heid gnt. de Dorslen
  • sein Sohn Bertold 
  • seine Vet­tern, die Knap­pen Bernd und Hartwig von Dorslon 
  • Johann Muskamp
  • Propst Johannes Tedesalt von Mars­berg
  • Richter Her­mann Mon­e­tarii

1360 — 1382

Florin de Dorslon und Dorse­len

Ple­banus später Propst und Lehn­sh­err zu Mars­berg

Fis­ch­er J W 1889 Die Eres­burg s.250/51—- Mem Cop A 82 —- Seib. Quellen Anm.10

Westf Kloster­buch Teil 1 von K. Hengst s.577

die Mars­berg­er Pröp­ste (Benedik­tin­er) u.a. Flor­i­nus de Dorslon von 1378 bis 1382

1367

Ple­banus Flor­i­nus de Dorslen

Pfar­rort — et hon­es­tus domi­nus flo­renus de dorslon

ein Geistlich­er der Fam­i­lie von Dorslon

WZ 23 s.283

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Die ver­wandten Rit­ter und Knap­pen

1210 — 1235

Rit­ter Andreas de Durslon

miles vero et min­is­te­ri­alis eccle­si­ae

1210

Rit­ter Con­radus de Durslon

1235 — 1251

Knappe Hart­man­nus de Durslon

1263 — 1280

Rit­ter Hartwicus de Durslon

1298

Rit­ter Bern­hardus de Dorse­lo

1314

Rit­ter Con­radus de Dorslon

1330

Knappe Bernd von Dorslon

siegel­nder Knappe

1330

Knappe Hartwich von Dorslon

siegel­nder Knappe

1331–1337

Knappe Florin von Dorslon

siegel­nder Knappe

1335 — 1349

Rit­ter Friedrich de Dorslon

1336

Rit­ter Flor­i­nus de Dorse­le

1352 — 1360

Knappe Con­radus von Dorslon

1360 — 1409

Knappe Hartwich von Dorslon

siegel­nder Knappe

1372 — 1373

Knappe Bertold de Dorsle

siegel­nder Knappe

1385 — 1409

Knappe Bernd von Dorslon

siegel­nder Knappe

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Anmerkung

Um 1360 und 1373 find­en sich in der Lin­ie einiger Knap­pen Hin­weise, wo sich der Name in de Dorslen und de Dorse­le schon schrit­tweise umge­wan­delt hat. Im Falle der Alheid gnt. de Dorslen wird aber der Fam­i­li­en­name de Dorslon trotz alle­dem noch beibehal­ten. Hier wird auch Florin de Dorslon aus ein­er Knap­pen­fam­i­lie stam­mend als Priester, später­er Propst und Lehn­sh­err zu Mars­berg (Mon­tis Mar­tis), genan­nt.

Fol­gende Beurkun­dun­gen geben Auskun­ft über den Werde­gang des Florin de Dorslon gnt. Dorse­len.

Florin de Dorslon gnt. Dorse­len

ab 1367

Priester

1367 verpfän­den der Mars­berg­er Bürg­er Johannes Mus­camp und seine Frau Elis­a­beth dem Priester Florin von Dorslon und dessen leib­lich­er Schwest­er Adel­heid für eine Schuld von 24 Mark Mars­berg­er Pfen­ni­gen ihren Hopfen­berg.

1377 — 1382

Prob­st

Propst Florin von Dorslon und das gemeine Stift zu Mars­berg (Mers­berge) bekun­den, daß Hen­rik von Nut­te­len (Nut­lon), Bürg­er zu Mars­berg (tho dem Berge), seinen von ihnen zu Lehen gehen­den Hopfen­berg im Freuden­tal (in dem Frodin­dale), mit Zus­tim­mung sein­er Ehe­frau Gesa ihnen aufge­lassen und an Dit­mar Wyck­en­rande, seine Ehe­frau Gesa und Erben verkauft hat. Propst und Stift belei­hen die Käufer mit dem Hopfen­berg.

Siegler

der Kon­vent, Hen­rik von Nut­te­len und die Stadt Mars­berg, deren großes Stadt­siegel Richter Her­mann Müncer, Bürg­er­meis­ter Cord Dynkel­beck­er, und die Rat­sleute Wulfin de Wale, Meysink, Diet­rich Müncer, Gotte Svar­man, Hen­rik Croys, Gotte Warold­ern, Hen­rik Hortwich, Boleke, Dit­mar Wyck­in­rand, Ude Beck­er und Her­mann to Holte anhän­gen

For­malbeschrei­bung

Ausf., Perg., Niederdeutsch. – 3 urspr. anh. Siegel fehlen

1378

1378 kauft Propst Florin von Dorslon den Zehn­ten in Sudeck, welch­er vorher verpfän­det war, mit Bewil­li­gung der bei­den Brüder Florin und Bernard, gnt. von Byge, zurück.

1378 holt Hein­rich Nut­lon den Rat des Lehn­sh­er­ren und Prop­stes Florin zu Mars­berg ein, um einen zehnt- und abgaben­freien Ack­er, Hop­pen­berg gnt., zu verkaufen, welchen der Propst vorher dem Dit­mar Wick­en­rade zum Lehn gegeben hat­te. 

1379

1379 bekun­den die Brüder Florin und Bernd von Byge, Söhne des Crane, ihren Nef­fen, den Mars­berg­er Propst Florin von Dorslon, im Besitz des vierten Teils des Dor­fzehn­ten von Sudick nicht zu behin­dern, obwohl er ihnen gehöre, aber an Hein­rich den Vyss­ch­er ver­set­zt war und nun­mehr keine Ansprüche mehr daran zu stellen, solange die Pfand­summe nicht an den Propst zurück­gezahlt sei. Sie verpflicht­en sich fern­er, dem Propst geliehene zehn Schillinge alter Königs­tournosen zurück­zuer­stat­ten.

1381

Im Jahre 1381 stiftet Propst Florin von Dorse­len und der gesamte Kon­vent des Klosters Mars­berg (Benedik­tineror­den der Pader­borner Diözese) aus Verehrung des Erlösers Jesu Christi und zur Ver­mehrung des Gottes­di­en­stes zwei Messen, und zwar eine im Hos­pi­tal zum Heili­gen Geist und eine zweite am Johan­nisaltar in der St.Nikolaus-Kapelle in Mars­berg. Der Propst und der Kon­vent kündi­gen ihre Siegel an.

1382

1382 gibt Propst Florin von Dorslon einem gewis­sen Kon­rad und sein­er Frau Hylle seinen Hof in Wigerd­ing­hausen (Wygher­dynckusen b. Vyss­ch­ers Müh­le) zum Lehn und zugle­ich damit drei Mor­gen Ack­er­land auf den Steinen (am Ufer der Diemel) und 1 Mor­gen neben Here­bolds Ack­er gele­gen. Diese Län­dereien sollen zehnt­frei sein. Die Pächter sollen aber jährlich auf Michaelis 13 Schillinge Mars­berg­er Pfen­nige, vier Schef­fel Hafer und ein Huhn, ein Fast­nacht­shuhn und eine Stiege Eier zu Ostern entricht­en. Die Aussteller leis­ten Gewähr. 

1426

Im Jahre 1426 über­weisen Propst Cord und der ganze Kon­vent des Stifts Mars­berg, St. Benedik­tineror­den im Stift Pader­born, dem­jeni­gen ihrer Mönche, dem der Propst das Offiz­ium des Kathari­nen-Altars im Mün­ster überträgt, 20 Gulden aus ihren Höfen zu Großen und Lüt­tin­gen Norde und aus ihrem Hof vor der alten Stadt, den zur Zeit Henke Lat­er­velt bewirtschaftet, unter der Bedin­gung, dass er auf seine Pfründe verzichtet und für das See­len­heil des ver­stor­be­nen Prop­stes Florin von Dorse­len, der die Stiftung ein­gerichtet hat, in Gebet und Messen gedenkt.

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Maße in den Tra­di­tiones Cor­beiens­es

MaßLateinis­ch­er BegriffRela­tion zu anderen MaßenRela­tion zu Hek­tar
(West­falen /​Sach­sen)
Man­sus /​Hufeman­sus~ 30–40 Mor­gen
~ 15–20 Tag­w­erke
ca. 7–12 ha
Tag­w­erkjur­nalis= 2 Mor­genca. 0,5–0,7 ha
Mor­genman­sus minor /​mor­ganus (region­al)= ½ Tag­w­erkca. 0,25–0,35 ha
Die Werte schwanken je nach Boden­qual­ität und lokaler Tra­di­tion.

  • Univ. Ob. Prä­para­tor i. R.

    Autoren­seite

    Impres­sum

    Arbeits­ge­mein­schaft für Fam­i­lien­forschung, Orts- und Lan­deskunde

    Anschrift: E.W. und R. Dörscheln, Paul Klee Weg 121, 48165 Mün­ster

    Redak­tion: Regi­na Dörscheln

    Jed­er Beitrag, der hier veröf­fentlicht wird, gilt als Manuskript-Veröf­fentlichung, so daß auch jed­er Ver­fass­er für seinen Beitrag selb­st ver­ant­wortlich zeich­net.

    Nur mit Genehmi­gung des Ver­fassers und mit Quellen-Angabe ist der Nach­druck ges­tat­tet. Alle Angaben sind ohne Gewähr.

    Die Beiträge zur Fam­i­lien­forschung wer­den ehre­namtlich zur Veröf­fentlichung gebracht.