siehe Honselmann Teil 1 1982 Nr. 65, 69, 221 Trad Corb 69 cap.de patibus saxoniae: 2 Hufen für Kirchenbau
siehe Schütte Teil 2 1992 Nr. 065, 069, 221
1106 — 1128
Nieder-Marsberg, Besitz der Kurie
Stift Corvey, Abt Erckenberti Zwei Herrenhöfe (Lehnshöfe) in Dorslon (s/ö Fürstenberg, Kr.Büren) Die Villikation Nieder-Marsberg verfügt über Zubehör in Dorslon Duo dominicalia unum in Thurslen
Kindlingers II Nr. XIX, 127
Spuren Bd. 2 H. 2 S. 30–31
Eine Curtis und Burg in Dorslon bei Brilon, welche der Familie derer von Durslo u. Dorslon gehörte
Seib. Quellen III (Übersicht der alten Rittersitze im Herzogthum Westfalen)
Spuren Bd. II H. 2
Burgengeschichte
Auf dem 486 m hohen Berg Altenfels der nach Süden steil um 150 m abfällt, lagen zwei Burganlagen aus dem Hochmittelalter. Die Burg auf dem Westgipfel konnte 1968 nur durch eine Notgrabung erforscht werden, ehe sie durch einen Steinbruchbetrieb zerstört wurde. Dagegen wurden die Reste der Ostburg ausgegraben, gesichert und zugänglich gemacht.
Allerdings ist über die Geschichte der Ostburg nichts bekannt. Diese hat schätzungsweise etwa von 1100 bis ins dritte Viertel des 12. Jahrhunderts bestanden und wurde durch einen Brand zerstört. Hauptbestandteile bildeten zwei möglicherweise zu Wohnzwecken genutzte Türme. Das dazwischen liegende Gelände wurde durch Wälle und Gräben gesichert. Hinweise auf eine weitere Bebauung des Areals gibt es nicht.
Nur zur Westburg gibt es einige Hinweise. Den archäologischen Funden zu Folge wurde die Westburg in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts errichtet. Erstmals erwähnt wurde diese 1144 in einem Besitzverzeichnis des Grafen Siegfried IV. von Boyneburg und Homburg. Im Jahr 1202 taucht sie im Teilungsvertrag der Söhne von Heinrich dem Löwen auf. Später verfiel sie und geriet in den Besitz der Erzbischöfe von Köln. Siegfried von Westerburg sicherte den Bürgern der Stadt Brilon 1294 zu, dass sie von der wiederhergestellten Anlage keinen Schaden zu befürchten hätten. Da sie beim Aufbau der Burg halfen wurde ihnen vielmehr Schutz zugesagt. Letztmalig erwähnt wurde eine bischöfliche Burgbesatzung im Jahr 1326. Nach archäologischen Hinweisen wurde die Westburg im 14. Jahrhundert zerstört.
Jens Friedhoff: Sauerland und Siegerland. Theiss Burgenführer. Stuttgart, 2002. S.26, ISBN 3–8062-1706–8
Frage
zur Westburg Altenfels bei Brilon
Waren derer von Durslo als Ministeriale oder Ritter und Knappen auf dieser Burg, da diese die einzigste Burg von Siegfried IV bei Brilon gelegen war?
Siehe Seib. Quellen III (Übersicht der alten Rittersitze im Herzogthum Westfalen), Eine Curtis und Burg in Dorslon bei Brilon, welches der Familie derer von Durslo u. Dorslon gehörte
1129 — 1135
Es sind die edlen Herren (Edelfreie) liberis homines
Der edle Herr Heinricus de Durslo ministerialis.
Der edle Herr Wendelhardus de Durslo ministerialis.
Der edle Herr Ricnant de Durslo ministerialis und dessen edle Herren Söhne, die das selbe Lehn des Grafen Siegfried IV von Northeim innehaben werden. Ein Sohn ist der Vater von Andreas.
Die Lehnsfähigkeit der Ministerialen und die Erblichkeit ihrer Stellung bildeten zwei Vorausetzungen für ihren späteren Aufstieg in den niederen Adel.
Münstersche Beiträge Bd III 1. Abt.
Kindlingers III s.35 Nr. 13
1210 — 1235
Der edle Herr Ritter u. ministeriale Andreas de Durslon (–)
u.a. Marsberger Bürger
1210 Bredelar Urk. Nr. 12, siehe WUB 7 Nr. 74 und Seib. I, 137
1217 Eine Übersetzung, Rüthen 1217, siehe WUB 7, 138 Düsseldorf St.-A. Or. Kurköln Nr.52 Seib. UB I, 149 Reg. Elberfelder UB I, 282
1217 REK Nr. 174
1227 Bredelar Urk. Nr. 17, siehe WUB 7, Nr. 300
1229 Seib. I, 186, siehe WUB 7, 320 und Fürstenbergs Monum. Paderb. p. 105 dazu in Anlehnung WUB 4, 168
1231 Dalheimer Urk. 18 und 18 a, siehe WUB 4 Nr. 209,
1231 Dalheimer Urk. 19, siehe WUB 4 Nr. 210 REK III, S.107
1231 Regesten und Urkunden Bd.1 Kloster Haina Nr. 69
1235 Westfälische Zeitschrift (WZ) Bd. 46 siehe dazu Spuren Bd. 2, H. 1, Seite 13 Weitere nicht übersetzte Urkunden
1210 WUB 4, 39 Abschr. s. XIII Msc. 118 S. 8
1216 WUB 4, 61 Or. Kl. Abdinghof, Urk. 40
1216 WUB 4, 63 Or. Kl. Abdinghof, Urk. 41
1229 WUB 4, 168 Auszug nach Msc. I 242, S. 117
1230 WUB 4, 190 Regesten Msc. I 242 b S. 34 ‑VI 224 S. 41
1233 WUB 4, 223 Or. Kl. Hardehausen, Urk. 32
1233 WUB 4, 224 Or. Kl. Corvey, Urk. 87
1234 WUB 7, 418 Or. Auf Haus Padberg Seib. UB III 1088
1235 WUB 4, 242 Regesten Msc. I 242 b, S. 34 WZ 46 II, S. 145/46 Nr. 20
1210
Der edle Herr Ritter Conradus de Durslon
Bruder von Ritter Andreas de Durslon
1229
Plebanus Tetmarus de Durslon
Bruder des Andreas und Conradus, Bürger zu Marsberg
in Commentarii Ministerialibus von 1732 s. 632 pag 9 Paderbornensis in diplomaro und
Hinweis über die Rudera in Dorslon WZ 43,2 s.53 … K. Mertens Ob Lds Geologe 1882
1235–1251
Knappe u. Der edle Herr Ritter Hartmannus de Durslon
Sohn von Andreas, Bürger zu Marsberg
1235
Arnoldus de Dorslon
Bürger zu Marsberg
1260
Sacerdos Hermannus de Dorslon
UB Liv. Kur u. Estl.
1263 — 1280
Der edle Herr Ritter Hartwicus de Durslon
Sohn von Hartmannus, Bürger zu Marsberg
WZ 8 s. 42 u. 78
1298
Der edle Herr Ritter Bernhardus de Dorselo
Sohn von Hartwicus
WUB 4 Nr. 2510
1308
Plebanus Johanne de Dorslon
als Zeuge u.a. Übergabe des Patronatsrechtes an Kl. Holthausen
WUB 9 ‚634/35 Mem. Cop. A19/20 Lipp. Reg. 2,1/ s.58
1308
Patronatsrecht der Kirche
Dorslon besitzt das Nonnenkloster Holthausen
1312 — 1317
Arnoldus de Dorslon
Magister zu Köln und Päpstl. Procurator in Avignon
Urk u Reg Vat Archiv Sauerländer H. V. Bd.1–5
Übersetzungen der Urkunden aus dem Vat. Arch. Nr. 405, 441, 449, 458, 466, 1063, 1065
Die älteste vorhandene Unterschrift vom Dorsloner Adelsgeschlecht
1313
b.m. Conradus de Dorslon in Hustede
Seib UB II
1313
b.m. Fried de Dorslon
Seib UB II
1314
Knappe Everhardus de Dorslon
Bürger zu Marsberg
1314
Der edle Herr Ritter Conradus de Dorslon
Sohn von Bernhardus
1321
Ordensfrau Ludgardis von Dorslor
im Zisterzienserinnen-Kloster Walberberg
REK IV, 1269
1323
Henricus scrodere de Dorslon
Ratsherr u. Bürger zu Marsberg
Seib 2 Nr. 595
Urkunden der Probstei Marsberg Nr.116 hier Marsberger Urk. Nr.64 s.89 u.90
WUB 9 Nr. 2320
1330
Knappe Bernd von Dorslon (*)
Siegel links, mit dem Emblem vom Dorsloner Wappen
1330
Knappe Hartwich von Dorslon (*)
Siegel rechts
1331 — 1337
Knappe Florin von Dorslon (*)
1335 — 1349
Der edle Herr Ritter Friedrich de Dorslon gnt. Dorsle
Enkelsohn von Conradus, und sein Knappe Fr. von Dorsleden
Beiträge z. Fam Forsch. 1998 H.3,
REM I, 762,
REM 1. Abt Bd. 2 Nr. 3463
Spuren Bd.2 H.1 u. H.10,
WUB 7, 74,
Spuren Bd.2 H.2
1338
Villiam in Hustede Bernhardi van Dorsle
Seib UB III
1338
Lambertus de Dorslon
Seib UB III
1338
Villiam in Hustede Florinus von Dorslon
Seib UB III
1352 — 1360
Knappe Conradus von Dorslon
Mem Cop A 62
1358
Domherr (Canon.) zu Hildesheim Gherde van Dorsle
UB Hochstift Hildesheim
1360 — 1409
Knappe Hartwich von Dorslon (*)
1360
Alheid de Dorslon gnt. de Dorslen und ihr Bruder Flerin mit seinem Sohn Bertold
kaufen 2 Teile des Duvelshofes mit Zubehör.
Es siegelt der Knappe Conradus auch für seinen Bruder Hartwich de Dorslon gnt. de Duvele (Besitzer vom Duvelshof) für die o.a. angeführte Urkunde.
Mem.Cop. A82 — Nr.40 von 1360 Juni 23
1360 — 1385
Plebanus u. späterer Hochwürden — Propst und Lehnsherr zu Marsberg Florin de Dorslon und Dorselen
Bürger zu Marsberg
Fischer J W 1889 Die Eresburg s.250/51
Mem Cop A 82
1360
Domherr zu Hildensem Cord van Dorsle
Inv. D. Archivs d.Stdt. Höxter
1362
Domherr (Canon.) zu Hildesheim Bertold van Dorsle
Sohn des Lambrecht van Dorsle
Warburger Stammtafel 211 u. s.130
Beiträge z. Westf. Fam Forsch. Bd.43/44 von W. Frese Archiv Amt Münster
Inv. D. Archivs d. Stdt. Höxter
1362
Domherren (Canon.) zu Hildesheim Gerd und Konrad van Dorsle
UB Hochstift Hildesheim
1367
Plebanus Florinus de Dorslen
Pfarrort — et honestus dominus florenus de dorslon
WZ 23 s.283
1372 — 1373
Knappe Bertold de Dorsle (*)
1373
Guda de Dorslon geb. von Recklinghausen
Ehefrau des siegelnden Knappen Bertold van Dorsle
1379
Knappe Hartwich von Durslo und seine Frau Ilsabe
WZ 54,2 s.214
1385 — 1409
Knappe Bernd von Dorslon (*)
Mem Cop A 125 A 135 A 137
1386
Elsike
Ehefrau des Hartwich de Dorslon
Er und sein Bruder Bernd sind beide siegelnde Knappen.
Mem Cop A 130
1434
Konrad von Dorslon
Bürger zu Marsberg
Er und sein Bruder Bernd sind beide siegelnde Knappen.
Die Urkunden des Klosters Dalheimer Nr.174 Dalh. Urk 163 s.97
Thurisloun — das spätere Thurslen, Durslon, Dorslon, Dorselo und zuletzt Dorsel
Abbildungen der Siegel
Urkunde 318 von 1373, Kloster Abdinghof Knappe Bertold de Dorsle(*)Urkunde 205 von 1330, Kloster Bredelar
Knappe Bernd von Dorslon(*) Siegel links, mit dem Emblem vom Dorsloner Wappen
Knappe Hartwich von Dorslon(*) Siegel rechts
Urkunde 122 von 1385, Kloster DalheimUrkunde 123 von 1385, Kloster Dalheim
Knappe Bernd von Dorslon(*) Siegel links
Knappe Hartwich von Dorslon(*) Siegel Mitte
Knappe Bertold de Dorsle(*) Siegel rechts
Einige Angaben aus der Literatur über Dorslon
Asseburger UB von 1887 von J. Graf von Bocholtz – Asseburg, Teil 2 Seite 48 bis 50, Nr. 646, 649, 650 Nr. 646, Höfe in Dorslon, siehe Preuß und Falkmann, Lipp. Reg. II 58. Nr. 581 Nr. 649, duas curias in villa Dorslon, nach Copiarbuch Nr. 16 fol. 73 im Besitz des Grafen von Westphalen.
Heimatbuch der Stadt Wünneberg von 1987 Seite 53 ff, G. Henkel, Siedlungsgeschichte im Stadtraum Wünneberg vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Mit einer Abb. über Scherbenfunde und einigen Abb. über die Ortsangabe von Dorslon. Auf Seite 136 u. 137 eine grosse Karte mit einem Hinweis: Dorsloner District, ausserdem eine Anm.: „Herrschaft Fürstenberg aus dem Jahre 1751“
Nr. 650, Kloster Holthausen bei Büren verkauft Höfe und das Patronatsrecht der Kirche zu Dorslon. Nach Copiarbuch Nr. 18.
Archiv für Geschichte und Alterthumskunde Westphalens P. Wigand von 1838, Bd. 7, S. 251 Nr. 148, Das älteste Corveysche Lehnsregister, MCCCLXXX quinto (1385) item eynen hof mit syner to behoringe to dorsle
Fahne von Roland von 1858, Geschichte der Westphälischen Geschlechter. Seite 135, Dorslo, Ort bei Marsberg. Gegen 1300 trägt Conrad de Dorslo das Dorf (Villa) Hustede und Fried de Dorslon den Hof (Curiam) Dorslon von den Grafen von Arnsberg zu Lehn.
C. V. Grupen von 1768, Origines Germaniae, oder das älteste Teutschland unter den Römern, Franken und Sachsen, Teil 3, § 2 (Mit einem Vorbericht des Verlegers, Lemgo den 7. Sept. 1767) Seite 232, Auszug aus Origines Lippiacas: 1308 der Verkauf der Curtium in Villa Dorslon cum jure patronatus und der Extract dieses Diplomatis lautet in der Abschrift, worin er mir comuniciret; Seite 233 u. a. Curtes suas in villa Dorslon, cum jure patronatus .
In G. Henkel von 1973, Wüstungen des Sintfeldes, steht auf Seite 47, das Mertens 1882 nur noch ein Erdloch vorgefunden hat, aber er bezieht sich auf W. Spanken geb. 1803, der noch ein Mauerwerk von ca. 4 Fuß Höhe gesehen hat. Einen sicheren Beweis der Identität von Erdhügel und Kirchenstelle lieferte eine Katasterkarte von 1782, auf der sowohl das Dorsloner Feld wie auch darin die Kirchenrudera erscheinen, die genau eingemessen sind und übertragen den heutigen Erdhügel treffen. Der Oberlandesgeologe C. Mertens beschreibt eine Lokalbesichtigung von 1882: der Kirchhof ist noch sichtbar, ein Morgen groß und berichtet weiter von Skeletten und behauenen Steinen, die beim Pflügen gefunden wurden. An verschiedenen Stellen gefundene Scherben, Eisenlupen und andere Indizien beweisen, dass es viele mittelalterliche Siedlungsstellen in Dorslon gegeben hat.
G. Henkel von 1974, Geschichte und Geographie des Kreises Büren. Seite 95, Abb. Dorsloner Scherbenfunde, Seite 142 Sintfeldkirche Dorslon und Seite 154, 155, dto.
K. Honselmann von 1982, Die alten Mönchslisten und Traditionen von Corvey, Bd. 6 Teil 1, siehe P. Wigand Archiv Bd. 7 u. L. Schütte Seite 93 mit Nr. 65 u. 69, Seite 120 Nr. 221
INA Westfalen NF 14, Auf Seite 75, Nr. 87 Florinus de Dorslon und auf Seite 125, Nr. 192 Bertolt van Dorsle, Knappe. Siehe B. Stolte
Ilgen Th. von 1894, Die Westfälischen Siegel des Mittelalters IV. Heft, Seite 21 und Tafel 226 mit Abb. 10 + 11 Dorslon von, Wüstung im Sindfeld nw. Marsberg Seib. UB I ff. unter Dorslon, Westf. UB. IV unter Dorslo, Fahne Westph. Geschl. 135, Westf. Ztsch. XXIII 283
H. K. Kaminsky von 1972, Studien zur Reichsabtei Corvey in der Salierzeit. Seite 140, zwei Herrenhöfe in Dorslon sö. Fürstenberg, Kr. Büren. Seite 229, § 21 Duo dominicalia: unum in Thurslen (Anm. 3, Dorslon sö. Fürstenberg, Kr.Büren)
R. Krumbholtz von 1917, Urkundenbuch der Familie Volmerstein und von der Recke Nr. 133, Seite 39 u. 40, 1217 Sept. 5 (nonas Septembris) Rüthen, Andreas de Durslo
Lippische Regesten von 1863 (Preuß und Falkmann) Bd. 2 Seite 59, steht: Dorslon ist eine Wüstung bei Büren an der Alme.
Memeringsches Kopiar (Mem. Kop.) von 1500 Urkunden aus dem Graf von Westphalen‘schen Archiv, von A. Bruns Hauptsächlich Angaben über die Höfe in Dorslon, mit Namen u. a. der Knappen derer von Dorslon u. s. w. Unter der Bez. A 215, Mem. Kop. Nr. 97 um 1432 und 1459, steht folgendes geschrieben : Zwischen Beffte und Schwickers marke ligt ein groht wiltnisse up de linken handt und heit Dorssel. Unter der Bez. A 383, Mem. Kop. Nr. 185 um 1617, steht folgendes geschrieben: Zudem die Westphalen zu Dorsell, wo früher ein Dorf lag, viele Länderein und Äcker besitzen etc.
N. Kindlingers von 1790, Münstersche Beiträge zur Geschichte Deutschlandes Bd. 2, Seite 127, § 20, Duo dominicalia unum in Thurslen
Die Regesten der Erzbischöfe von Köln (REK) Bd. 3 Nr. 703 Andreas v. Durslo, vgl. WUB, 4 126 Nr. 190 aus Reg. Msc. I 242 b Seite 34, VI 224 Seite 41 in Münster
Seibertz Quellen von 1857 Bd. 1 und um 1869, Bd. 3 Seite 239, Anm. 10, hier wird es wieder anders bezeichnet, hier steht geschrieben: Eine Curtis und Burg bei Brilon. Woher hat Seibertz diese Angaben ?
Seibertz Urkundenbücher Bd. 1 — 3 von 1839 — 1854 haben einige Stellen aufzuweisen: Villiam Dorslon , Curtem in Dorslo
Schneider H. von 1936, Die Ortschaften der Provinz Westfalen bis zum Jahre 1300, Seite 34 wie folgt: Dorslo, wüst an der Stelle des jetzigen Gutes Wohlbedacht i. L. Fürstenberg Kr. Büren .“Thurisloun“ 9. Jh. (Tr. Corb. Nr. 281); „Durslo“ Ende des 12. Jh. (Bauermann, Scheda, S. 233, Anmerk. Nr. 237 „Dorslo“ 1210;“ Durslo“ 1216; „Thurslon“1233 „Dorslon“ 1262 (WU. IV. Nr. 39; 63; 224; 928). Kl. Corvey hatte hier im 9 Jh. Besitz; 1262 verpachteten die Ritter Konrad und Albero v. Welda ihr Gut in D. einem Marsberger Bürger; Andreas v. D. 1210; plebanus Tetmar 1229 (Wu. IV. Nr. 168).
Max von Spießen von 1901, Wappenbuch des Westfälischen Adels Bd. 1 Seite 42 wie folgt: Dorslon, Dureslo, Dorsele (Taf. 101) – Stammsitz liegt bei Marsberg. Q.: Archiv des Hauses Engar. — Die Familie kommt noch 1434 vor.
L. Schütte von 1992, Die Alten Mönchslisten und Traditionen von Corvey, Bd. 6. Teil 2, Nr. 065, 069, 221 (Landschenkungen an Kl. Corvey) Siehe K. Honselmann und P. Wigand Archiv Bd.7 Seite 116 Nr. 065 Berndag in Thurisloun, Id.: Dorslon, heute Wohlbedacht 6 km nw. Marsberg 2 iurnales Seite 118 Nr. 069 Wulfhard et Ody in Tuischinun et in Thurisloun 2 mansi Seite 197 Nr. 221 Wytsuit et Merio anima fratris sui Waldonis in Thurisloun Id.: Dorslon wie 065 30 iurnales
Schrader, von 1832, Bd. III, Seite 207 „Im Almegau“ Die Minist. de Durslo, Dorslon, eine Wüstung etwa in der Gegend von Büren. (Grupen Or. Germ. III. 233 u. 234)
B. Stolte von 1905: Das Archiv des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn. Teil II: Urkunden Paderborn 1905. Neuauflage in: INA Westfalen NF 14, Auf Seite 75, Nr. 87 Florinus de Dorslon und auf Seite 125, Nr. 192 Bertolt van Dorsle, Knappe.
Verschiedenes: Orig. Urkunden, Findbücher, Akten und Manuscripte (Msc.) in dem jeweiligen Staatsarchiv einzusehen.
Urkunden der Propstei Marsberg: Namen derer von Dorslon, Personen die Besitz hatten, oder als Zeugen auftraten. H. Müller von 1998
Die Urkunden des Klosters Bredelar: Namen derer von Dorslon etc, die als Zeugen auftraten. H. Müller von 1994
Die Urkunden des Klosters Dalheim: Namen und Höfe zu Dorslen, Dorsloen S. 206, Güter zu Dorslon, Gut zu Dorsele, und unter Nr. 272, Urk. 247 steht geschrieben: Ländereien die ostwärts an Meerhof und westwärts an die Dorsler Mark stoßen etc. H. Müller von 1995
WUB von R. Wilmans und H. Finke von 1874, in Bd. 3, wo die Zeugen (testes) genannt werden. Hier ist kein Hinweis hinterlassen, wo genau Dorslon liegt.
WUB 9, nur Angaben Güter, Höfe und Besitz in Dorslon
P. Wigand von 1838, Archiv für Geschichte und Alterthumskunde Westphalens Bd. 7, Seite 251, Nr. 148, Item eynen hof mit syner to behoringe to dorsle (MCCCLXXX quinto)
Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde, die spätere Westfälische Zeitschrift (WZ) mit unterschiedlichen Autoren. Bd. 2 — 84
Bd. 2 Seibertz von 1839, S. 109, Durslo im Pagus Almunga laut Schrader Dynastenstämme S. 207
Bd. 8 E. F. Mooyer von 1845, S. 42, siehe Grupen Orig. Germ. III, 232 u. 233, den erwähnten gleichnamigen, jetzt aber wüsten Orte in der Gegend von Büren benannt wird, (das. II, 475)
Bd. 21 W. Spanken von 1861, S. 43, Thuresloun
Bd. 23 H. Kampschulte, von 1863, S. 283, Der Almegau, Dorslen Pfarrort loc. des. (sehr umfangreiche Erklärung mit Quellenangaben) und eine Karte: Das Sindfeld im Pagus Almunga, mit dem Kirchort Dorslon.
Bd. 38 W. E. Giefers von 1880 S. 134 Anm. Spanken berichtet, was ostwärts an den Meerhof und westwärts an die Dorsloer Mark grenzt. Dorslo war ein Pfarrdorf in nächster Nähe des Gutes Wohlbedacht; die Ruinen der Kirche sind dort noch erhalten. ( Urk. — Buch des Klosters Dalheim.Vgl. Erhard, Urk. 554. 587.)
Bd. 40 W. E. Spanken von 1882, S. 143, de van Dorsele
Bd. 42 H. Dürre von 1884, S. 62 + 63 Nr. 486, „Gute Ortserklärung“ Thurisloun § 281, 284, 420, Th. wird in § 284 mit Tuischinun zusammengestellt. Thurslen wird im Erkenbertschen Güterregister § 20 unter den Orten genannt, wo sich Herrenhöfe (dominicalia) des Klosters befanden. Aus den Urkunden des Stiftes Cappel bei Lippstadt von 1486 und 1499 ergibt sich, dass Dorslo in nächster Nähe des jetzigen Vorwerks Wohlbedacht zwischen Essentho und Fürstenberg NW. von Marsberg gelegen war. WUB IV, Nr. 168. — Lehnb. I, Nr. 148 in Wigand Arch. VII, 251. — Westf. Zeitschr. 38, 134. –
Das. 1, 105
Bd. 43 Holscher von 1885, S. 53 Nr. 9 „Gute Ortserklärung“ Dorslon, Durslon, ein jetzt wüster Kirch- und Pfarrort zwischen Fürstenberg und Essentho, nahe beim Gute Wohlbedacht. In der zweiten Hälfte des vorigen Jh. sah man noch eine Rudera der vormaligen Kirche und noch jetzt wird die Stelle des Kirchhofs gezeigt. Siehe Preuss und Falkmann, Lipp. Reg. II, 581, Wilmanns a. a. O. IV, 111
Bd. 44 Holscher u. Grüe von 1886, Seite 126, Dorslon, ausgegangener Ort bei Fürstenberg, wo jetzt das gräfliche Westfhalensche Gut Wohlbedacht liegt.
Bd. 46 Fr. X. Schrader von 1888, Nr. 20 Seite 145 – 146 Dorslon, ausgegangener Pfarrort, lag auf dem Sindfelde, im Kr. Büren, zwischen Fürstenberg und Essentho. Das gräfl. Westphaen´sche Gut Wohlbedacht nimmt die Stelle desselben ein. Gute Erklärung über den Ritter Andreas von Dorslo und die Zeugen Arnold und Hartmann, Brüder von Dorslo
Bd. 51 L. Grüe von 1893, Seite 3, 9, 11, Seite 11, Auch die Orte Dorslon und Vesperthe hatten im Jahre 1229 Pfarrkirchen, wie eine Urkunde von diesem Jahre bezeugt, worin die Plebani Tetmar de Durslo et Herman de Vesperthe genannt werden. Urkunde bei Schaten und F. v. Fürstenberg. Das Dorf Dorslon, auch Durslo, Dorslo oder Dössel, in vielen Urkunden genannt, lag zwischen Fürstenberg und Essentho, in der Nähe des jetzigen gräfl. Westphalen´schen Gutes Wohlbedacht.
Bd. 54 Graf Bocholtz – Asseburg von 1896, Seite 214, Knappe Hartwich von Dorsla und Ilsabe seine Frau bekunden etc.
Bd. 67 F. Beste von 1909, Seite 92 + 93 , u. a. über Kloster Dalheim. Dorslon lag etwa in der Mitte zwischen dem Vorwerk Elisenhof und Essentho, Hasselborn östlich von Dorslon in der Nähe Meerhofs.
Bd. 72 A.Voss von 1914, Seite 193, 1330 bestanden die Einkünfte der Propstei in Wein, Getreide etc. aus Dorsele 12 M.
Bd. 84 F. Schmidt von 1927, Seite 157, steht Lambert van Dorsselen
1. von Berndag in Thurisloun 2. von Wulfhard, Ody in Tuischinun et in Thurisloun 3. Wytsuit, Merio et Waldonis in Thurisloun (das spätere Thurslen, Durslon, Dorslon, Dorselo und zuletzt Dorsel) Das Kloster hatte somit drei verschiedene Besitzeinheiten
Traditiones Corbeiensis § 281, 284, 420
Spuren Bd. 2 H. 2 Siehe Abb.1
1106 — 1128
Nieder-Marsberg, Besitz der Kurie
Stift Corvey, Abt Erckenberti
Zwei Herrenhöfe in Dorslon (s/ö Fürstenberg, Kr.Büren) Die Villikation Nieder-Marsberg verfügt über Zubehör in Dorslon Duo dominicalia unum in Thurslen
Kindlinger II Nr. XIX, 127
Spuren Bd. 2 H. 2 S. 30–31 siehe Abb. 2
Eine Curtis und Burg in Dorslon bei Brilon, welches der Familie derer von Dorslon gehörte
Seib. Quellen III (Übersicht der alten Rittersitze im Herzogthum Westfalen)
Spuren Bd. II H. 2 Siehe Abb.3
1262
Ritter Konrad von Welda hat sein Gut in Dorslon einem Marsberger Bürger verpachtet
Wigand Archiv VI, 395, Nr. 53
WUB 4, 928
1277
Ludwig Witte Pape verkauft dem Richter in Brilon ein Gut in Dorslon.
WUB 4, 1496
Seib. UB I, 379
Bruns A 15
1281 — 1303
Die Brüder Bertold und Gottfried von Dorpede haben zwei Ministerialen — Höfe in Dorslon
Güterverz. d. Gf. von Arnsberg
Seib. UB II 551 s. 112 u. 113
1306
Edelherr Simon zur Lippe überläßt dem Albert von Amelunxen die Lehnsgüter zu Dorsle
Asseburger UB I Nr. 646, 649, 650
WUB 9, 498
1308
Ritter Albert von Amelunxen verkauft dem Kloster Holthausen zwei Höfe (Curtes) im Dorf Dorslon mit dem Patronatsrecht über die dortige Kirche und allen Kotstätten und Zubehör Zeuge: Johann, Pleban in Dorslon
WUB 9, 635
Lipp. Reg. 2, 1 Nr. 581
Mem. Kop. Nr. 14 (Bruns A20) Asseburger UB II, Nr. 646
C.Grupen Teil III S. 232 — 33
1313
Fred de Dorslon (bonum ministeriale) ist mit einem Arnsberger Ministerialen — Hof in Dorslon belehnt worden
Seib. UB III, 556
1332
Edelherr Walram von Buren verkauft an Siegfried von Buren einen Hof (curiam) in Dorslon mit allem Zubehör insbesondere einer Scheune auf dem Friedhof zu Dorslon
Mem. Kop. Nr. 21 (Bruns A 34)
1338
Conradus de Hodinchusen Cutem in Dorslon b.f. Syffridus dictus Suicker miles II curias in Durslon b.f.
Güterverz. d. Gf. von Arnsberg
Seib. UB III , Nr. 168 und 341
1352
Knappe Konrad von Dorslon überträgt zwei Hufe Land in Dorslon an Dietrich gnt. tho Holte, Bürger to Marsberg (Montis martis
Mem. Kop. Nr. 31 (Bruns A 62)
1353
Graf Gottfried zu Arnsberg belehnt Johann von Padberg mit einem Gut zu Dorslon (dieses Recht als Lehnsmann übergibt er 1456 an Kloster Dalheim)
Mem. Kop. Nr. 33 (Bruns A 65)
1360
Die Brüder Konrad und Hartwich gnt. de Duvele verkaufen zwei Teile ihres Hofes in Dorsle, der Duwelshof genannt wird, mit Zubehör an Flerin, dessen Schwester Alheid gnt. de Dorslen und Bertold, Sohn ihres Bruders.
Mem. Kop. Nr. 40 (Bruns A 82)
Der Duvelshof wird in den Jahren 1360, 1388, 1409 und 1495 also insgesamt über einen Zeitraum von 138 Jahren erwähnt
1364
Die Brüder Heinrich, Johann und Gyso gnt. von Brobike verkau-fen an Dietrich tho Holte ihre Güter zu Dorslon mit allem Zubehör.
Mem. Kop. Nr. 42 (Bruns A 89)
1371
Eb. Friedrich v. Saarwerden belehnt den Friedrich de nova domo in Padberg mit zwei Curtis in Dorslon
St. A. Düsseldorf, Kurköln, Lehen, Gen. I fol. 10
A. Hömberg H. 4 S. 81
1373
Hermann von Essende bekundet, dass Junker Friedrich zu Pattborch und sein Sohn einen Hof zu Dorsele, gnt. der freie Hof, mit allem Zubehör das ihm Friedrich verpfändet hatte, einlösten.
Mem. Kop. Nr. 47 (Bruns A 103)
1377
Probst Florin de Dorslon, Lehnsherr zu Marsberg erwirbt von seinen Vettern Bernd und Hartwich von Dorslon einen Hof und eine Hufe Land zu Dorslon.
Arnsberger Lehns-Acten = Seib. UB
Spuren Bd. 2 H. 2
Seib. Quellen III Anm. Nr. 10
1377
Mit der Curtis in Dorslo wurde Arnulf v. Alme durch den Grafen von Arnsberg beliehen
Seib. Quellen III
1379
Die Brüder von Valkenbergh verkaufen die Hälfte ihres Gutes zu Dorslon (Dorslen) dem Gerhard Muntere, Bürger zu Marsberg
Dalheimer UB Nr. 119 Dalheimer Urk. 110
1385
Ein Corveyer Hof (Kl.Corvey) wird noch von einem Ortsansässigen bebaut
Henkel, Anm.: Wigand Archiv 7, S. 251 Nr. 148
1385
Die Brüder Bernd und Hartwich von Dorslon (Knappen) verkaufen Johann Gutynge ihre Hufe zu Dorslon (gnt. die unzehntbare)
Mem. Kop Nr. 52 (Bruns A 125)
RKG B 62 Bd. 3. fol. 328–29
1385
Wedekind von Falkenberg und Lubert Westfalen wurden mit einem Hofe in Dorslon beliehen
J.W.Fischer Spuren Bd. 2 H. 5 S. 90 siehe Abb. 4
1386
Kunne v. Horhusen verkauft Bernhard Munten ihren Anteil des Zehnten zu Dorslon
Mem. Kop. Nr. 55 (Bruns A 129)
1386
Die Brüder Bernd und Hartwich von Dorslon (Knappen) und Else, Ehefrau des Hartwich, verkaufen Gesine Belynges ihren Anteil des Zehnten zu Dorslon, der ¼ umfaßt mit allem Zubehör (für 60 Gulden wiederkäuflich)
Mem. Kop. Nr. 54 (Bruns A 130)
1388
Die Brüder Bernd und Hartwich von Dorslon und Else, Ehefrau des Hartwich, verkaufen ihren Hof zu Dorslon gnt. Duvelshof an Gese Gutynges zu Marsberg (to dem Berge) für 12 Gulden wiederkäuflich. Welches auch danach geschehen ist, denn 1409 ist er im Besitz derer von Brobecke, die ihn verpfänden.
Mem. Kop. Nr. 57 (Bruns A 135)
1391
Die Brüder Bernd und Hartwich von Dorslon (Knappen) verkaufen Hermann Sassen ihren Zehnthof zu Dorslon mit allem Zubehör für 34 Gulden wiederkäuflich.
Mem. Kop. Nr. 59 (Bruns A 137)
1399
Otto von Valkinberg hat einen Hof zu Dorslon an Hermann to Holte verkauft und versetzt.
Dalheimer UB Nr. 142 Dalheimer Urk. 131
1409
Knappe Herbord von Brobecke und seine Frau Luneke verpfänden an Hermann Gheylinges, ihr von den Brüdern Bernd und Hartwich von Dorslon ererbtes Gut, den Duvelshof, und ihre Hufe Land, gnt. die zehntfreie Hufe zu Dorslon mit allem Zubehör
Mem. Kop. Nr. 65 (Bruns A 175)
RKG, B 62 Bd. 3 fol. 332
1416
Ritter Rave von Kalenberg tauscht mit Friedrich vom neuen Haus Padberg einen Hof mit 5 Hufen Land zu Dorslon (Curia in Dorsele)
Dalheimer UB Nr.151 Dalheimer Urk. 140
1427
Der Marsberger Bürger Hermann to Holte verkauft dem Marsberger Bürger Gottfried Ludekin die Hälfte der Güter in Dorslon
Dalheimer UB Nr. 159 Dalheimer Urk. 148
1431
Gf. Otto von Waldeck belehnt das Kloster Dalheim mit den früher Kloster Corvey zustehenden Besitzungen, und zwar ein Hof, fünf Hufen Landes zu Dorszele, mit einer Scheune und zwei Kotten
Dalheimer UB Nr. 172 Dalheimer Urk. 161
1434
Konrad von Dorslon versetzt zwei Hufen Landes an Dietrich to Holte Die Brüder von Brobeck verkaufen ihre Güter zu Dorslon an Dietrich to Holte Kunne von Horhusen verkauft Gerd Muntere den vierten Teil des Zehnten zu Dorslon
Dalheimer UB Nr. 174 Dalheimer Urk. 163
1440
Die Brüder von Horhusen bekunden, dass sie Prior und Konvent in Böddeken folgende ererbte Güter überlassen, damit das Kloster Dalheim wieder aufgebaut werden könne, u.a. zu Dorsele drei Höfe.
Dalheimer UB Nr. 181 Dalheimer Urk. 170
WZ 67 II S. 93
1456
Der Knappe Gottschalk vom neuen Haus Padberg überläßt Prior und Konvent des Klosters St. Peter in Dalheim seine Rechte und übergibt Urkunden folgenden Inhalts:
“Über das Gut zu Dorsele von 1277 vorher L.W.Pape, danach ein Richter in Brilon Des Grafen Goddert von Arnsberg, über ein Gut zu Dorsele von 1353 Des Hermann von Essende über einen Hof zu Dorsele von 1373 Des Ritters Rave vamme Kalenberge über einen Hof zu Dorsele von 1416.“
Dalheimer UB Nr. 204 Dalheimer Urk. 190
1459
Abt Arnold von Corvey bestätigt folgende Zuwendungen erhalten zu haben:
Von den Brüdern von Brobecke zwei Höfe in Dorslon, ein Gut, zwei Kotten, eine Hofstätte auf der östlichen Seite des Friedhofs daselbst.
Von den Brüdern von Horhusen im Dorf Dorsele drei Höfe, zwei Malter Hafer und sechs Schillinge sowie den halben Zehnten.
Dalheimer UB Nr. 209 Dalheimer Urk. 194
1469
Heinrich Ludeken, Bürger zu Marsberg, überläßt Prior und Konvent zu Dalheim die lange verwüsteten Güter in Dorslon
Dalheimer UB Nr. 242 Dalheimer Urk. 222
1470
Abt Antonius Prior Heymbrad und der Konvent des Klosters Bredelar, im Stift Paderborn gelegen, überlassen Prior und Konvent von Kloster Dalheim ihre wüsten Güter in Dorsloer
Dalheimer UB Nr. 245 Dalheimer Urk. 225
1485
Der Knappe Herbold von Brobecke bestätigt mittels eines Transfixbriefs, dass das Kloster Dalheim mit den Gütern u.a. in Dorsele belehnt wurde.
Dalheimer UB Nr. 268 Dalheimer Urk. 243
1495
Die Brüder Geylynges verkaufen dem Kloster Dalheim ihren Anteil und Rechte in Dorslon (siehe 1409)
Dalheimer UB Nr. 300 Dalheimer Urk. 266
1500
Der Knappe Volbert Kobbenroth verkauft Prior und Konvent zu Dalheim sieben lateinisch geschriebene Siegelurkunden. Die siebente Urkunde betrifft eine halbe Hufe zu Dorslon und ist von 1335 datiert.
Dalheimer UB Nr. 313 Dalheimer Urk. 276
1504
Der Knappe Friedrich von Kalenberg überläßt Prior und Konvent des Klosters Dalheim all seine Rechte in und an dem Dorf Dorsele.
Dalheimer UB 325 Dalheimer Urk. 288
1506
Der Knappe Antonius Klynge überläßt dem Kloster Dalheim einen Hof mit vier Hufen zu Dorsele
Dalheimer UB Nr. 327 Dalheimer Urk. 291 (Rückseite der Urk .= curiam in Dorslon)
1517
Äbtissin Dorothea Ryuen und der Konvent des Klosters Holthausen bei Büren verkaufen Jost Westphael, Drost zu Büren, ihr sämtliches Gut und das Kirchenlehen zu Dorsell. (Ausgestellt durch Edelherr Simon zur Lippe v. 1308 August 20)
Mem. Kop. Nr. 137 (Bruns A 325)
1519
Äbtissin Dorothea und der Konvent des Klosters Holthausen quittieren Jost Westphael, Drost zu Büren, den Empfang von 100 Goldgulden für ihr Gut zu Dorsele
Mem. Kop. Nr. 137 (Bruns A 325)
1526
Die Gf. zu Waldeck belehnen das Kloster Dalheim mit einem Hof und fünf Hufen Landes zu Dorsel (Dorssell oder Dorßell) mit einer Scheune und zwei Kotten
Dalheimer UB Nr. 351 Dalheimer Urk. 3117
Diese Waldeck’schen Angaben wiederholen sich in den Jahren 1431, 1526, 1542, 1576, 1578, 1580, 1599, 1665, 1670, 1694, 1707, 1708, 1753, 1764 und 1784, so dass dieser Hof in Dorslon über einen Zeitraum von 353 Jahren nachzuweisen ist.
Dalheimer UB von H. Müller
Anmerkung
Durch Schenkungen ab 1429 gelangen größere Besitzungen in Dorslon an das Kloster Dalheim, aber auch die ab 1446 in Fürstenberg ansässigen Herren von Westfalen vermehren ihren Besitzanteil und ein beachtlicher Teil der Dorsloner Gemarkungen geht in deren Besitz über. Durch nicht durchschaubare Machenschaften sind am Ende die Dorsloner Besitzungen auf drei Gruppen verteilt. Anteile daran haben dann nur noch derer von Waldeck, derer von Westfalen und Kloster Dalheim, dessen Besitz aber ab 1803, im Jahre der Aufhebung, verstaatlicht wird.
1739 — 46
Hier wurde der Grundstein des Vorwerks Wohlbedacht im ehemaligen Dorslon gelegt.
G. Henkel : Die Wüstungen des Sintfeldes
1800
In diesem Jahr wurde das Vorwerk durch ein Wohnhaus und eine Scheune ergänzt.
Einst ging Andreas als Knabe hinfort, bei seinem Oheim fortan zu leben. Weit weg vom Hof und Eltern Hort, was ihm solange Heimat ward gewesen. Als Page lernen und sich zu üben mit Pfeil und Bogen das Wild zu jagen. Ehrlich zu sein und nicht zu lügen waren die ersten lehrreichen Jahre.
Dann kam die lange Knappenzeit, ging dem Ritter stets zur Seiten. Ob im Turnier oder auch kampfbereit konnte er sein Geschick nun zeigen. Wie viele Jahre sind vergangen in der Fremde seinen Dienst zu tun. Er war geschickt, er fand Gefallen, seine Hände kannten die Waffen nun.
Bald kam der langersehnte Tag, dass er zum Ritter geschlagen wurde. Dann, jeder Vasalle und Knappe sah als er sein Schwert erhob zum Schwure, gelobte für das Recht und Ordnung zu leben. Er, Andreas von Dorslon, für alle Zeit wollte von nun an die Waffe erheben, war zum Schlichten und Richten bereit.
Stolz war ein jeder nun im Elternhaus zwei Söhne hatten es wirklich geschafft; denn sein Bruder erlangte es auch zum lang ersehnten Ritterschlag. Bruder Konrad wart auch so lange fort, So war die Freude am Hofe gross, zwei neue junge Ritter am Dorsloner Ort, die alle beide das gleiche gelobt.
Er schützte die Kirche und das Land und stand als Burgmann oft zur Wacht. Manch einen Silberling den er erstand, war auch für Hilfreiches gedacht. Sein Name bürgt, kam es zum Streite. Auf Pergament steht es geschrieben bezeugt, dass er als Ritter zugegen weilte und in der Tafelrunde mit entschieden.
Zum letzten Mal nach fünfzig Jahren wird der Name Andreas geschrieben. Er half der Kirche ihr Land zu bewahren; im Dorsloner Tal war lange Zeit Frieden. Dann wird es stille um seine Taten, denn unweit der Kirche ruht er sich aus. Nach all den vielen Jahren war es sein allerletzter Gang nach Haus.
Sein Knappe hat die Waffen getragen Sein Pferd trug ihn zum letzten Mal hinauf zum Acker wo sein Grabe weithin sichtbar im Dorsloner Tal. Ein letzter Gruss der Ritterschaft und nach der Andacht und Gebet wird zuletzt sein Schwert gebracht und zu seiner Rechten gelegt.
Wenn das Tageslicht den Raum erhellt und nur am Altar die Lichter brennen; sind Burgmänner zum Gotteshaus bestellt, die sich zum heiligen Kreuz bekennen.
Der Mönche Gregorianer Gesang, die aus Montis Martis eingeladen, erfüllt den Raum und im Einklang haben sie sehr viel dazu beigetragen.
Die Ritter mit Knappen im Gefolge sie knieten hernieder am Kreuz, denn ein jeder hatte seine Sorgen weil alle die Zeit nicht erfreut.
Hören die Worte aus Plebans Munde was er sagt soll ein Trost für sie sein, übt Gerechtigkeit in jeder Stunde seht der Armen und Schwachen Leid.
Sie stehen auf und hören noch weiter auf das christliche Wort in ihrer Zeit, niemals den Übeltätern weichen seid als Ritter und Knappen stets bereit.
So ziehen sie alsbald von dannen; ein jeder in seinem Glauben bestärkt. Was sie gemeinsam in der Kirche fanden haben sie verstanden und sich gemerkt.
So waren sie, die Ritter und Knappen; jeder ganz verschieden in seiner Art. Griffen in der Not zu den Waffen, denn nur gemeinsam waren sie stark.
Namen, es sind nicht sehr viele eine kleine Erinnerung aus ihrer Zeit. Ein Pergament, von ihnen geschrieben, das uns die Vergangenheit zeigt.
Mögen sie ruhn im ewigen Frieden auf dem Gottesacker nebenan, der in der Fremde im Kampfe fiel, wohl auch den ersehnten Frieden fand.
Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung, Orts- und Landeskunde
Anschrift: E.W. und R. Dörscheln, Paul Klee Weg 121, 48165 Münster
Redaktion: Regina Dörscheln
Jeder Beitrag, der hier veröffentlicht wird, gilt als Manuskript-Veröffentlichung, so daß auch jeder Verfasser für seinen Beitrag selbst verantwortlich zeichnet.
Nur mit Genehmigung des Verfassers und mit Quellen-Angabe ist der Nachdruck gestattet. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
Die Beiträge zur Familienforschung werden ehrenamtlich zur Veröffentlichung gebracht.
AUTOR
Ernst-Wilhelm Dörscheln
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