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2026/​04 — Die his­torische Bedeu­tung des Hofes Dörscheln bei Rön­sahl, von der Urzeit bis in die Gegen­wart

Inter­diszi­plinäre Unter­suchun­gen zur Erdgeschichte, Sied­lungsen­twick­lung und regionalen Über­liefer­ung

Teil I 
Die his­torische Entwick­lung des Hofes Dörscheln
Von den natür­lichen Grund­la­gen der Besied­lung bis in die Gegen­wart

Teil II
Devonis­ch­er Vulka­nis­mus und das Vorkom­men von Ker­ato­phyr im Raum Dörscheln
Geol­o­gis­che Grund­la­gen der Land­schaft­sentste­hung

Teil III
Eine fast vergessene Quelle mit Heilkraft von Dörscheln (Kier­spe)
Hydro­ge­ol­o­gis­che Beson­der­heit­en, Über­liefer­un­gen und ihre kul­turgeschichtliche Bedeu­tung

Die his­torische Entwick­lung des Hofes Dörscheln
Von den natür­lichen Grund­la­gen der Besied­lung bis in die Gegen­wart

Der Hof Dörscheln bei Rön­sahl gehört zu den ältesten nach­weis­baren Hof­schaften der Region und stellt ein bedeu­ten­des Zeug­nis der west­fälis­chen Sied­lungs- und Fam­i­liengeschichte dar.

Bere­its his­torische Grund­büch­er aus der Zeit um 1550 nen­nen den Hof unter den Schreib­weisen „Dörseln“ beziehungsweise „Doerseln“. Damit ist seine Exis­tenz seit mehreren Jahrhun­derten urkundlich belegt. Die unter­schiedlichen Schreib­weisen entsprechen den damals üblichen regionalen und sprach­lichen Verän­derun­gen und ver­weisen auf eine lange his­torische Entwick­lung des Ort­sna­mens.

Beson­dere Bedeu­tung kommt der außergewöhn­lichen Kon­ti­nu­ität zwis­chen Hof, Fam­i­li­en­na­men und Heima­tort zu. Geneal­o­gis­che Aufze­ich­nun­gen nen­nen bere­its um 1590 einen Johannes zu Dörseln, der als Land­schöffe eine ver­ant­wor­tungsvolle Stel­lung inner­halb der örtlichen Gemein­schaft innehat­te. Mit Johannes zu Dörseln dem Älteren (um 1603) und Johannes zu Dörseln dem Jün­geren (um 1625) lässt sich eine über mehrere Gen­er­a­tio­nen reichende Fam­i­lien­folge nachvol­lziehen.

Zusät­zliche his­torische Belege liefern amtliche Karten­werke des 19. und frühen 20. Jahrhun­derts. Eine topographis­che Karte von 1840 führt den Ort als „Dörseln“. Eben­so erscheint diese Schreib­weise auf der geol­o­gis­chen Karte von 1850 des Geolo­gen Hein­rich von Dechen. Auf ein­er Katasterkarte von 1904 wird die Hof­stelle mit der Flur 92 des Karl Dörscheln bei Rön­sahl verze­ich­net. Diese Doku­mente bele­gen die fort­dauernde Exis­tenz des Hofes sowie den allmäh­lichen Über­gang von der älteren Form „Dörseln“ zur heuti­gen Schreib­weise „Dörscheln“.

Von beson­der­er his­torisch­er Bedeu­tung ist die Tat­sache, dass sich die Verbindung zwis­chen Fam­i­lie, Hof und Heimat über Jahrhun­derte hin­weg erhal­ten hat. Während zahlre­iche Fam­i­li­en­na­men durch Kriege, Erbteilun­gen, Wan­derungs­be­we­gun­gen und gesellschaftliche Verän­derun­gen ihren regionalen Bezug ver­loren, blieb die Iden­tität des Hofes Dörscheln bis in die Gegen­wart beste­hen.

Diese außergewöhn­liche Kon­ti­nu­ität stellt ein seltenes Beispiel für die Ver­wurzelung ein­er west­fälis­chen Erb­sassen­fam­i­lie mit ihrem Leben­sraum dar. Der Hof Dörscheln ist deshalb nicht nur als land­wirtschaftlich­er Betrieb zu betra­cht­en, son­dern zugle­ich als bedeu­ten­der Erin­nerung­sort regionaler Kul­tur- und Fam­i­liengeschichte.

Gle­ichzeit­ig ist zwis­chen gesicherten his­torischen Quellen und weit­er­führen­den geneal­o­gis­chen Hypothe­sen zu unter­schei­den. Die Exis­tenz des Hofes, die his­torischen Karten sowie die genan­nten Per­so­n­en sind durch Quellen belegt. Weit­er zurück­re­ichende Abstam­mungszusam­men­hänge bedür­fen hinge­gen ein­er sorgfälti­gen wis­senschaftlichen Prü­fung und dür­fen nicht ohne entsprechende Nach­weise als gesichert ange­se­hen wer­den.

Ins­ge­samt zeigt sich, dass der Hof Dörscheln ein außergewöhn­lich­es Zeug­nis west­fälis­ch­er Geschichte darstellt, in dem sich über Jahrhun­derte hin­weg Sied­lungs­geschichte, Fam­i­lienkon­ti­nu­ität, Heimatver­bun­den­heit und regionale Tra­di­tion miteinan­der verbinden.

Lit­er­atur

  • Beiträge zur Fam­i­lien­forschung
    • 1995/​01 — Spuren im Kirch­spiel Rön­sahl
    • 2002/​06 — Der Stammhof Dörscheln in Dörscheln in ver­schiede­nen Ansicht­en
  • Stamm­baum Dörseln Dörscheln von den Genealo­gen Otto Less­er Lüden­scheid 1948 und neuzeitlich bear­beit­et von Thomas Dörscheln

Devonis­ch­er Vulka­nis­mus und das Vorkom­men von Ker­ato­phyr im Raum Dörscheln
Geol­o­gis­che Grund­la­gen der Land­schaft­sentste­hung

Geol­o­gis­che Beson­der­heit­en im süd­west­lichen Ebbege­birge

Der Raum Dörscheln bei Rön­sahl gehört geol­o­gisch zum süd­west­lichen Bere­ich des Ebbege­birges im Rheinis­chen Schiefer­ge­birge. Geol­o­gis­che Kartierun­gen und die Erläuterun­gen zum geol­o­gis­chen Karten­blatt Mein­erzha­gen von Fuchs (1923) bele­gen das Vorkom­men von Quarz‑, Feldspat- und Ker­ato­phyrgesteinen sowie vulka­nis­chen Tuffen.

Diese Gesteine stellen Zeug­nisse eines inten­siv­en unter­meerischen Vulka­nis­mus dar, der sich vor etwa 390 bis 400 Mil­lio­nen Jahren während des Devon ereignete.

Entste­hung im Devon

Während des Devon lag das heutige Sauer­land nicht an Land, son­dern befand sich unter einem flachen Meer. In diesem Meeres­raum kam es zu wieder­holten vulka­nis­chen Aktiv­itäten:

  • Mag­ma stieg aus tief­er­en Bere­ichen der Erd­kruste auf.
  • Unter­meerische Vulka­ne förderten Lava, Aschen und vulka­nis­che Lock­er­ma­te­ri­alien.
  • Die vulka­nis­chen Ablagerun­gen ver­mis­cht­en sich mit mari­nen Sed­i­menten.
  • Durch spätere Umwand­lungs- und Gebirgs­bil­dung­sprozesse ent­standen die heute sicht­baren Gesteine.

Was ist Ker­ato­phyr?

Ker­ato­phyr ist ein feinkörniges, kiesel­säur­ere­ich­es vulka­nis­ches Gestein und gehört zu den sauren Vulka­n­iten. Es ist beson­ders reich an Alka­lifeld­späten und tritt häu­fig gemein­sam mit vulka­nis­chen Tuffen auf.

Typ­is­che Eigen­schaften sind:

  • hell­graue bis rötliche Fär­bung
  • hohe Härte
  • feinkörnige Struk­tur
  • gute Ver­wit­terungs­beständigkeit
  • häu­figes gemein­sames Auftreten mit vulka­nis­chen Tuffen

In älter­er Lit­er­atur des Sauer­lan­des wur­den diese Gesteine teil­weise auch als Leu­co­por­phyre beze­ich­net.

Die geol­o­gis­che Bedeu­tung von Dörscheln

Nach den Erläuterun­gen zum geol­o­gis­chen Karten­blatt Mein­erzha­gen liegt Dörscheln in ein­er geol­o­gisch auf­fäl­li­gen Zone zwis­chen:

  • Dörscheln
  • Wilbring­hausen
  • Haarhausen
  • Wöste
  • Heukel­bach

In diesem Bere­ich wur­den die ursprünglich hor­i­zon­tal abge­lagerten vulka­nis­chen Gesteinss­chicht­en während der variszis­chen Gebirgs­bil­dung mehrfach gefal­tet, ges­taucht und gegeneinan­der ver­schoben.

Dadurch ent­stand die heute charak­ter­is­tis­che Struk­tur des süd­west­lichen Ebbege­birges.

Quel­len­hin­weis

  • Fuchs, A. (1923): Erläuterun­gen zur Geol­o­gis­chen Karte von Preußen und benach­barten deutschen Län­dern, Blatt Mein­erzha­gen. Preußis­che Geol­o­gis­che Lan­desanstalt, Berlin.
  • Geol­o­gis­che Über­sicht­skarten des Rheinis­chen Schiefer­ge­birges.
  • Aktuelle geowis­senschaftliche Einord­nun­gen zur devonis­chen Vulka­nis­mus­zone des Sauer­lan­des.

Kri­tis­che Quel­len­be­w­er­tung

Die Veröf­fentlichung von Fuchs aus dem Jahr 1923 besitzt hohen his­torischen Quel­len­wert, entspricht jedoch nicht mehr voll­ständig dem heuti­gen Stand der Geowis­senschaften. Mod­erne Unter­suchungsmeth­o­d­en (radiometrische Datierun­gen, geo­chemis­che Analy­sen und dig­i­tale Kartierun­gen) haben zahlre­iche ältere Einord­nun­gen präzisiert.

Die grund­sät­zliche Aus­sage über das Vorkom­men von Ker­ato­phyr und vulka­nis­chen Tuffen im Raum Dörscheln gilt jedoch weit­er­hin als wis­senschaftlich anerkan­nt.

Boden­funde auf den Feldern des Ortes Dörscheln

Eine fast vergessene Quelle mit Heilkraft von Dörscheln (Kier­spe)
Hydro­ge­ol­o­gis­che Beson­der­heit­en, Über­liefer­un­gen und ihre kul­turgeschichtliche Bedeu­tung

Heimat­geschichtliche Betra­ch­tung zum Mehlborn

aus Fam­i­liengeschichtliche Blät­ter Jg. 2 2010 Heft 1 — über­ar­beit­et ent­nom­men

Zwis­chen Nott, Grün­er Weg und dem Gehöft Dörscheln bei Kier­spe liegt eine heute nahezu vergessene Quelle, die im Volksmund als Mehlborn beze­ich­net wird. Während sie früher für die Bewohn­er der umliegen­den Höfe eine wichtige Rolle spielte, ist ihre Bedeu­tung im Laufe der Zeit weit­ge­hend ver­loren gegan­gen.

Der Name „Born“ bedeutet Quelle oder Brun­nen. Für die Beze­ich­nung „Mehl“ wird unter anderem eine Her­leitung aus dem althochdeutschen mahe­len beziehungsweise melen disku­tiert, was mit „vor Gericht laden“ oder ein­er Thingstätte in Verbindung gebracht wer­den kön­nte. Eine ein­deutige Deu­tung ist bis­lang jedoch nicht gesichert.

Die Quelle befind­et sich in den ehe­ma­li­gen Dörsel­er Wiesen in einem ruhi­gen Wiesen­tal, das heute nur wenig vom Verkehr der nahegele­ge­nen Bun­desstraße B 237 bee­in­flusst wird. Eine später errichtete stein­erne Ein­fas­sung erin­nert noch an ihre frühere Bedeu­tung für die Wasserver­sorgung von Men­sch und Vieh.

Erin­nerun­gen der Fam­i­lie Dörscheln

Friedrich-Wil­helm Dörscheln sen. (*23. Feb­ru­ar 1879; †21. März 1969) aus Drehschei­der­ha­gen berichtete in seinen Aufze­ich­nun­gen über die Quelle. Nach dem Ersten Weltkrieg, noch vor 1927, besuchte er seine Ver­wandten, die Fam­i­lie Karl Dörscheln (*17. Feb­ru­ar 1861; †1. Juli 1927) im Ort Dörscheln.

Seit jen­er Zeit wurde inner­halb der Fam­i­lie über­liefert, dass die Mehlborn­quelle niemals ver­siegte und selb­st in stren­gen Win­tern nicht zufror. Diese Beson­der­heit wurde von mehreren Per­so­n­en unab­hängig voneinan­der bestätigt.

Die Quelle und mögliche his­torische Zusam­men­hänge

Heimat­geschichtlich gehört der Bere­ich um den Mehlborn zu den beson­ders inter­es­san­ten Klein­oden der Region. Alte Über­liefer­un­gen bericht­en von ein­er Kapelle auf der Nott, die sich möglicher­weise in der Nähe der Quelle befun­den haben kön­nte.

Unmit­tel­bar daneben sind noch heute Reste eines alten Heer- und Han­del­sweges zwis­chen Kier­spe und Rön­sahl nach­weis­bar. Dieser Weg gilt als Vor­läufer der nach 1815 angelegten „Chaussee von Elber­feld nach Frank­furth“, der heuti­gen Bun­desstraße B 237.

Die Nähe von Quelle, Verkehr­sweg und ver­muteter Kapelle deutet darauf hin, dass dieser Ort bere­its in früher Zeit eine beson­dere Bedeu­tung besessen haben kön­nte.

Die Fam­i­lie von Dorslen

Um 1480 erscheint mit Deip­mar von Dorslen erst­mals ein Vertreter dieser Fam­i­lie in den Quellen. Er wurde mit einem Hof- und Sat­telgut in Bürhausen belehnt. Entsprechende Hin­weise find­en sich in Urkun­den des Her­zog­tums West­falen sowie im Lan­desarchiv Düs­sel­dorf.

Spätere geneal­o­gis­che Arbeit­en, unter anderem von dem Genealo­gen Otto Less­er aus Lüden­scheid, führen ihn als Begrün­der beziehungsweise frühen Namensge­ber der Ortschaft Dörseln beziehungsweise Dörscheln auf. Ob Deip­mar bere­its Ken­nt­nis von der Quelle oder ein­er möglichen Kapelle besaß, bleibt allerd­ings Speku­la­tion.

Über­lieferte Heilkraft des Wassers

Der Mehlborn wurde über Gen­er­a­tio­nen hin­weg als Heilquelle ange­se­hen. Beson­ders bei Magenbeschw­er­den soll das Wass­er hil­fre­ich gewe­sen sein. Bewohn­er und Fel­dar­beit­er nutzten die Quelle regelmäßig zur Erfrischung; eine Schöpfkelle soll stets bere­it­gele­gen haben.

Allerd­ings wurde auch berichtet, dass das sehr kalte Wass­er bei über­mäßig schnellem Trinken Magenbeschw­er­den verur­sachen kon­nte.

Friedrich-Wil­helm Dörscheln erhielt sein­erzeit sog­ar eine Sel­ters-Ton­flasche mit frischem Quell­wass­er als Geschenk.

Archäol­o­gis­che und his­torische Hin­weise

Einige Heimat­forsch­er vertreten die These, dass sich bere­its in früher Zeit Men­schen im Bere­ich der Quelle aufge­hal­ten oder dort gesiedelt haben kön­nten.

In der Nähe wur­den Reste ein­er stark ver­wit­terten Feuer­stelle ent­deckt. Möglicher­weise kön­nte es sich um eine Ren­n­feuer­stelle gehan­delt haben, wie sie zur frühen Eisen­gewin­nung genutzt wurde. Ein ein­deutiger Nach­weis liegt jedoch nicht vor.

Zusät­zlich find­et sich in Hypotheken­büch­ern aus dem Jahr 1753 ein Hin­weis darauf, dass Johann Chris­t­ian Helmich „auf’m Mehlborn“ Haus und Land an Johann Wil­helm Schultz für 300 Reich­staler verkaufte.

Die ver­mutete Kapelle

Da der Quelle Heilkräfte zugeschrieben wur­den, erscheint es denkbar, dass eine Kapelle als christliche Wei­h­estätte errichtet wor­den sein kön­nte. Hin­weise auf eine solche Kapelle sollen sich auch auf älteren Karten find­en.

Ein archäol­o­gis­ch­er Nach­weis ihres genauen Stan­dortes ste­ht jedoch bis­lang aus.

Weit­ere Besuche und Forschun­gen

Zu Beginn des Zweit­en Weltkrieges besuchte Friedrich-Wil­helm Dörscheln sen. gemein­sam mit seinem Sohn Friedrich-Wil­helm Dörscheln jun. (*7. Feb­ru­ar 1903; †19. Feb­ru­ar 1966) den Ort Dörscheln. Bei­de woll­ten sich per­sön­lich davon überzeu­gen, dass die Quelle auch im Win­ter nicht zufror.

Friedrich-Wil­helm Dörscheln jun., später Betrieb­sleit­er der Aklaf-Werke in Hamm, beschäftigte sich bere­its damals mit Fam­i­lien­forschung, sieheAufze­ich­nun­gen unter Aklaf

Auch der Genealoge Otto Less­er aus Lüden­scheid führte vor Ort umfan­gre­iche Unter­suchun­gen durch und arbeit­ete an ein­er großen Stammtafel der Fam­i­lie Dörscheln.

Nach Über­liefer­un­gen erhielt er den Auf­trag zur Erstel­lung dieses Stamm­baums während der NS-Zeit von einem Fab­rikan­ten Dörscheln aus Lüden­scheid. Nach der Währungsre­form von 1948 sollen finanzielle Schwierigkeit­en eine voll­ständi­ge Begle­ichung der vere­in­barten Vergü­tung ver­hin­dert haben.

Die ursprünglichen Unter­la­gen und die Druck­ma­trize gel­ten heute als ver­schollen. Lediglich sechs Kopi­en kon­nte 1960 der Ver­fass­er E.W. Dörscheln vom Kataster­amt erwer­ben und inner­halb der Fam­i­lie verteilen. Eine Kopie hängt im Flur auf dem Hof Dörscheln, und wurde bes­timmt von eini­gen Fam­i­lien­forsch­ern erstaunt einge­se­hen.

Neuere Unter­suchun­gen

Auch in jün­ger­er Zeit wur­den die Dörsel­er Wiesen und das Quell­ge­bi­et mehrfach unter­sucht.

Geol­o­gis­che Unter­suchun­gen führte Dr. Börd­ing von der West­fälis­che Wil­helms-Uni­ver­sität Mün­ster durch. Weit­ere Proben wur­den von Ernst-Wil­helm Dörscheln, Univ. Ober­prä­para­tor i. R., ent­nom­men und aus­gew­ertet

Schluss­be­tra­ch­tung

Die Geschichte des Mehlborns bewegt sich bis heute zwis­chen his­torisch­er Über­liefer­ung, Fam­i­liener­in­nerung und wis­senschaftlich noch ungek­lärten Fra­gen.

Gesichert ist die Exis­tenz ein­er außergewöhn­lichen Quelle, deren Bedeu­tung für die Men­schen der Region über Jahrhun­derte hin­weg groß war. Ob sich dort tat­säch­lich eine Kapelle befand, ob der Ort bere­its früh besiedelt war oder ob dem Wass­er beson­dere Heilkräfte zugeschrieben wer­den kön­nen, bleibt Gegen­stand weit­er­er Forschun­gen.

Ger­ade diese Mis­chung aus beleg­bar­er Geschichte und lebendi­ger Über­liefer­ung macht den Mehlborn zu einem beson­deren heimat­geschichtlichen Klein­od der Region Kier­spe und bewahrt ihn vor dem endgülti­gen Vergessen.

Quel­len­be­w­er­tung

  • Gesicherte Quellen
    • Urkun­den
    • Hypotheken­büch­er
    • Archivun­ter­la­gen
    • Karten­werke
  • Fam­i­lienüber­liefer­un­gen
    • Aus­sagen von Friedrich-Wil­helm Dörscheln
    • Aus­sagen von anderen Zeitzeu­gen
  • Hypothe­sen
    • Heilkraft der Quelle
    • Stan­dort der Kapelle
    • frühe Besied­lung
    • mögliche Thingstätte
  • Univ. Ob. Prä­para­tor i. R.

    Autoren­seite

    Impres­sum

    Arbeits­ge­mein­schaft für Fam­i­lien­forschung, Orts- und Lan­deskunde

    Anschrift: E.W. und R. Dörscheln, Paul Klee Weg 121, 48165 Mün­ster

    Redak­tion: Regi­na Dörscheln

    Jed­er Beitrag, der hier veröf­fentlicht wird, gilt als Manuskript-Veröf­fentlichung, so daß auch jed­er Ver­fass­er für seinen Beitrag selb­st ver­ant­wortlich zeich­net.

    Nur mit Genehmi­gung des Ver­fassers und mit Quellen-Angabe ist der Nach­druck ges­tat­tet. Alle Angaben sind ohne Gewähr.

    Die Beiträge zur Fam­i­lien­forschung wer­den ehre­namtlich zur Veröf­fentlichung gebracht.