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2026/​07 — Die Fam­i­lie Klüp­pel­berg aus Grimer­ing­hausen bei Marien­hei­de

Fam­i­liengeschichte und Verbindung mit der Fam­i­lie Dörscheln

Die Fam­i­lie Klüp­pel­berg gehört zu den alteinge­sesse­nen Bauern­fam­i­lien des Ober­ber­gis­chen Lan­des. Ihr Name ist seit dem 16. Jahrhun­dert in den Kirch­spie­len Klüp­pel­berg und Klaswip­per sowie in Grimer­ing­hausen urkundlich nach­weis­bar. Der Fam­i­li­en­name ist ein alter deutsch­er Herkun­ft­sname und leit­et sich vom his­torischen Ort und Kirch­spiel Klüp­pel­berg bei Ohle und Rön­sahl ab. Solche Herkun­ft­sna­men ent­standen im Mit­te­lal­ter, indem Men­schen nach ihrem Herkun­ft­sort benan­nt wur­den; aus dieser Beze­ich­nung entwick­elte sich später der Fam­i­li­en­name.

Bere­its seit dem 13. Jahrhun­dert erscheint der Name von Klüp­pel­berg (auch von Clup­pel­berg, Clup­pel­berch oder Klüp­pel­berg) in zahlre­ichen Urkun­den des Her­zog­tums Berg. Die Her­ren von Klüp­pel­berg gehörten zu einem ber­gis­chen Rit­ter- und Min­is­te­ri­alengeschlecht, das sich nach dem Kirch­spiel Klüp­pel­berg benan­nte. Zwis­chen dem 13. und 15. Jahrhun­dert wer­den Ange­hörige der Fam­i­lie wieder­holt als Rit­ter, Lehnsin­hab­er, Grund­her­ren und Zeu­gen in Urkun­den erwäh­nt.

In ver­schiede­nen Namensverze­ich­nis­sen find­et sich außer­dem die Angabe, dass ein Johann Klop­pel­berg im Jahr 1478 in Gießen (Hes­sen) erwäh­nt wor­den sei. Da diese Nachricht bis­lang nicht durch eine zeit­genös­sis­che Orig­i­nalurkunde wis­senschaftlich bestätigt wer­den kon­nte, sollte sie mit entsprechen­der Vor­sicht bew­ertet wer­den. Für die Geschichte der Fam­i­lie besitzen die urkundlichen Nach­weise der Her­ren von Klüp­pel­berg im Her­zog­tum Berg eine deut­lich höhere Aus­sagekraft.

Von beson­der­er Bedeu­tung war der Besitz des Haus­es und Hofes zu Kuchen­heim bei Euskirchen. Das Gut, die spätere Ober­burg, gehörte mit der dazuge­höri­gen Müh­le bere­its vor 1451 zum Lehns­be­sitz der Her­ren von Klüp­pel­berg und zählt zu den wichtig­sten urkundlich belegten Besitzun­gen dieses Rit­tergeschlechts.

Eine erhal­tene Urkunde vom 11. Juni 1455 belegt, dass Johann von Klüp­pel­berg das Gut bere­its zuvor an Johann von Kitzweil­er genan­nt Naile verkauft hat­te. In der­sel­ben Urkunde verzicht­en seine Tochter Katha­ri­na von Klüp­pel­berg und deren Ehe­mann Peter Gri­jn von Roden­busch aus­drück­lich auf sämtliche Erb- und Besitzansprüche am Gut Kuchen­heim. Diese Verzicht­serk­lärung bestätigte den endgülti­gen Über­gang des Besitzes an den neuen Eigen­tümer und gehört zu den bedeu­tend­sten Quellen zur Geschichte der Her­ren von Klüp­pel­berg. Gle­ichzeit­ig doku­men­tiert sie die ver­wandtschaftlichen Beziehun­gen sowie die Besitzver­hält­nisse der Fam­i­lie im 15. Jahrhun­dert.

Obwohl die bäuer­liche Fam­i­lie Klüp­pel­berg in Grimer­ing­hausen densel­ben Namen trägt, kon­nte eine unmit­tel­bare geneal­o­gis­che Abstam­mung von den mit­te­lal­ter­lichen Her­ren von Klüp­pel­berg bis­lang nicht urkundlich nachgewiesen wer­den. Auf­grund der Namen­skon­ti­nu­ität, der räum­lichen Nähe und der his­torischen Über­liefer­ung erscheint ein Zusam­men­hang jedoch dur­chaus möglich. Die gesicherte Ahnen­rei­he der hier dargestell­ten Fam­i­lie begin­nt mit den durch Kirchen­büch­er und weit­ere Quellen nach­weis­baren Vor­fahren um das Jahr 1700.

Zu den ältesten sich­er belegten Vor­fahren gehören Johann Klüp­pel­berg und Anna Maria Schulte sowie Hein­rich Klüp­pel­berg und Maria Elis­a­beth vom Berg. In der fol­gen­den Gen­er­a­tion erscheinen Peter Klüp­pel­berg und Catha­ri­na Halver sowie Wil­helm Klüp­pel­berg und Mar­garetha Müller als Bauern und Land­wirte in Grimer­ing­hausen.

Aus dieser Lin­ie stammt Peter Wil­helm Klüp­pel­berg, der mit Anna Maria Höller ver­heiratet war. Deren Tochter Maria Gertrud Klüp­pel­berg, geboren am 14. April 1800 in Grimer­ing­hausen bei Marien­hei­de, heiratete am 12. Feb­ru­ar 1825 den Bauern Friedrich Wil­helm Dörscheln aus Löh bei Rön­sahl. Durch diese Ehe wur­den die Fam­i­lien Klüp­pel­berg und Dörscheln dauer­haft miteinan­der ver­bun­den.

Aus der Ehe gin­gen mehrere Kinder her­vor:

  • Wil­helm Dörscheln (*1825–1836)
  • August Dörscheln (*1828–1903)
  • Karl Dörscheln (*1830–1839)
  • Friedrich Dörscheln (*1833–1882)
  • Hen­ri­ette Dörscheln (*1836–1892)

Mit dieser Heirat wurde die Fam­i­lie Klüp­pel­berg zu einem fes­ten Bestandteil der Ahnen­rei­he der Fam­i­lie Dörscheln. Die Nachkom­men bei­der Fam­i­lien bilden bis heute einen gemein­samen Zweig der ober­ber­gis­chen Fam­i­liengeschichte.

Die geneal­o­gis­chen Angaben dieser Stammtafel beruhen auf der Auswer­tung evan­ge­lis­ch­er Kirchen­büch­er, Ein­wohn­erverze­ich­nisse, Hof- und Grund­büch­er sowie weit­er­er region­algeschichtlich­er Quellen. Ergänzend wur­den his­torische Urkun­den des Her­zog­tums Berg sowie die Urkunde vom 11. Juni 1455 zum Gut Kuchen­heim aus­gew­ertet, die den bedeu­tend­sten urkundlichen Nach­weis der Her­ren von Klüp­pel­berg darstellt.

Die Verbindung der Fam­i­lien Klüp­pel­berg und Dörscheln doku­men­tiert ein­drucksvoll die Entwick­lung ober­ber­gis­ch­er Fam­i­lien über mehrere Jahrhun­derte. Sie zeigt zugle­ich den Über­gang von den mit­te­lal­ter­lichen Rit­ter- und Min­is­te­ri­alengeschlechtern zu den seit der frühen Neuzeit urkundlich gesicherten bäuer­lichen Fam­i­lien­lin­ien. Während eine direk­te Abstam­mung der Grimer­ing­hauser Fam­i­lie von den Her­ren von Klüp­pel­berg bis­lang nicht bewiesen wer­den kon­nte, lebt der tra­di­tion­sre­iche Name in der bäuer­lichen Fam­i­lie fort und fand durch die Heirat der Maria Gertrud Klüp­pel­berg mit Friedrich Wil­helm Dörscheln im Jahr 1825 seinen fes­ten Platz in der Ahnen­rei­he der Fam­i­lie Dörscheln.

Damit ergänzt dieser Bericht die Stammtafel der Fam­i­lie Klüp­pel­berg und fasst die wichtig­sten his­torischen und geneal­o­gis­chen Erken­nt­nisse zur Fam­i­lie sowie ihre Verbindung mit der Fam­i­lie Dörscheln in zusam­men­hän­gen­der Form zusam­men.

Weit­ere Verbindun­gen Dörseln/​Dörscheln und Klüp­pel­berg

  • Anna Sybil­la Dörseln geb. Klüp­pel­berg
    • *29.03.1694 +17.05.1763
    • Heirat 01.09.1713
      Wil­helm Dörseln
      • Land­wirt
      • *15.12.1691 +09.12.1766
  • Anna Mar­garetha Dörseln geb. Klüp­pel­berg
    • *1737 +31.08.1774
    • Heirat 24.01.1773
      Franz Niko­laus Dörseln
      • *06/​1729 +23.08.1806
  • Anna Maria Dörseln geb. Klüp­pel­berg
    • *07.04.1775 +31.07.1813
    • Heirat 29.09.1804
      Peter Friedrich Dörseln
      • Pul­ver­ma­ch­er, Bürhausen
      • *09.08.1774 +18.04.1822
  • Hen­ri­ette Dörscheln geb. Klüp­pel­berg
    • *08.05.1848 +07.06.1923
    • Heirat 06.03.1872
      Friedrich Dörscheln
      • Land­wirt, Gli­eten­berg
      • *05.09.1840 +26.06.1927
  • Amalie Klüp­pel­berg geb. Dörseln
    • *20.11.1865 +12.05.1916
    • Heirat 18.11.1891
      Gus­tav Klüp­pel­berg
      • Land­wirt, Lam­bach
      • *11.08.1845 +27.02.

Lit­er­atur

  • A. Fahne 1.Teil 1848: Geschichte der Köl­nis­chen, Jülis­chen und Ber­gis­chen Geschlechter s. 224
  • GENEA, Nach­name Klüp­pel­berg — Bedeu­tung und Herkun­ft
  • Stamm­baum der Fam­i­lie Dörseln/​Dörscheln, Otto Less­er, Lüden­scheid August 1948
  • Stammtafel Dörseln, Wüsten­er Ast, Wüsten­er Zweig, Klaus Dieter Dörscheln und Thomas Dörscheln, Mai 1987
  • Univ. Ob. Prä­para­tor i. R.

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    Anschrift: E.W. und R. Dörscheln, Paul Klee Weg 121, 48165 Mün­ster

    Redak­tion: Regi­na Dörscheln

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    Die Beiträge zur Fam­i­lien­forschung wer­den ehre­namtlich zur Veröf­fentlichung gebracht.