Die Siedlungen Großendrescheid und Remscheid-Lüttringhausen
1. Einleitung
Die Geschichte der Siedlungen Spelsberg und Großendrescheid zeigt, wie sich die ländlichen Lebens- und Wirtschaftsformen im Märkischen Land und im Bergischen Land über mehrere Jahrhunderte entwickelt haben. Beide Orte sind Beispiele für kleinere Siedlungen, deren Entstehung und Entwicklung eng mit der Landwirtschaft, der Nutzung der Wälder und der regionalen Wirtschaft verbunden waren.
Besonders bemerkenswert ist, dass sich in den überlieferten Urkunden bereits im 16. Jahrhundert Hinweise auf einzelne Höfe, ihre Besitzer und ihre wirtschaftlichen Rechte finden. Solche Zeugnisse sind für die Heimat- und Familienforschung von großem Wert. Sie ermöglichen es, die Geschichte einzelner Familien mit der Entwicklung ihrer Wohnorte zu verbinden.
Allerdings müssen die beiden Ortslagen Großendrescheid und Spelsberg bei Remscheid voneinander unterschieden werden. Obwohl beide den Namen Spelsberg beziehungsweise einen verwandten Ortsnamen tragen, handelt es sich um unterschiedliche Siedlungen in verschiedenen Landschaftsräumen.
2. Großendrescheid – ein altes Höhendorf im Märkischen Land
Großendrescheid liegt nordwestlich des Rahmedetals zwischen Lüdenscheid und Altena im heutigen Märkischen Kreis. Die Siedlung ist durch ihre Höhenlage und ihren ländlichen Charakter geprägt.
Die Geschichte des Ortes reicht nach den vorliegenden Angaben mindestens bis in das Jahr 1533 zurück. Damals war das alte Erbgut bereits in vier Höfe aufgeteilt. Sämtliche Höfe besaßen Berechtigungen im sogenannten Dickenhagener Samenholz. Diese Nutzungsrechte waren für die damalige Landwirtschaft von erheblicher Bedeutung.
Die Wälder lieferten nicht nur Bau- und Brennholz. Sie dienten auch als Weideflächen und waren eine wichtige Grundlage für die Versorgung der bäuerlichen Haushalte. Die überlieferten Waldrechte zeigen, dass die Nutzung gemeinschaftlicher Ressourcen für die wirtschaftliche Existenz der Hofbesitzer eine wichtige Rolle spielte.
Als ältester bekannter Besitzer des Erbgutes wird 1533 Johann Grote genannt. Im Jahr 1641 geriet das Gut in Konkurs. Es wurde vermessen und auf 1462½ Taler geschätzt. Diese Angabe vermittelt einen Eindruck vom damaligen Wert des Besitzes, wobei die heutige Kaufkraft eines solchen Betrages nicht ohne Weiteres mit dem historischen Wert verglichen werden kann.
Bemerkenswert ist, dass die Familie Grote offenbar weiterhin mit dem Gut verbunden blieb. Im Jahr 1676 wird dort ein Bauer namens Dierich Grote erwähnt. Die zeitliche Abfolge legt eine Fortdauer der familiären Verbindung nahe, beweist jedoch für sich allein noch nicht, wie die Besitzverhältnisse nach dem Konkurs rechtlich geregelt waren.
Eine wichtige Veränderung trat 1757 ein: Seit diesem Jahr befindet sich der Hof nach den vorliegenden Angaben im Besitz der Familie Spelsberg.
Früher waren die Besitzer landwirtschaftlich tätig und betrieben zusätzlich einen Gasthof. Heute stehen der Gaststätten- und Hotelbetrieb im Vordergrund.
Damit lässt sich an Großendrescheid ein typischer Wandel erkennen: Aus einem landwirtschaftlich geprägten Hof entwickelte sich ein Betrieb, dessen wirtschaftliche Grundlage zunehmend in der Bewirtung und Beherbergung von Gästen liegt.
3. Spelsberg bei Remscheid-Lüttringhausen
Die Hofschaft Spelsberg bei Remscheid liegt auf einem Höhenrücken zwischen Clarenbach und Gründerhammer. Sie befindet sich etwa 239 Meter über Normalnull und liegt rund 50 Höhenmeter oberhalb des Morsbachtals.
Während unten im Tal die metallverarbeitende Industrie die wirtschaftliche Entwicklung prägte, bewahrte die höher gelegene Hofschaft lange Zeit ihren ländlichen Charakter.
Wann Spelsberg gegründet wurde, ist nicht bekannt. Ein möglicher Hinweis auf das Alter der Siedlung ist ein bereits im 14. Jahrhundert erwähnter Hammer in der Umgebung. Daraus lässt sich allerdings nicht sicher ableiten, dass auch die Hofschaft selbst damals schon in ihrer späteren Form bestand.
Die erste ausdrücklich genannte urkundliche Erwähnung der Hofschaft stammt aus dem Jahr 1547. Damals erscheint der Name „Spedelsbergh“.
Die Deutung des Namens als Bezeichnung einer abgelegenen Waldsiedlung ist interessant, müsste jedoch anhand sprachgeschichtlicher Quellen überprüft werden. Ortsnamen können Hinweise auf die Landschaft, die Vegetation, die Lage oder frühere Besitzer geben. Ihre genaue Bedeutung lässt sich aber nicht immer eindeutig bestimmen.
Eine weitere historische Nachricht stammt aus dem Jahr 1607. Damals werden zwei Schleifkotten unterhalb von Spelsberg genannt.
Diese Angabe ist für die Wirtschaftsgeschichte des Bergischen Landes besonders aufschlussreich. Schleifkotten gehörten zu einer regionalen Wirtschaftslandschaft, in der Wasserkräfte und handwerkliche Betriebe eine wichtige Rolle spielten. Sie standen in Verbindung mit der Verarbeitung von Metallwaren und ergänzten die industrielle Entwicklung der Täler.
Spelsberg lag somit in einem Gebiet, in dem sich Landwirtschaft, Handwerk und frühe industrielle Tätigkeiten räumlich nahe waren.
4. Landwirtschaft und dörfliche Lebensweise
Die älteren Häuser von Spelsberg waren überwiegend Bauernhäuser. Das lässt erkennen, dass die Hofschaft über lange Zeit landwirtschaftlich geprägt blieb.
Die Menschen lebten in einer Landschaft, in der Felder, Wiesen, Weiden und Wälder unmittelbar zum Alltag gehörten. Die landwirtschaftliche Arbeit erforderte körperlichen Einsatz und richtete sich nach den Jahreszeiten.
Die Hofschaften waren zugleich Wohn- und Wirtschaftseinheiten. Häufig gehörten zu einem Hof mehrere Gebäude und Nutzflächen. Wohnhaus, Stallungen, Scheunen und weitere Wirtschaftsgebäude bildeten zusammen die Grundlage des bäuerlichen Lebens.
Auch die Lage auf dem Höhenrücken ist von Bedeutung. Sie unterschied sich deutlich von den engeren Tallagen, in denen sich wasserabhängige Gewerbebetriebe und Verkehrswege entwickelten.
Bis in die 1950er-Jahre bestand im ersten Haus am Beginn der Hofschaft eine Gaststätte. Sie war vermutlich nicht nur ein Ort der Bewirtung, sondern konnte auch eine soziale Funktion erfüllen. Gaststätten waren in ländlichen Siedlungen häufig Treffpunkte für Bewohner, Nachbarn und Durchreisende.
5. Schule und kirchliche Zugehörigkeit
Im Jahr 1727 gehörte Spelsberg zum Schulbezirk Heydt. Später wurde die Hofschaft dem Bezirk Grund zugeordnet; kirchlich gehörte sie zu Lüttringhausen.
Diese Angaben zeigen, dass die Verwaltung des täglichen Lebens nicht ausschließlich auf der Ebene der einzelnen Hofschaft organisiert war.
Schule, Kirche und örtliche Verwaltung bestimmten wichtige Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Kinder besuchten eine Schule, die häufig außerhalb ihrer unmittelbaren Wohnsiedlung lag. Auch Gottesdienste, Taufen, Trauungen und Beerdigungen verbanden die Einwohner mit den zuständigen kirchlichen Gemeinden.
Für die Familienforschung sind solche Zuordnungen besonders wichtig. Wer historische Kirchenbücher oder andere personenbezogene Quellen untersuchen möchte, muss wissen, zu welcher Kirchengemeinde ein Wohnplatz in der jeweiligen Zeit gehörte.
Dabei ist zu beachten, dass sich Verwaltungs- und Kirchengrenzen im Laufe der Jahrhunderte verändern konnten. Für genealogische Untersuchungen sollte deshalb immer geprüft werden, welche Zuständigkeit zum Zeitpunkt des gesuchten Ereignisses tatsächlich galt.
6. Der Spelsberger Hammer und die Verkehrsentwicklung
Unterhalb der Hofschaft liegt am Morsbach der Spelsberger Hammer. Er gehört zu jener gewerblich geprägten Tallandschaft, die für die Entwicklung des Bergischen Landes charakteristisch war.
Eine besondere Bedeutung erhielt die Region durch die Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn. Die Strecke durch den Bereich Spelsberger Hammer wurde am 16. November 1891 eröffnet. Am 30. August 1959 wurde der betreffende Abschnitt auch für den Güterverkehr stillgelegt.
Bahnhaltestellen bestanden unter anderem in Clarenbach und Ehligshammer.
Die Eisenbahn verband die Gewerbestandorte mit anderen Orten und erleichterte den Transport von Waren. Gerade für die metallverarbeitenden Betriebe waren Verkehrswege von großer Bedeutung.
Mit der Stilllegung der Strecke endete ein Abschnitt der regionalen Verkehrsgeschichte. Heute übernimmt unter anderem der Bürgerbus Aufgaben des örtlichen Personenverkehrs.
Die Entwicklung verdeutlicht den Wandel der Mobilität: Während früher Eisenbahn und gewerbliche Verkehrswege die industrielle Landschaft prägten, sind kleinere Siedlungen heute vielfach auf den Straßenverkehr und ergänzende öffentliche Verkehrsangebote angewiesen.
7. Die historische Bausubstanz
Spelsberg besteht nach den vorliegenden Angaben aus 17 Wohngebäuden. Darunter befinden sich ältere Fachwerkhäuser, die teilweise verschiefert sind, sowie neuere Gebäude.
Die überlieferten Bauformen vermitteln einen Eindruck von der traditionellen Architektur der Region. Fachwerkhäuser waren über lange Zeit eine verbreitete Bauweise. Die Verschieferung schützte die Außenwände und prägte zugleich das charakteristische Erscheinungsbild vieler bergischer Siedlungen.
Für das Jahr 2022 werden die Häuser Spelsberg Nr. 2, 3, 4, 6 und 12 als denkmalgeschützt angegeben.
Der Denkmalschutz ist ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der regionalen Baugeschichte. Alte Häuser sind nicht nur Wohngebäude, sondern auch Zeugnisse früherer Lebens- und Arbeitsverhältnisse.
Ihre Bauweise, ihre räumliche Anordnung und ihre Veränderungen im Laufe der Zeit können Hinweise auf die wirtschaftliche Situation der Bewohner geben.
Allerdings sollte bei der Bewertung einzelner Gebäude stets zwischen gesicherten Baudaten und Vermutungen unterschieden werden. Das tatsächliche Alter eines Hauses lässt sich häufig erst durch Bauuntersuchungen, historische Karten, Steuerlisten oder archivalische Unterlagen genauer bestimmen.
8. Natur und Landschaft
Die Umgebung von Spelsberg ist durch Wiesen, Weiden, Waldflächen und Buschbereiche geprägt. Diese Landschaft unterscheidet sich deutlich von den stärker bebauten und industriell genutzten Tallagen.
Die Lage auf dem Höhenrücken vermittelt bis heute ein ländliches Erscheinungsbild.
Besonders interessant ist die Erhaltung alter Nutztierrassen im Rahmen der „Bergischen Arche“. Nach den vorliegenden Angaben werden dort Bergische Wollschweine, Bergische Schlotterkämme und Ostfriesische Milchschafe gehalten.
Die Erhaltung solcher Rassen ist ein Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt und des landwirtschaftlichen Kulturerbes.
Alte Nutztierrassen sind eng mit der Geschichte der Landwirtschaft verbunden. Sie erinnern daran, dass sich die bäuerliche Tierhaltung früher stärker an regionalen Umweltbedingungen und den jeweiligen Anforderungen der Betriebe orientierte.
Damit verbindet Spelsberg historische Siedlungsstrukturen mit gegenwärtigen Bemühungen um Natur- und Artenschutz.
9. Vergleich zwischen Großendrescheid und Spelsberg
Obwohl beide Siedlungen unterschiedliche historische Entwicklungen aufweisen, zeigen sich einige Gemeinsamkeiten.
1. Die ländliche Siedlungsform
Beide Orte besitzen beziehungsweise besaßen einen ausgeprägten bäuerlichen Charakter. Höfe und Wohngebäude bildeten den Mittelpunkt des örtlichen Lebens.
2. Die Bedeutung der Landschaft
Wälder, Wiesen und Weiden waren für die Bewohner wichtige Ressourcen. In Großendrescheid werden die historischen Waldrechte ausdrücklich erwähnt. In Spelsberg ist die Verbindung zwischen Höhenlage, Landwirtschaft und umgebender Natur besonders deutlich.
3. Der wirtschaftliche Wandel
In Großendrescheid entwickelte sich der traditionelle Hof mit Landwirtschaft und Gasthof zu einem Betrieb mit Schwerpunkt auf Gastronomie und Hotelgewerbe.
In Spelsberg standen Landwirtschaft und dörfliches Wohnen in enger räumlicher Nachbarschaft zu den wasserabhängigen Gewerbebetrieben im Morsbachtal.
4. Die Bedeutung historischer Quellen
Beide Ortsgeschichten lassen sich durch Urkunden, Besitznachweise und andere historische Zeugnisse erschließen. Die Angaben zu Johann Grote, Dierich Grote und der Familie Spelsberg sind Beispiele dafür, wie sich Besitzverhältnisse über längere Zeiträume verfolgen lassen.
Ein wesentlicher Unterschied liegt jedoch in der jeweiligen wirtschaftlichen Umgebung. Großendrescheid ist vor allem durch die Geschichte des Erbgutes und des späteren Gaststättenbetriebs gekennzeichnet. Spelsberg bei Remscheid steht dagegen in enger Verbindung mit der gewerblichen Entwicklung des Morsbachtals und der Geschichte der regionalen Metallverarbeitung.
10. Bedeutung für die Heimat- und Familienforschung
Die Geschichte dieser Siedlungen verdeutlicht, wie eng Ortsgeschichte und Familiengeschichte miteinander verbunden sind.
Die Namen der Hofbesitzer, die Erwähnung von Erbgütern, die Aufteilung eines Hofes und der Übergang von einem Besitzer zum nächsten sind wichtige Anhaltspunkte für die Erforschung früherer Generationen.
Gleichzeitig muss berücksichtigt werden, dass ein gleicher Familien- oder Ortsname nicht automatisch eine verwandtschaftliche Verbindung beweist.
Auch die Namen Grote und Spelsberg sollten deshalb im Zusammenhang mit den jeweiligen historischen Quellen untersucht werden. Erst wenn Besitzübertragungen, Erbfolgen, Heiraten oder andere persönliche Beziehungen belegt werden können, lässt sich eine familiäre Verbindung zuverlässig darstellen.
11. Schlussbetrachtung
Die Geschichte von Großendrescheid und Spelsberg zeigt, dass auch kleine Siedlungen eine bemerkenswerte historische Tiefe besitzen.
Hinter wenigen Häusern stehen häufig Jahrhunderte bäuerlicher Arbeit, familiärer Besitzwechsel und wirtschaftlicher Anpassung. Alte Höfe, Fachwerkhäuser, Waldrechte, Gaststätten und gewerbliche Anlagen sind Zeugnisse dieser Entwicklung.
Besonders wertvoll sind die überlieferten Jahreszahlen von 1533, 1547, 1607, 1641, 1676, 1727 und 1757. Sie ermöglichen es, einzelne Abschnitte der Ortsgeschichte zeitlich einzuordnen und weitere Untersuchungen gezielt vorzubereiten.
Die beiden Siedlungen stehen zugleich für unterschiedliche Ausprägungen der regionalen Geschichte: Großendrescheid veranschaulicht die Entwicklung eines historischen Erbgutes, während Spelsberg bei Remscheid die Verbindung von bäuerlicher Hofschaft, Handwerk und industrieller Tallandschaft erkennen lässt.
Die Erforschung dieser kleinen Orte ist keineswegs nebensächlich. Sie trägt dazu bei, die Geschichte des Märkischen und des Bergischen Landes aus der Perspektive der Menschen zu verstehen, die dort lebten und arbeiteten. Gerade die Verbindung von Ortsgeschichte, Familienforschung, Baugeschichte und Landschaftsentwicklung macht ihren besonderen Wert aus.
Abbildungen






Die Spelsberg‑Familienlinien in den Lüdenscheider Familienbüchern
In den Lüdenscheider Familienbücher finden sich Hinweise aus der Zeit von ca. 1650 bis nach 1870 auf gut 300 Personen mit dem Namen Spelsberg, die im Raum Lüdenscheid lebten. Es werden mehrere Zweige der Familie Spelsberg dokumentiert, die über Generationen hinweg im Kirchspiel Lüdenscheid‑Land und den umliegenden Ortschaften ansässig waren. Zwei dieser Linien sind besonders ausführlich erfasst: die ältere Gutseigner‑ und Schmiedelinie, die bei Johann Peter Spelsberg (1699)* beginnt, und die Reidemeister‑ und Bauerlinie um Johann Caspar Spelsberg (1760)*. Die Bücher zeigen beide Linien getrennt – nennen aber eine verbindende Heirat, die sie genealogisch miteinander verknüpft.
1. Die Linie von Johann Peter Spelsberg (1699)*
Die Familienbücher führen Johann Peter Spelsberg, geboren am 14. Juli 1699, als Stahlreckschmied, Stahlreidemeister und Gutseigner. Zu seinen Kindern gehören:
- Maria Elisabeth Spelsberg (*1719)
- Peter Wilhelm Spelsberg (*1723, †1794)
- Anna Catharina Spelsberg (*1732)
- Hermann Diedrich Spelsberg (*1735)
- Johann Caspar Melchior Spelsberg (*1739)
Über den Sohn Peter Wilhelm Spelsberg (1723)* ist eine durchgehende Nachfolge dokumentiert:
- Johann Peter Spelsberg (1790)* – Reckschmied
- Johann Peter Spelsberg (1809)* – Tagelöhner
- Wilhelm Spelsberg (1845)* – Schmied
Diese Linie ist in den Familienbüchern vollständig nachvollziehbar und durch Geburts‑, Tauf‑ und Sterbeeinträge belegt.
2. Die Linie von Johann Caspar Spelsberg (1760)*
Ein weiterer Spelsberg‑Zweig beginnt mit Johann Caspar Spelsberg, geboren 1760, gestorben 1836, mit den Berufsangaben Reidemeister, Bauer, Munizipalrat und Gutseigner. Die Familienbücher nennen seine Ehefrau Catharina Gertrud Lehrkind (1773, †1819)* und dokumentieren mehrere Kinder, darunter:
- Maria Catharina (*1797)
- Hermann Diedrich (*1799)
- Peter Caspar (*1802)
- Johann Caspar (*1804)
- Heinrich (*1807)
- Caroline (*1809)
- Carl (*1812)
- Johann Caspar (*1815)
- Wilhelmine (*1818)
Die Familienbücher nennen keine Elternvon Johann Caspar (*1760) und ordnen ihn keiner anderen Spelsberg‑Linie ausdrücklich zu.
3. Die belegte Verbindung zwischen beiden Linien
Eine Verbindung zwischen den beiden Spelsberg‑Linien ergibt sich aus einer Heirat, die in den Familienbüchern dokumentiert ist.
Die Familienbücher führen:
- Maria Catharina Spelsberg (19.12.1797)*
Tochter von- Johann Caspar Spelsberg (1760)* und
- Catharina Gertrud Lehrkind
Als ihren Ehemann nennen die Bücher:
- Johann Diedrich Spelsberg (1783)*
Sohn von- Peter Wilhelm Spelsberg (1723)* und
- Anna Catharina Elisabeth Steinhauer
Damit ist belegt:
- Maria Catharina
stammt aus der Reidemeister‑/Bauerlinie
von Johann Caspar (*1760). - Johann Diedrich
stammt aus der Gutseigner‑/Schmiedelinie,
die bei Johann Peter (*1699) beginnt.
Durch diese Ehe werden die beiden zuvor getrennt geführten Spelsberg‑Linien innerhalb der Familienbücher miteinander verbunden.
4. Zusammenfassung
Die Lüdenscheider Familienbücher dokumentieren:
Linie A – Gutseigner‑ und Schmiedelinie
Beginnend mit Johann Peter Spelsberg (1699), über Peter Wilhelm (1723) → Johann Peter (1790)* → Johann Peter (1809)* → Wilhelm (1845)*.
Linie B – Reidemeister‑ und Bauerlinie
Geführt über Johann Caspar Spelsberg (1760)* und seine Kinder.
Belegte Verbindung
Die Heirat von Maria Catharina Spelsberg (1797), Tochter von Johann Caspar (1760), mit Johann Diedrich Spelsberg (1783), Enkel der Linie von Johann Peter (1699), stellt die dokumentierte Verbindung zwischen beiden Linien dar.
Literatur
- Wikipedia
- https://www.bing.com/maps
- Lüdenscheider Familienbuch Band 43: Späinghaus — Stausberg, Thomas Hostert, Wuppertal 2021
- Datenbank Family-DB, Thomas Dörscheln
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