Die Ortschaft Mettberg
Mettberg ist eine Hofschaft von Wipperfürth im Oberbergischen Kreis im Regierungsbezirk Köln in Nordrhein-Westfalen (Deutschland). In älteren Quellen erscheint der Ort unter der mittelalterlichen Schreibweise „Merenberck“.
Lage und Beschreibung
Die Hofschaft liegt im Osten von Wipperfürth an der Stadtgrenze zu Kierspe auf dem gleichnamigen Mettberg. Eine Straßenanbindung besteht ausschließlich über das Stadtgebiet von Kierspe. Nachbarorte sind Kerspe, Rönsahler Löh, Ufer und Rönsahl. Die Staumauer der Kerspetalsperre befindet sich 600m nordwestlich der Hofschaft. Am östlichen Ortsrand liegt die Quelle des über den Heukelbach in die Kerspe mündenden Kirchsiepens. 300m westlich von Mettberg entspringt der ebenfalls in die Kerspe mündende Mettsiepen.
Geschichte
1443 wird Mettberg in „Einkünfte und Rechte des Kölner Apostelstiftes“erstmals mit der Ortsbezeichnung „Merenberck“genannt. In der Preußischen Uraufnahme von 1840 sind an der Stelle der Hofschaft drei Teiche eingezeichnet. Eine Ortsbezeichnung oder eine Darstellung von umgrenztem Hofraum erfolgt nicht. Die topografische Karte (Preußische Neuaufnahme) der Jahre 1894 bis 1896 zeigt die Hofschaft mit mehreren Grundrissen und benennt sie mit „Metberg“. Der heute gebräuchliche Ortsname wird ab der Karte von 1954 verwendet.
| Jahr | Überlieferung | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1443 | Merenberck | Frühe urkundliche Erwähnung |
| 1840 | (keine eindeutige Ortsbezeichnung auf der preußischen Uraufnahme) | Drei Teiche sind an der betreffenden Stelle eingezeichnet |
| 1894–1896 | Metberg | Schreibweise in der preußischen Neuaufnahme |
| 1954 | Mettberg | Diese Schreibweise ist auf der betreffenden Karte nachweisbar |
Bedeutung des Namens
Der Name setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen:
- „Meren-“: ein im Mittelalter gebräuchlicher Personenname (z. B. Mero, Meren, Merten, Metto).
- „‑berck /‑berg“: mittelhochdeutsch für Berg, Anhöhe.
Damit bedeutet der Ortsname: „Berg des Meren“– eine Siedlung auf einer Anhöhe, die mit einer Person namens Meren/Merten verbunden war.
Die heutige Form Mettbergist eine spätere Lautentwicklung. Der Familienname Mettbergist ein Herkunftsname und bedeutet: „Person aus der Ortschaft Mettberg.“ Er verweist nicht auf einen Beruf, sondern auf die geografische Herkunft der Familie.
Abbildungen


Genealogische Stellungnahme
Gegenstand und Grundlage der Untersuchung
Die vorliegende Stellungnahme befasst sich mit der Familie Mettberg, deren Angehörige in den überlieferten evangelischen Kirchenregistern des Raumes Lüdenscheid, Rahmede, Heedfeld, Hülscheid und der umliegenden Ortschaften nachgewiesen werden.
Grundlage ist der gut sechsseitige genealogische Bericht mit Angaben zu Ehen, Geburten, Taufen, Konfirmationen, Sterbefällen, Beerdigungen, Berufen und Wohnorten.
Die Zusammenstellung enthält zahlreiche Einzelheiten, die für eine familiengeschichtliche Untersuchung von erheblichem Wert sind. Allerdings müssen die Angaben hinsichtlich ihrer Beweiskraft unterschieden werden. Nicht jede verwandtschaftliche Zuordnung ist allein durch die Nennung eines Namens gesichert.
Die genealogischen Linien der Familie Mettberg in den Lüdenscheider Familienbüchern
Die Lüdenscheider Familienbücher dokumentieren zwei voneinander unabhängige genealogische Liniender Familie Mettberg. Beide tragen denselben Herkunftsnamen, doch die Bücher nennen keine Verbindungzwischen ihnen. Jede Linie hat ihren eigenen Stammvater.
Linie A – Stammvater: Johann Peter Mettberg (ohne Geburtsdatum)
Diese Linie beginnt im Familienbuch mit einem Johann Peter Mettberg, dessen Geburtsdatum nicht angegeben ist. Er erscheint als:
- Stahlschmied
- Ehemann von Anna Catharina Steinbeck
Aus dieser Ehe stammt u. a.:
Johann Peter Mettberg (08.07.1830, †14.12.1877)*
Berufe: Stahlschmied, Werkmeister, Fabrikarbeiter, Maschinenbauer. Geburtsort: Gemeinde Heedfeld.
Kinder:
- Emil Mettberg (*1857)
- Ernst Mettberg (*1859)
- Emma Auguste Mettberg (*1860)
- Anna Mettberg (*1863)
- Maria Mettberg (*1867)
- Ernst Otto Mettberg (*1870)
Diese Linie ist im Familienbuch vollständig dokumentiert. Der Stammvater Johann Peter Mettbergbleibt ohne Herkunftsangabe und bildet den Anfang der Linie A.
Linie B – Stammvater: Peter Hermann Mettberg (01.06.1794)*
Die zweite Linie beginnt mit:
Peter Hermann Mettberg (01.06.1794, †19.04.1856)*
Berufe: Strohdecker, Tagelöhner, Fabrikarbeiter, Dachdecker.
Partner:
- Maria Catharina Reinecke (1797, †1848)*
Kinder:
- Johann Peter Mettberg (*1818)
- Peter Wilhelm Mettberg (*1822)
- Friedrich Wilhelm Mettberg (*1827)
- Henriette Mettberg (*1831)
- Wilhelmine Mettberg (*1834)
- Carl Mettberg (*1837)
- weitere Kinder, teils früh verstorben
Die Eltern von Peter Hermann Mettbergwerden im Familienbuch nicht genannt. Damit bildet er den dokumentierten Anfang der Linie B.
Zusammenfassung
Die Lüdenscheider Familienbücher zeigen:
- Zwei getrennte genealogische Liniender Familie Mettberg.
- Linie Abeginnt mit einem Johann Peter Mettberg ohne Geburtsdatum.
- Linie Bbeginnt mit Peter Hermann Mettberg (1794)*.
- Die Bücher nennen keine Verbindungzwischen beiden Linien.
- Die Namensgleichheit beruht auf der gemeinsamen Herkunft aus der Ortschaft Mettberg, nicht auf einer belegten Verwandtschaft.
Beziehung zur Familie Eick
Weitläufige Verwandschaft durch die Familie Eickhaben wir über
- Klara Luise Bouvaingeb. Junge verw. Eick/Schulze/Derx
mit den Kindern- Karl Ernst Eick und
- Helga Glörfeld geb. Eick
Eltern:
- Karl Eick, Großendrescheid, 2.7.1888 und
- Klara Eick, Lüdenscheid, 4.11.1891
Literatur
- Wikipedia
- https://www.bing.com/maps
- Lüdenscheider Familienbuch Band 28: Meckbach — Naumann, Thomas Hostert, Wuppertal 2020
- Beiträge
- Der Landbote
- 2003/30 — Stationen im Leben der Klara Bouvain und deren Tochter Edith Klara Dörscheln geb. Derx
- Der Landbote
- Datenbank Family-DB, Thomas Dörscheln
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.