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2026/​18 — Stel­lung­nahme zu Met­tberg — Sied­lung und Fam­i­liengeschichte

Die Ortschaft Met­tberg

Met­tberg ist eine Hof­schaft von Wip­per­fürth im Ober­ber­gis­chen Kreis im Regierungs­bezirk Köln in Nor­drhein-West­falen (Deutsch­land). In älteren Quellen erscheint der Ort unter der mit­te­lal­ter­lichen Schreib­weise „Meren­ber­ck“.

Lage und Beschrei­bung

Die Hof­schaft liegt im Osten von Wip­per­fürth an der Stadt­gren­ze zu Kier­spe auf dem gle­ich­nami­gen Met­tberg. Eine Straße­nan­bindung beste­ht auss­chließlich über das Stadt­ge­bi­et von Kier­spe. Nach­barorte sind Ker­spe, Rön­sahler Löh, Ufer und Rön­sahl. Die Stau­mauer der Ker­spetalsperre befind­et sich 600m nord­west­lich der Hof­schaft. Am östlichen Ort­srand liegt die Quelle des über den Heukel­bach in die Ker­spe mün­den­den Kirch­siepens. 300m west­lich von Met­tberg entspringt der eben­falls in die Ker­spe mün­dende Mettsiepen.

Geschichte

1443 wird Met­tberg in „Einkün­fte und Rechte des Köl­ner Apos­tel­s­tiftes“erst­mals mit der Orts­beze­ich­nung „Meren­ber­ck“genan­nt. In der Preußis­chen Urauf­nahme von 1840 sind an der Stelle der Hof­schaft drei Teiche eingeze­ich­net. Eine Orts­beze­ich­nung oder eine Darstel­lung von umgren­ztem Hofraum erfol­gt nicht. Die topografis­che Karte (Preußis­che Neuauf­nahme) der Jahre 1894 bis 1896 zeigt die Hof­schaft mit mehreren Grun­dris­sen und benen­nt sie mit „Met­berg“. Der heute gebräuch­liche Ort­sname wird ab der Karte von 1954 ver­wen­det.

JahrÜber­liefer­ungBedeu­tung
1443Meren­ber­ckFrühe urkundliche Erwäh­nung
1840(keine ein­deutige Orts­beze­ich­nung auf der preußis­chen Urauf­nahme)Drei Teiche sind an der betr­e­f­fend­en Stelle eingeze­ich­net
1894–1896Met­bergSchreib­weise in der preußis­chen Neuauf­nahme
1954Met­tbergDiese Schreib­weise ist auf der betr­e­f­fend­en Karte nach­weis­bar

Bedeu­tung des Namens

Der Name set­zt sich aus zwei Bestandteilen zusam­men:

  • „Meren-“: ein im Mit­te­lal­ter gebräuch­lich­er Per­so­nen­name (z. B. Mero, Meren, Merten, Met­to).
  • „‑berck /​‑berg“: mit­tel­hochdeutsch für Berg, Anhöhe.

Damit bedeutet der Ort­sname: „Berg des Meren“– eine Sied­lung auf ein­er Anhöhe, die mit ein­er Per­son namens Meren/​Merten ver­bun­den war.

Die heutige Form Met­tbergist eine spätere Lau­t­en­twick­lung. Der Fam­i­li­en­name Met­tbergist ein Herkun­ft­sname und bedeutet: „Per­son aus der Ortschaft Met­tberg.“ Er ver­weist nicht auf einen Beruf, son­dern auf die geografis­che Herkun­ft der Fam­i­lie.

Abbil­dun­gen

Geneal­o­gis­che Stel­lung­nahme

Gegen­stand und Grund­lage der Unter­suchung

Die vor­liegende Stel­lung­nahme befasst sich mit der Fam­i­lie Met­tberg, deren Ange­hörige in den über­liefer­ten evan­ge­lis­chen Kirchen­reg­is­tern des Raumes Lüden­scheid, Rahmede, Heed­feld, Hülscheid und der umliegen­den Ortschaften nachgewiesen wer­den.

Grund­lage ist der gut sechs­seit­ige geneal­o­gis­che Bericht mit Angaben zu Ehen, Geburten, Taufen, Kon­fir­ma­tio­nen, Ster­be­fällen, Beerdi­gun­gen, Berufen und Wohnorten.

Die Zusam­men­stel­lung enthält zahlre­iche Einzel­heit­en, die für eine fam­i­liengeschichtliche Unter­suchung von erhe­blichem Wert sind. Allerd­ings müssen die Angaben hin­sichtlich ihrer Beweiskraft unter­schieden wer­den. Nicht jede ver­wandtschaftliche Zuord­nung ist allein durch die Nen­nung eines Namens gesichert.

Die geneal­o­gis­chen Lin­ien der Fam­i­lie Met­tberg in den Lüden­schei­der Fam­i­lien­büch­ern

Die Lüden­schei­der Fam­i­lien­büch­er doku­men­tieren zwei voneinan­der unab­hängige geneal­o­gis­che Lin­iender Fam­i­lie Met­tberg. Bei­de tra­gen densel­ben Herkun­ft­sna­men, doch die Büch­er nen­nen keine Verbindungzwis­chen ihnen. Jede Lin­ie hat ihren eige­nen Stam­m­vater.

Lin­ie A – Stam­m­vater: Johann Peter Met­tberg (ohne Geburts­da­tum)

Diese Lin­ie begin­nt im Fam­i­lien­buch mit einem Johann Peter Met­tberg, dessen Geburts­da­tum nicht angegeben ist. Er erscheint als:

  • Stahlschmied
  • Ehe­mann von Anna Catha­ri­na Stein­beck

Aus dieser Ehe stammt u. a.:

Johann Peter Met­tberg (08.07.1830, †14.12.1877)*

Berufe: Stahlschmied, Werk­meis­ter, Fab­rikar­beit­er, Maschi­nen­bauer. Geburt­sort: Gemeinde Heed­feld.

Kinder:

  • Emil Met­tberg (*1857)
  • Ernst Met­tberg (*1859)
  • Emma Auguste Met­tberg (*1860)
  • Anna Met­tberg (*1863)
  • Maria Met­tberg (*1867)
  • Ernst Otto Met­tberg (*1870)

Diese Lin­ie ist im Fam­i­lien­buch voll­ständig doku­men­tiert. Der Stam­m­vater Johann Peter Met­tbergbleibt ohne Herkun­ft­sangabe und bildet den Anfang der Lin­ie A.

Lin­ie B – Stam­m­vater: Peter Her­mann Met­tberg (01.06.1794)*

Die zweite Lin­ie begin­nt mit:

Peter Her­mann Met­tberg (01.06.1794, †19.04.1856)*

Berufe: Stro­hdeck­er, Tagelöh­n­er, Fab­rikar­beit­er, Dachdeck­er.

Part­ner:

  • Maria Catha­ri­na Rei­necke (1797, †1848)*

Kinder:

  • Johann Peter Met­tberg (*1818)
  • Peter Wil­helm Met­tberg (*1822)
  • Friedrich Wil­helm Met­tberg (*1827)
  • Hen­ri­ette Met­tberg (*1831)
  • Wil­helmine Met­tberg (*1834)
  • Carl Met­tberg (*1837)
  • weit­ere Kinder, teils früh ver­stor­ben

Die Eltern von Peter Her­mann Met­tbergwer­den im Fam­i­lien­buch nicht genan­nt. Damit bildet er den doku­men­tierten Anfang der Lin­ie B.

Zusam­men­fas­sung

Die Lüden­schei­der Fam­i­lien­büch­er zeigen:

  • Zwei getren­nte geneal­o­gis­che Lin­iender Fam­i­lie Met­tberg.
  • Lin­ie Abegin­nt mit einem Johann Peter Met­tberg ohne Geburts­da­tum.
  • Lin­ie Bbegin­nt mit Peter Her­mann Met­tberg (1794)*.
  • Die Büch­er nen­nen keine Verbindungzwis­chen bei­den Lin­ien.
  • Die Namensgle­ich­heit beruht auf der gemein­samen Herkun­ft aus der Ortschaft Met­tberg, nicht auf ein­er belegten Ver­wandtschaft.

Beziehung zur Fam­i­lie Eick

Weitläu­fige Ver­wand­schaft durch die Fam­i­lie Eickhaben wir über

  • Klara Luise Bou­vaingeb. Junge verw. Eick/​Schulze/​Derx
    mit den Kindern
    • Karl Ernst Eick und
    • Hel­ga Glör­feld geb. Eick

Eltern:

  • Karl Eick, Großen­drescheid, 2.7.1888 und
  • Klara Eick, Lüden­scheid, 4.11.1891

Lit­er­atur

  • Wikipedia
  • https://www.bing.com/maps
  • Lüden­schei­der Fam­i­lien­buch Band 28: Meck­bach — Nau­mann, Thomas Hostert, Wup­per­tal 2020
  • Beiträge
    • Der Land­bote
      • 2003/​30 — Sta­tio­nen im Leben der Klara Bou­vain und deren Tochter Edith Klara Dörscheln geb. Derx
  • Daten­bank Fam­i­ly-DB, Thomas Dörscheln
  • Ernst-Wilhelm Dörscheln

    Univ. Ob. Prä­para­tor i. R.

    Autoren­seite

    Impres­sum

    Arbeits­ge­mein­schaft für Fam­i­lien­forschung, Orts- und Lan­deskunde

    Anschrift: E.W. und R. Dörscheln, Paul Klee Weg 121, 48165 Mün­ster

    Redak­tion: Regi­na Dörscheln

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    Nur mit Genehmi­gung des Ver­fassers und mit Quellen-Angabe ist der Nach­druck ges­tat­tet. Alle Angaben sind ohne Gewähr.

    Die Beiträge zur Fam­i­lien­forschung wer­den ehre­namtlich zur Veröf­fentlichung gebracht.

  • Thomas Dörscheln